Historischer Doppelerfolg für Tom McEwen in Blenheim, Ben Leuwer und Zuccini auf Rang 14
Tom McEwen schreibt Blenheim-Geschichte und Familie Leuwer feiert tolles Wochenende
Tom McEwen und Fieldmaster, Sieger im CCI4*-L von Blenheim.
Foto: BPHT/Libby Law Photography Toller Tag für Familie Leuwer und Nicolai Aldinger heute zum Abschluss der Blenheim Palace Horse Trials! Ben Leuwer hatte sich mit seinem Road2LA-Kandidaten Zuccini nach solider Dressur und fehlerfreiem Springen einen tollen zehnten Platz erkämpft. Heute ging es dann ins anspruchsvolle Gelände des CCI4*-S für acht- bis neunjährige Nachwuchspferde. Und auch hier zeigte der Holsteiner Schimmel, dessen Vater Zuccero heute für Deutschland im Nationenpreis von St. Tropez sprang, was er kann: kein Hindernisfehler, lediglich einige Zeitstrafpunkte, mit denen die beiden ihre Blenheim-Premiere auf einem tollen 14. Platz beendeten.
Ohne Hindernis-, nur mit Zeitfehlern kamen auch Bens Frau Pia und ihre wunderbare westfälische Hamberger-Tochter Hanami (ebenfalls ein Road2LA-Pferd) aus ihrem ersten Vier-Sterne-Cross seit der Baby-Pause. Damit beendeten die beiden als 48. von mehr als 100 Teilnehmern.
Die dritte Deutsche im Starterfeld der Youngsters, Phoebe Locke, die erst seit dieser Saison in Schwarz-Rot-Gold reitet, beendete mit Kilmanahan Ulysses auf Platz 51, ebenfalls nur mit Zeit-, aber keinen Hindernisstrafpunkten.
Die gab es auch nicht für den vierten deutschen Reiter dieses Blenheim-Wochenendes, Nicolai Aldinger mit seiner Holsteiner Nachwuchshoffnung Bart. Die beiden waren im CCI4*-L unterwegs, hatten gestern einen Vorbeiläufer im Cross, aber heute eine souveräne Nullrunde im Parcours. Damit beendeten sie auf Rang 40 von 77 Teilnehmern.
Tom McEwen – Doppelsieg im CCI4-L
Als Tom McEwen am Sonntag als Letzter der Startliste in den Parcours des CCI4*-L ritt, hatte er den Sieg bereits sicher. Selbst ein Abwurf auf dem neunjährigen The Fieldmaster – neu im Beritt in dieser Saison, im Besitz von Jo und James Lambert sowie Penny Barker – hätte daran nichts mehr geändert. Sein einziger noch verbliebener Gegner war er selbst. Auf Brookfield Quality, dem treuen 17-jährigen Kämpen von John und Chloe Perry und Alison Swinburn, lag McEwen zu diesem Zeitpunkt nur 0,1 Strafpunkte zurück.
Beide Runden blieben fehlerfrei. Platz eins, Platz zwei. Ein Reiter, zwei Pferde, eine Siegerehrung.
„Ich hatte absolut keine Ahnung, was los war, aber zum Glück sind beide Pferde überragend gesprungen“, gestand McEwen, als das Ausmaß seines Erfolgs zu ihm durchdrang. „Schade, dass nicht beide gewinnen konnten, aber was für ein Wochenende. Ich bin mit fünf richtig guten Pferden hierhergekommen und ohne Erwartungen. Für Tom Strawson, der ‚Trev‘ (The Fieldmaster) letztes Jahr hier geritten hat, ist das ein schönes Ergebnis. Aber ‚Norris‘ (Brookfield Quality) ist ein absoluter Star, ein toller alter Kerl.“
Der erste seit dem großen WFP
Mit dem Sieg strich McEwen ein Preisgeld von 28.000 Pfund ein. Und: Er ist der erste Reiter seit William Fox-Pitt, der in Blenheim einen Doppelsieg im CCI4*-L holen konnte. Fox-Pitt gelang das 2002, mit Stunning und Tamarillo. Seitdem: zwei Jahrzehnte lang niemand.
The Fieldmaster war 2025 noch unter seinem vorherigen Reiter, dem Amateurjockey und Vielseitigkeitsreiter Tom Strawson, im CCI4*-S von Blenheim am Start. Anfang dieser Saison wechselte der Wallach zu Mannschaftsweltmeister McEwen. Bereits nach dem Geländeritt am Vortag hatte McEwen von seinem neuen Partner geschwärmt: „Ich habe ihn letztes Jahr hier gesehen und mochte, was ich sah. Er ist heute so gut galoppiert und gesprungen, und als es nach Hause ging, hat er nochmal zugelegt. Ich könnte nicht glücklicher mit ihm sein. Er ist ein Phänomen.“
Der zweite Titel: McEwens Nachwuchskracher
Auch im CCI4*-S für acht- und neunjährige Pferde – seit der ersten Austragung 2009 ein verlässlicher Gradmesser für kommende Stars – ging es bis zum letzten Starter eng zu. Jener letzte Starter im heutigen Cross war Tom McEwen, der mit Brookfield Danny de Muze, einem erst achtjährigen irischen Wallach, ebenfalls im Besitz von Alison Swinburn und John und Chloe Perry, das Feld anführte. Er konnte sich neun Sekunden über der Idealzeit von 6:54 Minuten erlauben, aber keine zehn. Am Ende waren es nur fünf.
Das reichte, um Katie Magee und Cushlas Indigo, die ihrerseits nur sieben Sekunden über der Idealzeit geblieben waren, auf Abstand zu halten.
McEwen sicherte sich damit als erster Reiter überhaupt den Doppelsieg aus CCI4*-L und CCI4*-S 8&9-Jährige im selben Jahr. Hinter ihm folgten Bubby Upton auf Sancerre de Tiji, Tom Jackson auf My Star Turn und Yasmin Ingham auf Kinda Corvette. Am schnellsten von allen war der Ire Padraig McCarthy auf Kilroe Tiger unterwegs – nur 1,2 Zeitstrafpunkte, Rang sechs.
Alle Ergebnisse aus Blenheim finden Sie hier.