Jessica von Bredow-Werndl und Dancier Gold sichern sich Intermédiaire II auf Gut Ising
Ü75 Prozent Grand Prix-Sieg für Harnisch auf Gut Ising, Meilenstein für Jessica von Bredow-Werndl und Dancier Gold
Carina Harnisch mit DSP Sheldon Cooper, der seinen Namen nicht umsonst trägt. Er sei nämlich mindestens so schlau wie die gleichnamige Serienfigur aus "The Big Bang Theory" mit einem IQ von >200, so Harnisch.
Foto: Sportfotos-lafrentz.de Nachdem die Hindernisse des CSI beim Pferdefestival von Gut Ising abgebaut waren, wurde das 20×60-Viereck für den Grand Prix unter Flutlicht aufgestellt. Die Zuschauer hatten ausreichend Zeit, die Atmosphäre des Spätsommerabends im Chiemsee zu genießen. Das beste Paar war das letze der Prüfung, das um 22.13 Uhr den Platz betrat: der 2024er Louisdor-Preis Sieger Sheldon Cooper mit seiner Ausbilderin Carina Harnisch.
Der imposante Sezuan-Sohn ist inzwischen elfjährig und tanzte locker und leicht mit schöner Aufrichtung durch die Lektionen des Grand Prix. Alles in allem kamen die beiden auf satte 75,033 Prozent. Das reichte locker, um die bis dahin führende Yara Reichert mit Springbank II auf Rang zwei zu verweisen (71,933).
Dritter wurde Franz Trischberger auf dem San Remo-Sohn Sanrio (71,50), gefolgt Nicole Casper im Sattel von Birkhofs Zabalou (70,1) und Raphael Netz mit einem nicht immer spannungsfreien, aber auch mit Höhepunkten gespickten Ritt auf Vita di Lusso, der ja eigentlich Netz‘ Freundin Selina Söder gehört, aber den momentan er auf unbestimmte Zeit reitet, wie er gegenüber EQUI PAGES sagte. 69,367 Prozent wurden es.
Dancier Gold mit Fortschritten zum Inter II-Sieg
Seit wenigen Monaten hat Jessica von Bredow-Werndl den Hannoveraner Hengst Dancier Gold FRH unter dem Sattel. Das Chiemsee Pferdefestival ist das vierte Turnier für die beiden. Heute morgen gingen sie in der Intermédiaire II an den Start und gewannen sie mit 72,50 Prozent vor Victoria Nielsen auf ihrer eleganten Prinzessin Paula nach einer sehr schönen Vorstellung mit noch Luft nach oben in den Piaffen (72,237) und Uwe Schwanz im Sattel von Don Lauris (71,579).
Noch mehr als über den Sieg dürfte sich Jessica von Bredow-Werndl über den Ritt gefreut haben. Der war nämlich schon viel flüssiger und selbstverständlicher als noch in der Woche zuvor in Schäftlarn. Besonders in der Trabtour hatte die vierfache Olympiasiegerin den elfjährigen Dancier-Sohn toll vor sich, fein in der Anlehnung, schön in der Aufrichtung mit passendem Rahmen und gleichmäßig durchfußend in Verstärkungen, Traversalen und Passagen. Auch im Schritt schien er heute schon mehr zum Schreiten zu kommen. Ein Wermutstropfen sind noch die Pirouetten, in denen er sich eher aufbäumt und stemmt, statt mit lockerem Rücken weiter zu galoppieren. Aber die ersten drei Sprünge der Linkspirouette waren schon viel besser. Und das wichtigste: Er gibt sich richtig Mühe! Da dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis er den Dreh raus hat (im wahrsten Sinne des Wortes). Gut gelangen danach auch die Einerwechsel.
Alle Ergebnisse vom Chiemsee Pferdefestival auf Gut Ising finden Sie hier.