Pia Leuwer und Hanami Sechste im CCI3*-S von Charlbury, England
Klasse Auftritt von Pia Leuwer und Hanami bei ihrem ersten England-Start
Hanami und Pia Leuwer, ein Paar, das von der Initiative Road2LA unterstützt wird.
Foto: chrissis-pferdebilder.com Hugo, der Sohn von Ben und Pia Leuwer, der Mitte Juli zur Welt kam, lernt schon früh im Leben die Welt kennen. Ende August wurde Pia Leuwer mit Hanami Zweite im CCI2* im französischen Saulieu, dieses Wochenende hat sie einen Stern draufgepackt und nutzte den CCI3*-S von Charlbury, um ihre Turnierwochen in England einzuleiten.
Das war auf jeden Fall ein vielversprechender Auftakt. Von 72 Startern im offen ausgeschriebenen CCI3*-S wurden die beiden Sechste. Sie begannen mit einem starken zweiten Platz in der Dressur (27,3 Minuspunkte), hatten dann einen Abwurf im Parcours, waren aber null im Cross. Was noch hinzu kam, waren 8,4 Zeitstrafpunkte. Am Ende wurden es 39,7 Minuspunkte.
Der Sieg ging an Lucinda Mesquida für Großbritannien im Sattel des neunjährigen Iren DSH Golden Eye, der mit seinem Dressurergebnis von 30,9 Minuspunkten seinen ersten internationalen Sieg feiern konnte – wobei er auch schon Vier-Sterne-Erfahrung hat.
Zweiter wurde der Ire Ian Cassels mit dem acht Jahre jungen irischen Hengst Cooley Capri Sun. Die beiden hatten eine 29,7 Minuspunkte-Dressur bei ihrem erst zweiten gemeinsamen CCI-Auftritt. 3,2 Zeitfehler im Gelände kosteten sie ihren ersten Sieg.
Zwischen den beiden Spitzenreitern und Leuwer mischten sich drei britische Paare: Jack Pinkney auf Carpo Vivendi (36,7), Kylie Roddy auf Aqardente (37,5) und Alexander Bragg mit Ardeo Premier (38,0).
Pia Leuwer war nicht die einzige Reiterin für Deutschland in dieser Prüfung. Phoebe Locke, die bis vor kurzem noch für ihre Heimat Großbritannien ritt, sich aber mehr Chancen für einen Championatsauftritt unter deutscher Flagge ausrechnet, stellte den achtjährigen Iren Kilmanahan Ulisses vor, mit dem sie im vergangenen Jahr bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde am Start war. Dort schieden die beiden im Gelände nach Verweigerungen aus. Dieses Wochenende kamen sie ohne Hindernisfehler ins Ziel, hatten aber einige Zeitstrafpunkte, mit denen sie letztlich Rang 39 belegten.
Nachwuchshoffnung vom Rodderberg
Ben Leuwer war ebenfalls im Einsatz. Er stellte den sieben Jahre jungen Hannoveraner Alf PH v. Alaba aus der Zucht von Katrin Ackerman-Voelkels im CCI3*-S für Nachwuchspferde vor und belegte Rang 26 von 65 Startern nach einer ordentlichen Dressur (33,8), einem Abwurf im Parcours und 15,2 Zeitstrafpunkten im Cross.
Ben und Alf sind seit dieser Saison ein Team. Zuvor war der Dunkelfuchs von Johanna Voelkel-Hilbrich erfolgreich vorgestellt worden und zweimal saß auch Pia Leuwer in seinem Sattel. Auf Zwei-Sterne-Niveau waren Leuwer und der Alaba-Sohn schon mehrfach mit ihrem Dressurergebnis top platziert. Auf Drei-Sterne-Niveau konnten sie Ende Juli in Strzegom eine Top Ten-Platzierung holen.
Der Sieg bei den Youngsters ging an Max Waburtons Earl Dorado, ein Sohn der Nummer eins des WBFSH Sire Rankings im Bereich Vielseitigkeit, Diarado. Nach 32,9 Minuspunkten in der Dressur sah es noch nicht unbedingt nach Platz eins aus, aber die beiden waren null im Parcours und eines der schnellsten Paare im Gelände mit nur 0,8 Zeitfehlern.
Das nächste Ziel für die England-Reisegruppe vom Rodderberg wird das Traditionsturnier in Blenheim am kommenden Wochenende sein.
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