Bundeschampionat: Sophie Hinners feiert Doppelsieg bei fünfjährigen Springpferden
Bundeschampionat: Sophie Hinners gegen den Rest der Welt (der fünfjährigen Springpferde)
Sophie Hinners und Cadoc. Foto: Lisa van Bebber Insgesamt hatte Hinners vier Pferde am Start beim Bundeschampionat der fünfjährigen Springpferde, die unter den Top Ten landeten. Drei davon im Finale der besten Acht. Champion der Fünfjährigen wurde der Holsteiner Cadoc aus der Zucht von Klaus Jürgen Pühlmann. Ein Wallach, der nach internationalem Erfolgsprinzip gezüchtet ist. Vater ist Casall, hier angepaart an eine Tochter von Diamant de Semilly. Weiter geht es im fallenden Stamm mit Contender und dem Stempelhengst Cor de la Bryère, auf den der neue Champion mehrfach ingezogen ist.
Notenspektrum weit ausgereizt
Cadok erhielt in den zwei Runden zunächst eine 9,3, was gleichzeitig die Höchstnote in Runde eins war, und in Runde zwei eine 9,5. Auch dies die beste Bewertung. Allerdings erzielte noch ein zweites Pferd diese Wertung in der letzten Runde. Hinners gewann somit mit 18,8 das Bundeschampionat der fünfjährigen Springpferde.
Mit 18,6 ( 9,2/9,4) wurde Hinners auch noch Zweite mit dem Hannoveraner Hengst Elton. Der Sohn des Emerald van het Ruytershof-Ludwig von Bayern stammt aus der Zucht von Jens Löhden, war Prämienhengst bei der DSP Körung und ist als Pachthengst im Haupt- und Landgestüt Marbach zu Hause. Im vergangenen Jahr hatte er bereits die PSA Tour gewonnen, eine Serie für vierjährige Springpferde.
Bronze für einen, der im Stamm einen Weltmeister hat
Platz drei ging an den im Gestüt Lewitz gezogenen Stakariello PS, einen Hengst, der beim Springpferdezuchtverband Oldenburg International (OS) registriert ist. Er hat die Hannoveraner Springlegende Stakkato direkt zum Vater. Der Muttervater ist nicht weniger prominent. Es ist Chacco-Blue. Emilia Löser ritt den Hengst, der in der ersten Runde noch eine 8,9 aber in der zweiten dann die Bestbewertung von 9,5 erhielt. 18,4 bedeuteten Platz drei für den Dunkelbraunen, aus dessen Mutterstamm der Mannschafts-Weltmeister von 1994 und 1998, PS Priamos (mit Dirk Hafemeister und Ludger Beerbaum) hervorgegangen ist.
Blutvielfalt in der Spitzengruppe
Direkt dahinter, wiederum nur ein Zehntel Abstand, (9,1/9,2), konnte Calvin Böckmann die westfälische Stute Betty Rouge, eine Tochter des Balinsky aus einer Comme il faut-Mutter platzieren. Sie kam bei Antonius Richter zur Welt.
Mit zweimal sehr guten Runden (9,0) wurde Arne van Heel im Sattel des Holsteiners Sandro T v. Sandro Junior-Zirocco Blue (Z.: Richard Theurer) Fünfter. Auffällig war, dass mehrere große Hengstlinien, die das internationale Sportgeschehen derzeit bestimmen, mit Nachkommen im Finale vertreten waren: Dabei gab es keine Konzentration auf nur einen Stammvater oder gar einen spezifischen Hengst. So ritt Sophie Hinners, den Westfalen Hengst Maroon vom Manoulito auf Platz sechs. Er geht über Manchester van’t Paradijs auf Diamant de Semilly zurück.
Siebter wurde die OS-Stute Corfu von Cornet de Semilly. Cornet Obolenskys Gene findet sich auch beim Achtplatzierten, Kensington Brownie, einem Sohn von Kensington ES wieder.
Ergebnis Bundeschampionat der fünfjährigen Springpferde