Dänische Meisterschaften der jungen Dressurpferde 2026 in Herning: Furious, Global Amour, Dizzy und Divya holen Gold
Dänische Jungpferde-Championate: Theresa Rosenkilde und Divya stoppen Helgstrand-Durchmarsch
Theresa Rosenkilde und Brandtbjergs Divya bei der WM junge Dressurpferde 2026.
Foto: Sportfotos-lafrentz.de Vierjährige: dreimal die Zehn für Furious
Bester von ganzen 21 Starterpaaren im Finale der Vierjährigen (von ursprünglich 38) war der westfälische Hengst Furious v. Fair Deal-De Niro. Er stammt aus der Zucht von Enrico Schöbel, der unter anderem auch den Louisdor Preis-Sieger DSP Sheldon Cooper gezüchtet hat. Alexander Yde Helgstrand stellte Furious für Helgstrand Dressage vor und kam mit ihm auf 96,857 Punkte. Dabei erhielt der Schwarzbraune dreimal die Höchstnote 10,0: für Trab, Perspektive sowie die neu eingeführte Teilnote „Harmonie“ gab es jeweils die Zehn. Der Schritt wurde mit 8,5 bewertet, der Galopp mit 9,5 und die Rittigkeit mit 9,8.
Silber ging mit 95 Punkten an Frederikke Gram Jacobsen, Bereiterin bei Anna Toosbuy Rasch, geb. Kasprzak, und Alanis F v. Secret aus einer Skovens Rafael-Mutter. Diese Medaille dürfte einen besonderen Platz im Trophäenschrank von Olympiareiterin Anna Toosbuy Rasch einnehmen. Sie hat die Stute nämlich selbst gezogen. Hier wurden es genau 95 Prozent, wobei auch hier die 10 im Bereich Harmonie stand.
Bronze ging wieder in den Stall Helgstrand, an Mette Sejbjerg Jensen und den ebenfalls vom Franklin-Sohn Fair Deal abstammenden Hannoveraner Wallach Fair Game (Mutter v. Escolar, Z.: Ingo Könemann). Wem der Name bekannt vorkommt – Fair Game sorgte schon im Finale des Bundeschampionats für Aufsehen. In Herning kam er auf 94,85 Prozent.
Fünfjährige: von Platz drei zu Gold
Mit Aufholjagden kennt der neue Champion der Fünfjährigen sich aus. Bereits bei der WM junge Dressurpferde hatten sich Alexander Yde Helgstrand und der Oldenburger Hengst Global Amour v. Global Player-Fürstenball (Z.: Britta Budeus-Wiegert) im Finale gegenüber der Qualifikation um zwei Plätze verbessern können, von Rang vier auf Silber. Das gelang ihnen auch in Herning bei den „Dänischen Meisterschaften“, nur dass es hier von Rang drei bis an die Spitze ging. Mit exakt 95 Prozent sicherten die beiden sich den Titel.
Die Sieger der Vorrunde, Katrine Kraglund und Hamiltons Jazzmaster v. Jameson RS2, fielen hingegen auf Rang vier zurück. Damit machten sie den Weg auch frei für ein weiteres Paar aus dem Stall Helgstrand, Mette Seijbjerg Jensen mit dem KWPN-Wallach Release Taonga v. My Vitality aus der U21 Europameisterin Jatilinda v. All at Once, die auch WM-Finalist Obsession Taonga brachte. Die beiden waren in der Qualifikation nur Sechste. Im Finale wurde es Silber mit 92 Prozent. Für den Trab gab es die Zehn, für den Schritt nur die 7,5.
Bronze ging mit 88 Punkten an Liv Marie Stignæs und die dänische Stute Svalegaards Dicte v. De l’Or aus einer De Noir-Mutter. Zur Welt kam die Stute wie ihr Name es schon andeutet im Gestüt Svalegaard.
Sechsjährige: Noch eine WM-Silbermedaillengewinnerin an der Spitze
Den Titel bei den Sechsjährigen sicherte sich ein weiteres Paar, das bei der WM in Verden Silber gewonnen hatte: Helgstrands Fuchsstute Hesselhøj Dizzy v. Donkey Boy aus einer Zack-Mutter. Erneut wurde sie von der Finnin Merita Hagren präsentiert. Mit 87 Prozent lag sie knapp vorn.
Platz zwei teilten sich zwei Paare mit jeweils 86,429 Prozent, weshalb es zwei Silber-, aber keine Bronzemedaille gab. Silberpferd Nummer eins war Selina Solberg Vittinghus‘ Atterupgaards Daimi v. Springbank II aus einer Bon Bravour-Mutter. Die beiden erhielten die 10 im Trab. Paar Nummer zwei auf Rang zwei waren Søren Wind mit einem weiteren Pferd des Gestüts Svalegaard: Svalegaards Disco v. Duke of Hannover-Tailormade Temptation-Mutter.
Siebenjährige: Ausnahmepferd Divya
Die einzige Prüfung, in der Helgstrand nicht den Ton angab, war das Finale der Siebenjährigen. Hier dominierte die fantastische Brandtbjergs Divya mit Theresa Rosenkilde das Geschehen. Die Hesselhøj Donkey Boy-Tochter (Mutter v. Don Olymbrio, Z.: Fam. Buhl) gewann 2025 Silber bei der WM junge Dressurpferde unter Anders Sjöbeck Hoeck, wurde danach an Rosenkilde verkauft und holte dieses Jahr mit ihr im Sattel erneut eine WM-Medaille, diesmal Bronze. Für die Qualität ihrer Grundgangarten, Rittigkeit, Perspektive und Harmonie erhielt sie 92 Prozent und keine Teilnote unter 9. Hinzu kamen starke 75,714 Prozent als technische Bewertung. Das machte ein Endergebnis von 83,857 Prozent.
Dahinter reihte sich wieder ein Helgstrand-Pferd ein, der KWPN-Hengst One to Remember v. Secret aus einer Vivaldi-Mutter (Z.: B. Lichtendahl, B.H.J. Peper) unter Eric Guardia Martinez (88,429/73,0/80,715). Ebenfalls aus dem Stall Helgstrand kommt der Bronzegewinner, der Hannoveraner Valerio v. Vitalis-Belissimo M, gezogen von Jörg Schrödter, vorgestellt von Marianne Helgstrand (85,857/70,429/78,143).
Ein weiterer Finalist aus deutscher Zucht war der Hannoveraner Farringhton, der mit Daniel Bachmann Andersen Rang sechs belegte (81,143/69,857/75,5). Marion Sage hat den Fürst Samarant-Sohn aus einer Trakehner Mutter v. Rheinklang-Latimer gezogen. Er stammt aus der direkten Mutterlinie des Grand Prix-Hengstes Polarzauber v. Charly Chaplin.