Newsletter: Sandra Auffarth Reitmeisterin – Gedanken über meisterliches Reiten
Newsletter: Meisterlich in vielerlei Hinsicht
Der Newsletter auf EQUI PAGES. Immer aktuell. Immer montags. Immer wissen, was Sache ist. Foto: sportfotos-lafrentz.de Sie ist nicht nur eine Meisterin, sondern vermutlich eine der besten Reiterinnen der Welt: Sandra Auffarth hat nicht nur einen kompletten Satz von Olympiamedaillen für ihre Erfolge in der Vielseitigkeit zuhause, plus WM-Doppelgold von 2014 in Caen und sieben EM-Medaillen, davon zwei silberne und eine bronzene in Einzelwertungen. Sie hat auch schon Fünf-Sterne-Grand Prixs gewonnen. Unlängst war sie mit Quirici H Vierte im Großen Preis der GCT-Etappe London. Dabei ließ sie einige Kombinationen hinter sich, die sich auf der WM in Aachen gut haben darstellen können. Übrigens war nur ein Deutscher vor ihr, der Sieger Christian Kukuk mit seinem Olympiasieger Checker, den er nach der WM in Aachen aus dem Olympiakader – so heißt der Spitzenkader im deutschen Reitsport – hat streichen lassen, was zu einiger Unruhe und Spekulationen geführt hat.
Der Reitmeister über die Reitmeisterin
Legendär sind Sandras Runden beim Deutschen Spring-Derby, wo sie mit der von ihrem Vater gezogenen Nupafeed’s La Vista ein Abo auf den Stilpreis hatte. Und auf Top Ten-Platzierungen.
Jetzt ist Sandra zur Reitmeisterin ernannt worden. Mehr geht kaum. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich einmal einen Derbyritt von Sandra gemeinsam mit Achaz von Buchwaldt geschaut habe. Er hat das Derby zweimal gewonnen und auch er ist Reitmeister. Von Sandra war er fasziniert, geflasht. „Guck mal, guck mal – die hat jetzt schon die Distanz. Ich würde da jetzt erst anfangen zu gucken.“ Ich bin mir sicher, dass Achaz nicht der einzige Reitmeister im Sandra Auffarth-Fanclub ist. Denn nicht nur im Parcours auch auf der Abreiteplatz hat Sandra einen Plan, ein Konzept. „Und Fleiß“, betont Achaz. Fleißig zu sein, sei eine der wichtigsten Komponenten überhaupt, so der Reitmeister.
Fleiß, fleißiger, Hinners!
Darin sieht er auch den Erfolg von Richard Vogel, „ein Jahrhundertreiter“, und Sophie Hinners begründet. Neben allem Talent, neben der Erfahrung, die das Reiten vieler unterschiedlicher Pferde in allen Altersklassen mit sich bringt, seien Ehrgeiz und Trainingsfleiß die Kriterien, die aus einem guten, einem talentierten Reiter einen Ausnahmereiter oder eben eine Ausnahmereiterin machen. Sophie Hinners‘ Leistung auf dem Bundeschampionat waren der Beweis dessen, was Achaz von Buchwaldt auf den Punkt gebracht hat. Die Mannschaftsweltmeisterin hatte vier Pferde ins Finale der Fünfjährigen geritten, von denen es drei unter die Top Sechs schafften, darunter der Champion und der Zweitplatzierte. Das ist auch eine meisterliche Leistung, noch keine reitmeisterliche, aber was nicht ist, kann ja noch kommen. Und den Bundeschampion der Sechsjährigen ritt sie auch schneller über den Stechparcours als die Mitbewerber das mit ihren Pferden schafften.
Thema Bundeschampionat
Übrigens: Wer einen Kommentar zum neuen Bundeschampionatsmodus der Drei- und Vierjährigen erwartet hat – da kommt noch was. Dominique Wehrmann, die zwei Tage nach der WM-Rückkehr Hamburg schon wieder gen Warendorf verlassen hat (da war ich noch am Hemden bügeln), ist noch in der Recherche. Ja, sie selbst hat eine Meinung. Aber sie möchte ein umfassendes Stimmungsbild, eine stimmige Einschätzung von allen Seiten haben. Und das ist so, guter Journalismus braucht auch mal einen Tag mehr.
In diesem Sinne – bis nächsten Montag!
Jan Tönjes
jan.toenjes@equi-pages.de
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Dieser Text wurde erstmals am 31. August 2026 veröffentlicht. Immer montags kommentiert Jan Tönjes auf EQUI PAGES das Geschehen in unserem wöchentlichen Newsletter.
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