Rolex Grand Slam of Showjumping: So kann Richard Vogel knapp zwei Millionen Euro in Spruce Meadows gewinnen

Warum auf Richard Vogel beim Rolex Grand Slam in Spruce Meadows 1,93 Millionen Euro warten

Springen
Richard Vogel und United Touch S könnten am Wochenende in Spruce Meadows den Rolex Grand Slam of Showjumping und 1,93 Millionen Euro gewonnen. Foto: Rolex Grand Slam: Tom Lovelock Richard Vogel und United Touch S könnten am Wochenende in Spruce Meadows den Rolex Grand Slam of Showjumping und 1,93 Millionen Euro gewonnen. Foto: Rolex Grand Slam: Tom Lovelock
Wenn Richard Vogel an diesem Wochenende in Spruce Meadows in Kanada bei den „Masters“ an den Start geht, kann er Geschichte schreiben. Im mit 3.623.188 US-Dollar ( 3.113.079,36 Euro) dotieren Großen Preis am Sonntag könnte der Mannschaftsweltmeister den Rolex Grand Slam of Showjumping und damit knapp zwei Millionen Euro gewinnen.

Spruce Meadows in Kanada gilt als eines der schwersten Turniere, das der Springsport zu bieten hat. Es ist eines von vier „Majors“. Das sind hochkarätige Events, in denen es um den Rolex Grand Slam of Showjumping geht. Als Sieger der Dutch Masters und des Großen Preis von Aachen beim TSCHIO 2026 hat Richard Vogel es in der Hand, als Zweiter nach Scott Brash den Grand Slam zu gewinnen. Versüßt würde diese Auszeichnung mit 30 Prozent der Gesamtdotierung von 3.623.188 US-Dollar (3.113.079,36 Euro). Sprich „Richie“ könnte nach dem Flug nach Kanada 1,93 Millionen Euro mehr auf seinem Gewinngeldkonto haben. 933.000 Euro für den Sieg und den Bonus von einer Million für den Sieg im Grand Slam.


Was muss geleistet werden bis zum Sieg im CPKC International presented by Rolex?


Der Große Preis von Spruce Meadows, dem Reitzentrum, das Ron Southern 1975 gegründet hat, führt über zwei Umläufe (1,60 Meter). In den zweiten Umlauf kommen die zwölf Besten oder alle Nullfehlerrunden aus der ersten Runde, die gegen die Uhr entschieden wird. Es gibt ein Stechen um den Sieg. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich nicht fürs Stechen qualifiziert haben, werden nach ihren Fehlern und der Zeit aus dem ersten Umlauf platziert.


Was steckt hinter „Spruce Meadows“?


Spruce Meadows, deutsch: „Fichtenwiese“, hat Ron Southern ursprünglich für seine springreitenden Töchter gebaut. Southern war ein Gründer. Er hatte das Unternehmen ATCO zusammen mit seinem Vater aufgebaut und einen Mischkonzern daraus entwickelt.


Die Arena von Spruce Meadows, der „International Ring“ aus der Luft. Foto: Spruce Meadows
Die Arena von Spruce Meadows, der „International Ring“ aus der Luft. Foto: Spruce Meadows

Vier Turniere, mehr als fünf Millionen Euro Dotierung


Publikumsmagneten mit sportlicher Tradition und weltbekannt. Das sind die drei wichtigsten Eckdaten der vier Austragungsorte des Rolex Grand Slam. Die Großen Preise der „Majors“ – des CHI in Genf (SUI, im Dezember), der Dutch Masters Indoor Brabant in ‘s-Hertogenbosch (NED, im März), des CHIO Aachen (Juli) und des Spruce Meadows ‚Masters‘ (CAN, September) – zählen für den Rolex Grand Prix of Showjumping. In diesen vier Springen gibt es insgesamt mehr als fünf Millionen Euro zu gewinnen.


Scott Brash gewann 2025 in Spruce Meadows. Die Wegweiser erinnern an die anderen Majors Foto: Rolex Grand Slam/Ashley Neuhof

Wie ist der Modus?


Das Prinzip ist einfach. Wer zwei aufeinanderfolgende Grand Prixs gewinnt, erhält zusätzlich zur regulären Siegprämie einen Bonus von 500.000 Euro. Gewinnt der- oder diejenige dann auch noch einen dritten Grand Prix in Folge, bedeutet das den Gewinn des Rolex Grand Slam of Showjumping, der neben dem Titel noch zusätzlich eine Million Euro für den Sieg bereithält.


Es gibt keine Saison, die Serie läuft immer weiter. Sollte, was bislang noch niemandem geglückt ist, nach dem Gewinn des Grand Slam auch das vierte Turnier vom selben Reiter (die Pferde müssen nicht dieselben sein) gewonnen werden, winkt eine weitere Million Euro.


Eine Statue des kanadischen Olympiasiegers Hickstead begrüßt Besucher auf dem Gelände von Spruce Meadows. Foto: Spruce Meadows

Was die britischen Kronjuwelen mit dem Grand Slam zu tun haben


45 Zentimeter hoch, zwei Kilogramm schwer – das ist der Pokal, den der Sieger erhält. Corinna Pike, Heritage Director bei dem englisch Juwelier Garrard, hat als Juwelen-Designerin die Trophäe gestaltet. Garrard ist einer der ältesten Juweliere in London. Das Unternehmen, das unweit von Picadilly Circus im Herzen Londons sein Stammhaus hat, war von 1837 bis 2007 für die britischen Kronjuwelen verantwortlich.


Die Trophäe für den Grand Slam wurde von dem Juwelier gefertigt, der auch für die Kronjuwelen des englischen Königshauses über mehr als hundert Jahre verantwortlich war. Fotos: Rolex/Calin Charles

Scott Brash schrieb 2015 Geschichte


In der Saison 2014/15 schaffte der Brite Scott Brash das, was niemand für möglich gehalten hatte: Mit Hello Sanctos gewann er zunächst in Genf, dann in Aachen (‘s-Hertogenbosch war zum damaligen Zeitpunkt noch nicht Teil des Grand Slam), um dann schließlich in Spruce Meadows den „Sack dicht zu machen“.



Zwei Reiter haben schon fünf Siege in Rolex Grand Prixs


Neben Scott Brash ist der Schweizer Martin Fuchs der zweite Reiter weltweit, dem es bislang gelungen ist, bereits fünf Rolex Grand Prixs für sich zu entscheiden. Sein erster Sieg datiert auf das Jahr 2019 in Genf, sein vorerst letzter war der Sieg in Aachen 2025.


Sieben Deutsche haben schon mindestens einen der Grand Prixs für sich entschieden


Unter den fünf Reitern mit drei Siegen sind drei Deutsche, die Mannschaftsweltmeister Daniel Deußer, Marcus Ehning und Richard Vogel. Philipp Weishaupt hat zweimal die Ehrenrunde anführen dürfen, Christian Ahlmann, Gerrit Nieberg und André Thieme je einmal, alle in Aachen.


Nachwuchs


Im Starterfeld der vier Majors werden grundsätzlich zwei Nachwuchsreiter eingeladen. So soll die nächste Generation Erfahrungen auf allerhöchstem Niveau sammeln.


Nationenpreis: Deutschlands Elite am Start in Spruce Meadows


Neben dem Masters am Sonntag ist der Nationenpreis am Samstag, 12. September ab 11 Uhr Ortszeit (19 Uhr Deutschland) das zweite große Highlight des Turnierkalenders. Für Deutschland sind Daniel Deußer, Sophie Hinners, Jörne Sprehe und  ichard Vogel vorgesehen. Als Einzelreiter sind außerdem Christian Kukuk und André Thieme am Start. Übrigens: Das Landgestüt Celle schickt extra ein Schaubild mit Landbeschälern nach Calgary.


Es gibt einen Livestream und auch Clipmyhorse überträgt aus Kanada.


Webseite mit Zeitplan Spruce Meadows


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