Großer Preis beim Turnier der Sieger in Münster an Gerrit Nieberg und IB Queen

Gerrit Nieberg zum Zweiten beim Münsteraner Heimspiel

Springen
Nach dem Championat sicherten sich Gerrit Nieberg und IB Queen auch den Großen Preis von Münster.
Foto: Johanna Milse Nach dem Championat sicherten sich Gerrit Nieberg und IB Queen auch den Großen Preis von Münster. Foto: Johanna Milse
Warum ein Highlight beim Heimspiel gewinnen, wenn man auch zwei haben kann? Nach ihrem gestrigen Erfolg im Championat beim Turnier der Sieger setzten Gerrit Nieberg und seine Kämpferin IB Queen heute im Großen Preis noch eins drauf.

Nur vier Paare hatten das Stechen um den Großen Preis beim Turnier der Sieger 2026 in Münster erreicht, zwei aus Deutschland, eines aus der Schweiz und eines aus Belgien. Gerrit Nieberg und IB Queen, die ja gestern schon im Championat gezeigt hatten, dass sie mehr als bereit waren, bei ihrem Haus- und Hofturnier in Münster alles zu geben, waren letztes Paar des Quartetts gegen die Uhr. Besser hätte es niemand choreografieren können.


Das Stechen


Den Anfang im Stechen machten die Schweizerin Nadja Peter Steiner und ihr zehn Jahre junger Comme il faut-Sohn Clearround Il Mondo. Der quirlige Schimmel hatte sich dieses Wochenende keinen einzigen Springfehler geleistet und beließ es auch im Stechen dabei. Dazu war der explosive Zangersheider Wallach mit 42,31 Sekunden auch richtig schnell.


Stefan Engbers und Baju NRW mussten ihren Traum vom Sieg nach Sprung drei begraben. Da fiel die erste Stange. Eine zweite gesellte sich am Aussprung der zweifachen Kombination hinzu Rang vier war ihm schon mal sicher.


Dann nahm Belgiens Koen Vereecke mit Merryweather vt Leeuwerikenhof den Parcours in Angriff. Es klapperte, aber die beiden hatten Glück. Vereecke riskierte zeitlich nicht alles, kam aber null und mit 43,29 Sekunden ins Ziel.


Nun kam es auf Gerrit Nieberg und IB Queen an. Die elfjährige Stute v. Quasimodo Z hat alle Erfahrungen mit Stechen, ist clever und vorsichtig. Und genau das demonstrierte sie heute auch – ebenso wie ihr Reiter, der nichts übertrieb, sondern ganz überlegt am letzten Hindernis die 0,14 Sekunden rausholte, die ihm am Ende den zweiten großen Sieg in Folge an diesem Wochenende bescherte. Nadja Peter Steiner wurde Zweite vor Koen Vereecke und Stefan Engbers.


Am Einritt fielen sich Pferdbesitzerin Karin Ernsting, Gerrits Chef und Turnierveranstalter Hendrik Snoek und seine Frau Johanna in die Arme. Das bei strahlendem Sonnenschein angereiste Publikum feierte die beiden mindestens ebenso begeistert.


Gerrit Nieberg kann mit diesem einen Haken hinter einem Punkt auf seiner Bucket List machen. „Das hier gewinnen zu können, das war sicherlich eines meiner Ziele. Ich habe es schon ein paar Mal versucht, aber nicht geschafft“, sagte er anschließend. „Dass mir das hier vor dem heimischen Publikum gelungen ist, war schon sehr besonders.“


Was IB Queen angeht, er setzt große Hoffnungen in sie: „IB Queen entwickelt sich fantastisch. Seit Ping Pong van de Lentamel nicht mehr bei mir ist, ist sie an seine Stelle gerückt, und ich bin zuversichtlich, dass sie diese Hufspuren ausfüllen kann.“


Weitere Ritte ohne Springfehler


Zwar waren nur die vier Stechteilnehmer ganz ohne Strafpunkte ins Ziel gekommen, es gab aber drei weitere, die nur Zeitfehler hatten: Salim Ahmed Al Suwaidi auf Flonflon und Humaid Abdulla Khalifa Al Muhairi mit Foncetti vd Heffinck, die beide die UAE Farben des Titelsponsors Al Shira’aa vertreten, sowie Maximilian Lill im Sattel von Casallco’s George PS.


Die schnellste Vier-Fehler-Runde drehten Sophie Hinners und Iron Dames Kaleni Jo, die damit noch Achte waren.


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


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