Julia Krajewski gewinnt CCI4*-S in Strzegom
Julia Krajewskis Ero de Cantraie auf der Gewinnerstraße, 4*-Premiere von Calvin Böckmanns Zukunftspferd
Julia Krajewski und Ero de Cantraie auf dem Weg zum Deutschen Meister-Titel 2023 in Luhmühlen. Foto: Sportfotos-lafrentz.de Julia Krajewski hat ihren Deutschen Meister von 2023, den nun zwölfjährigen Selle Français-Wallach Ero de Cantraie für den CCI4*-S mit nach Strzegom genommen und konnte sich dank fehlerfreiem Springen und einer der schnellsten Geländerunden von Platz fünf nach der Dressur (33,1) an die Spitze der Prüfung vorarbeiten. 4,4 Zeitfehler waren hinzugekommen, bedeutete also den Sieg mit 37,5 Minuspunkten.
Als Führende waren Belgiens Lara de Liederkerke-Meier und ihr zehnjähriger Diarado-Sohn Quintus in den Cross gestartet. Mit 28,9 Minuspunkten hatten sie schon die beste Dressur und auch vier Zeitfehler beim Springen änderte nichts an ihrer Führung. Wohl aber die zehn Zeitfehler im Gelände – Platz zwei mit 39,3 Minuspunkten.
An dritter Stelle reihte sich mit Tine Magnus auf Dia van het Lichterveld Z, diesmal eine direkte Diamant de Semilly-Tochter, eine weitere Belgierin ein (41,3).
Ex-Bundeschampion ist nun Vier-Sterne-Pferd
Der ganz große Hoffnungsträger von Calvin Böckmann hört auf den Namen Kasparow FRH, ist acht Jahre jung, stammt von Karajan und Diacontinus ab (Z.: Friedrich Thiesse), war vor zwei Jahren nach einer Kolik-OP Bundeschampion und ist nun ein Vier-Sterne-Pferd. Der Wallach hat dieses Jahr eine fantastische Entwicklung gemacht, ging drei CCI3*-Turniere und hat sie alle gewonnen. Dieses Wochenende war nun Vier-Sterne-Premiere in der eigens für acht- bis neunjährige Pferd ausgeschriebenen Abteilung und Kasparow zeigte sich den Anforderungen mehr als gewachsen.
Nach der Dressur waren die beiden noch Fünfte mit 35 Minuspunkten. Doch im Parcours ließ der Kannan-Enkel alles liegen und im Gelände hatte er zwar 8,4 Zeitfehler, gehörte damit aber immer noch zu den Schnellsten. 43,4 Minuspunkte bedeuteten am Ende Rang zwei – und das beste Ergebnis eines achtjährigen Pferdes.
Besser waren nämlich nur Lara de Liederkerke-Meier und ihre bereits neunjährige Holsteiner Stute Call me Senorita v. Charleston gewesen, die schon nach der Dessur mit 32,8 Minuspunkten an den Spitze des Feldes gelegen hatten und am Ende auf 42,4 Minuspunkten nach Zeitfehlern in Parcours und Cross kamen.
Über Rang drei konnte sich Felix Etzel auf dem ebenfalls 2017 geborenen Bonaparte AA-Sohn Benoit Bold freuen. Der Hannoveraner Wallach hatte einen Abwurf im Parcours, war aber im Gelände der Schnellste. 44,7 Minuspunkte standen auf seinem Konto.
Weitere Nachwuchspferde
Unter die Top fünf schaffte es auch Weltmeister Michael Jung mit der neunjährigen, ebenfalls hannoversch gezogenen Perseverance Funky Famous Flamborghini v. Szenario, eine Stute, die wie alle Perseverance-Pferde der Niederländerin Madeleine Brugman gehört, die seit diesem Jahr mit Jung zusammenarbeitet. Für die Stute war es der dritte Vier-Sterne-Auftritt und der dritte ohne Hindernisfehler im Cross – allerdings auch der dritte mit einem Abwurf im Parcours, so dass unter dem Strich Rang fünf heraussprang (50,3).
Mit einem anderen Nachwuchspferd, der achtjährigen Holsteiner Stute Cloud Nine v. Clarksville, gewann Michael Jung den CCI2*-S.
Julia Krajewski hatte ebenfalls noch weitere Pferde mit in Polen, so auch den ebenfalls erst achtjährigen Selle Français-Wallach Intouchable Tonic v. Upsilon, der den CCI3*-S vor Krajewskis WM-Ersatzpferd Tullabeg Platinum gewann.
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