Elmlohe: Bernadette Brune und San to Alati qualifiziert für Finale im Nürnberger Burg-Pokal
Bernadette Brune und San to Alati fahren von Elmlohe zum Nürnberger Burg-Pokal
Bernadette Brune und San to Alati, hier in Hagen bei Horses & Dreams 2026 (Archivfoto). Foto: sportfotos-lafrentz.de Bernadette Brune und San to Alati FRH haben sich in Elmlohe ihren Startplatz im Finale des Nürnberger Burg-Pokal 2026 gesichert. Der Hannoveraner Dunkelfuchs begann stark mit einer Trabtour, über der die Überschrift Schmelz und Elastizität stand. Im Schritt kam der Secret-Sohn gut zum Schreiten. Im versammelten Schritt zeigte sich ausbalanciert und taktsicher. Die erste Schrittpirouette war naehzu lehrbuchreif, in der zweiten wich der Hengst kurz aus.
San to Alati – so elastisch
Besonders bemerkenswert: In der gesamten Aufgabe schlug der Hengst kaum ein einziges Mal mit dem Schweif. In der Galopppirouette nach rechts, die noch etwas mehr Biegung vertragen hätte, machte sich der Hannoveraner einmal kurz fest im Rücken. Die Linkspirouette war flüssiger,dafür etwas größer angelegt. Einen Wechsel zwischen den beiden Traversalverschiebungen im Galopp schien der Hengst seiner Reiterin „zu klauen“, der war damit etwas vor dem Punkt. In den Serienwechseln zu vier Sprüngen blieb das Pferd gerade im Körper. Man hätte ihn sich aber etwas sicherer auf der Linie gewünscht.
Für einen Bruchteil eines Galoppsprungs drohte San to Alati an der kurzen Seite im Galopp auszufallen, war aber schnell wieder bei seiner Reiterin. Die Dreierwechsel waren dann gerade, dynamisch und sicher auf der Linie. Auch eine der Kern- und gleichzeitig Angstlektionen der Aufgabe, das Halten auf der Mittellinie mit anschließendem Rückwärtsrichten und anreiten im Mitteltrab gelang dem Paar äußerst sicher und durchlässig. Mit 74,415 Prozent sicherte sich Bernadette Brune mit diesem Ritt den Sieg in Elmlohe und den Startplatz im Finale.
Haases Highlights
Die Zweitplatzierte Franziska Haase stellte ihren Alissimo v. Asgard’s Ibiza frisch und schwungvoll vor. Highlights hatte die Vorstellung gleich mehrere aufzuweisen. Die fließenden, gut kreuzenden Trabtraversalen, die Galopppirouetten, die sicheren und schnurgerade gesprungenen Serienwechsel zu vier beziehungsweise drei Galoppsprüngen … Ein Ritt, der bei einem weniger starken Starterfeld – in Elmlohe waren einige Highpotentials am Start –, sicher auch eine goldene Schleife verdient hätte (73,951). Das gilt eigentlich auch für das Paar auf Platz drei: Laura Strobel und Füchtels Highlight OLD v. Floriscount, die drei Punkte hinter Haase rangierte. Die schwungvollen Gangarten dynamisch herausgearbeitet, im Geradeaus wie in den Seitengängen, die technischen Lektionen präzise dargestellt (73,805).
Schneider und First Romance: 74,2 Prozent
Um First Romance war es längere Zeit etwas still geworden. Jetzt ist der Baden-Württemberger wieder da. Mit Dorothee Schneider gewann er souverän den Grand Prix Special (74,235). Ein Wechselwürmchen in den 15 Einerwechseln verhinderte eine - noch - höhere Note. Das Paar war auch schon in Kranichstein bei der Ehrenrunde vorn galoppiert. Noch ein Fürst Romancier-Sohn, Fürst Enno, wurde unter Juliane Brunkhorst Zweiter (72,569).
Piaff-Förderpreis an Pia-Carlotta Gagel
Ähnlich souverän setzte sich Pia-Carlotta Gagel im Piaff Förderpreis von der Konkurrenz ab. Ihr Riccio zeigte die mit Abstand besten Piaffen der Prüfungen mit teilweise sehr fließenden Übergängen in die Passage. Auch die Zweierwechsel waren ein Höhepunkt der Vorstellung. Der Lohn: 72,737 Prozent und ein klarer Sieg.
Mit dem Totilas-Sohn Triple A konnte Elisabeth von Wulffen Zweite werden. 71,658 erzielte das Paar. Im Sattel von Vis a vis kam die U25-Mannschaftseuropameisterin von 2025 auf Rang drei (71,184).