Sky gewinnt Dressurprüfung Kl. S beim Agravis Cup Oldenburg vor zwei weiteren Burg-Pokal Pferden

Aufeinandertreffen der Burg-Pokal Finalisten beim Agravis Cup in Oldenburg mit Sky an der Spitze

Dressur
Rolle Runde von Bianca Nowag-Aulenbrock und Sky heute in Oldenburg.
Foto: sportfotos-lafrentz.de Rolle Runde von Bianca Nowag-Aulenbrock und Sky heute in Oldenburg. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Es war "nur" eine Dressurprüfung Klasse S, die den Agravis Cup von Oldenburg 2026 eröffnet hat. Aber die hatte es in sich mit drei designierten Burg-Pokal Finalisten an der Spitze.

Die Halle war noch ziemlich leer, als die sieben- bis neunjährigen Nachwuchsdressurpferde heute Morgen um 7.45 Uhr den Agravis Cup von Oldenburg 2026 eröffneten. Schade eigentlich, denn da gab es einiges zu sehen. Zum Beispiel das vierte Paar, das um kurz nach 8 Uhr aufs Viereck ging: Bianca Nowag-Aulenbrock und der Hannoveraner Hengst Sky v. Sezuan. Der einstige Prämienhengst und Preisspitze des Hannoveraner Hengstmarkts aus dem Besitz des Guts Schönweide hat mit Nowag-Aulenbrock die richtige Reiterin als Nachfolgerin von Ann-Kathrin Lachemann gefunden, mit der er 2025 Bundeschampion der siebenjährigen Dressurpferde geworden war. Als Sky sich mit seiner neuen Reiterin in Balve für den Burg-Pokal qualifizierte, waren sie erst seit wenigen Wochen ein Paar. Inzwischen sind sie ein Team. Das begeisterte heute mit einer herrlich fließenden Trabtour bei schönster Anlehnung und einer ebenfalls sehr gelungenen Galopptour. Nur im Schritt hätte man sich etwas mehr Fleiß im starken und einen akzentuierteren Ablauf im versammelten Schritt gewünscht. Aber alles in allem eine wunderbare Vorstellung, die mit 75,427 Prozent bewertet wurde.


Platz zwei für Valerie


Sezuan stellte gleich zwei direkte Nachkommen und einen Enkel in dieser Prüfung. Dorothee Schneider, die Reiterin, die Sezuan selbst einst ausgebildet und zum dreifachen Weltmeister gemacht hat, stellte heute ein anderes Pferd aus dänischer Zucht vor: Die achtjährige Revolution-Tochter Valerie, die inzwischen „Famos Valerie“ heißt, damit man das Gestüt Famos als Besitzer erkennt. Schneider und Valerie sind seit einigen Monaten ein Team und gleich bei ihrem ersten Turnierstart in Görlitz konnten sie sich auf überzeugende Weise für den Nürnberger Burg-Pokal qualifizieren. Überzeugen konnten sie schon heute.


Auch hier: eine herrliche Trabtour mit schönem Seitenbild. Bei den zwei WM-Auftritten, die Valerie als Fünf- und Sechsjährige mit der damaligen Helgstrand-Stallreiterin Anne-Mette Strandby Hansen hatte, und bei denen sie jedesmal die Qualifikation gewann, um im Finale Rang vier zu belegen, hatte die Stute jeweils so viel Go und Zug, dass man innerlich immer „Brrr“ und „Hoooh“ sagte. Inzwischen hat sich ihre gewaltige Schubkraft auch in Tragkraft umgewandelt. In den Pirouetten, insbesondere der nach links, hätte sie noch etwas balancierter sein dürfen und die fliegenden Wechsel hätte man sich etwas losgelassener durch den Körper gewünscht. Aber alles in allem eine tolle Runde, die mit 74,786 Prozent belohnt wurde.


Burg-Pokal-Finalist und Sezuan-Erbe Nummer drei


Sezuan ist bekanntlich inzwischen Wallach. Schade eigentlich, denn die Prüfung heute in Oldenburg war Werbung für ihn als Vererber. Rang drei ging an einen Enkel, den Hannoveraner Hengst San to Alati FRH, der mit Secret den wichtigsten Sezuan-Stammhalter zum Vater hat. Nachdem der neunjährige Dunkelfuchs seine Grundausbildung von Stefanie Viehoff-Wolf erhalten hatte und mit ihr zweimal bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde am Start war, sitzt seit 2025 Besitzerin Bernadette Brune selbst in seinem Sattel. Letztes Jahr tasteten sie sich noch langsam vor in Klasse S. Dieses Jahr qualifizierten sie sich in Elmlohe für das Nürnberger Burg-Pokal Finale, so dass Brune nun mit zwei Pferden am letzten Adventswochenende in der Frankfurter Festhalle an den Start geht, mit San to Alati im Burg-Pokal und mit dem zehnjährigen Vaderland OLD – der für die Stars von Morgen ebenfalls in Oldenburg dabei ist – im Louisdor-Preis.


San to Alatis Frankfurt Generalprobe heute hat funktioniert. Der Hengst hat in den letzten Jahren an Kraft und damit Geschlossenheit und Abdruck gewonnen. Zudem ist der Hengst sehr ausbalanciert und dadurch auch lektionssicher – bis auf ein Versehen beim letzten der drei Viererwechsel. Gelungen war zum Beispiel auch die Schritttour, im starken wie im versammelten Schritt. Mit 72,520 Prozent wurde es Rang drei für das Duo aus Westerstede.


Ex „Burg-Pokaler“ auf Rang vier


Hinter den drei designierten Burg-Pokal Pferden an der Spitze reihte sich a vierter Stelle ein Finalist des Vorjahres ein, der ebenfalls neunjährige Westfale Voller Emotionen v. Vitalis unter Stella Charlott Roth. Beim Finale in Frankfurt im letzten Jahr saß noch Stellas einstige Ausbilderin Dorothee Schneider im Sattel, weil Stella ihr erstes Kind erwartete. Nun ist das Kind auf der Welt und sie sitzt wieder selbst im Sattel – heute für einen starken vierten Platz im hochkarätigen Starterfeld mit 71,5 Prozent.


Ponys in Klasse S und höher sind im Kommen. Nachdem auf Gut Ising Steendieks Derrick das Finale Süd der Derby Stars von Morgen gewann, geht in der Youngster Tour des Agravis Cup der bildschöne Palomino-Hengst Dream Date an den Start. Danica Duen hat den neunjährigen Hengst v. Dating AT NRW von der ersten Reitpferdeprüfung bis zur Klasse M** erfolgreich präsentiert. Seit diesem Jahr sitzt Carina Scholz im Sattel und das, was die beiden heute in Oldenburg zeigten, wusste zu gefallen. Mit 71,330 Prozent waren sie allerdings einen raus aus der Platzierung.


Alle Ergebnisse aus Oldenburg finden Sie hier.


Anzeige

Ähnliche Beiträge

Erster S***-Start, erste Schleife für Burg-Pokal Sechsten Zuperman OLD
Erster S***-Start, erste Schleife für Burg-Pokal Sechsten Zuperman OLD Zum Artikel
Zonik Plus vor Viva Gold OLD im Grand Prix von Lyon
Zonik Plus vor Viva Gold OLD im Grand Prix von Lyon Zum Artikel
Boaventura Freire – von Luhmühlen zurück nach Lusitanien
Boaventura Freire – von Luhmühlen zurück nach Lusitanien Zum Artikel
WP Wehrmann Publishing