Sina Aringer und Dalma Sia Bellante gewinnen Burg-Pokal Qualifikation auf dem Fichtenhof in Schäftlarn
Erst Bundeschampionat, jetzt Burg-Pokal – läuft für Sina Aringer!
Sina Aringer und Dalma Sia Bellante haben sich in Schäftlarn für das Finale des Nürnberger Burg-Pokals qualifiziert.
Foto: Archiv sportfotos-lafrentz.de Die Sonne strahlte vom Himmel, als Sina Aringer und ihre achtjährige Oldenburger Secret-Tochter Dalma Sia Bellante heute pünktlich um 11.15 die Qualifikation zum Nürnberger Burg-Pokal Finale von Schäftlarn auf dem Fichtenhof eröffneten. Und gestrahlt hat auch Dalma Sia Bellante.
Den beiden gelang eine ausgesprochen schöne und harmonische Runde mit Highlights in den Trab- und Galopptraversalen, der Schritttour, einer Rechtspirouette, die für die Zukunft Großes verspricht und einer nach links mit einem kleinen Balanceverlust. Aber das waren nur Kleinigkeiten, das Gesamtbild war absolut stimmig und das zeigte ein ebenso zufriedenes, wie engagiert mitarbeitendes Pferd und eine fein einwirkende Reiterin. 76 Prozent erhielten die beiden. Das sollte heute keiner mehr überbieten.
Für Sina Aringer ist das ein weiterer großer Ausbildungserfolg, nachdem sie letztes Wochenende unter anderem den ehemaligen DSP-Siegerhengst Bonds in Gold zum Titel beim Bundeschampionat ritt. Dalma Sia Bellante gehört noch ihrem Züchter, Stefaan van den Elsen. Der hatte sie als junges Pferd Beatrice Hoffrogge anvertraut, die mit der Stute fünfjährig beim Bundeschampionat teilnahm. 2024 ging sie gar kein Turnier.
2025 saß Sina Aringer erstmals unter Turnierbedingungen in ihrem Sattel, ritt die ersten M-Dressuren und dieses Jahr wagten sie sich nun an Klasse S. Sie waren bereits bei den Qualis in Balve und Görlitz am Start, allerdings beide Male mit Ergebnissen unter 70 Prozent weit weg von der Chance auf ein Ticket für Frankfurt. Im dritten Anlauf hat es nun geklappt. Nicht nur bei ihnen.
Netz Zweiter und für Frankfurt qualifiziert
Raphael Netz und Glamourdoc waren dieses Jahr schon Vierte in der Quali von München und Dritte in Balve. Nach dem Sieg gestern in der „Einlaufprüfung“ konnten sie sich berechtigte Hoffnungen machen, dass es beim dritten Anlauf klappt mit dem Ticket für Frankfurt. Das haben sie in der Tasche – obwohl es auch diesmal nicht der Sieg wurde. Zwar gelang den beiden eine ausdrucksvolle, fehlerfreie Prüfung, für die sie mit einem Personal Best belohnt wurden. Aber es reichte nicht, um Sina Aringer und Dalma Sia Bellante vom Thron zu stoßen. Mit 74,680 Prozent belegten der Mannschaftsweltmeister und der zunehmend athletisch wirkende Glamourdale-Sohn heute Rang zwei.
Immerhin, das Ticket für Frankfurt haben die beiden trotzdem sicher. Denn neben den acht Siegern der einzelnen Etappen qualifizieren sich auch die vier punktbesten Zweitplatzierten. Mit seinen 74,680 Prozent ist Netz‘ Glamourdoc das Pferd mit der höchsten Bewertung und einer silbernen Schleife. Da nur noch zwei Stationen kommen (Darmstadt und Guxhagen-Dörnhagen), haben sie den Startplatz für Frankfurt in der Tasche.
Gleiches gilt für Frederic Wandres und Fänomen de Malleret, die sich in Hagen mit 74,463 Prozent an zweiter Stelle eingereiht hatten, und damit auf jeden Fall beim großen Finale starten dürfen.
Pony-Star gewinnt „DERBY Stars von Morgen“
Die DERBY Stars von Morgen sind ein Prüfungsformat, das sich sowohl an U25-Reiter auf Grand Prix Niveau richtet, als auch an Nachwuchs-Grand Prix-Pferde im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Auf Ann-Cathrin Rieg und ihren Ponyhengst Steendieks Derrick trifft beinahe beides zu. Letztes Jahr waren sie noch beim Piaff-Förderpreis erfolgreich. Doch Anfang des Jahres feierte Ann-Cathrin ihren 26. Geburtstag und ist damit raus aus der relevanten Nachwuchszielgruppe. Nicht so ihr Ponyhengst v. Morgensterns Dalai mit seinen zwölf Jahren dank denen die beiden noch zu den „Stars von Morgen“ gehören.
Seit Derrick sechsjährig ist, hat Ann-Cathrin ihn unter dem Sattel und hat ihn von Dressurpferde-L bis Grand Prix gefördert. Und wie! Bei sieben Turnieren haben die beiden sieben S***-Prüfungen gewonnen und waren jedesmal platziert. In Schäftlarn hat der leichtfüßige Tänzer im Kompaktformat mit dem großen Talent für Piaffe und Passage beide Prüfungen gewonnen, gestern die Intermédiaire II (72,410) und heute die S7 (74,870).
Zweiter war wie auch gestern der Münchener Rudolf Widmann auf dem, eleganten, leichfüßigen und sehr von Vater Rock Forever geprägten Romantic Prinz OLD, diesmal mit 73,868 Prozent.
Jessica von Bredow-Werndl und Neuzugang Dancier Gold konnten im Vergleich zu gestern notenmäßig noch eine Schippe drauflegen. Die Lektionen kann der Hengst. Es fehlt noch die lockere Selbstverständlichkeit in der Prüfung und der losgelassene Fluss, aber die vierfache Olympiasiegerin konnte alles abrufen und wurde dafür mit 72,160 Prozent und Rang drei belohnt.
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