Neues Pferd aus England für Michael Jung

Vier-Sterne-platzierter Finalist der WM junge Vielseitigkeitspferde für Michael Jung

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Michael Jung. 
Foto: sportfotos-lafrentz.de Michael Jung. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Michael Jung hat ein neues Pferd. Das passiert häufiger. Aber diesmal sieht es nach einem potenziellen Kandidaten für LA aus.

Derzeit fehlt Michael Jung noch ein Pferd vom Format Chipmunks, um seine Titel in den kommenden Jahren verteidigen zu können. Erst recht, nachdem er den als “Road2LA” Kandidaten gehandelten Dzoker verkauft hat. Das hat sich möglicherweise nun geändert. Wie die Britin Fiona Kashel auf Facebook mitteilt, wurde ihr zehnjähriger Schimmel Monbeg Cazador für Michael Jung angekauft.


Über Monbeg Cazador


Monbeg Cazador ist ein irisches Sportpferd, über den 1,50 Meter erfolgreichen Cazador LS ein Casall-Enkel. Das Cor de la Bryère-Blut auf der Vaterseite verbindet sich über Muttervater Chameur (sic!) mit Capitol I-Blut und den irischen Zuchtheroen Clover Hill und King of Diamonds  auf der Mutterseite. Das alles basierend auf einem Vollblutstamm, der auch schon bis 1,60 Meter erfolgreiche Springpferde hervorgebracht hat.


Ersonnen wurde die Anpaarung von der irischen Olympiareiterin Marion Hughes, die als Züchterin noch erfolgreicher ist als als Sportlerin. Meistens züchtet sie Springpferde, erkennbar am Kürzel HHS. Monbeg Cazador ist zwar Vielseitigkeitspferd, aber dass seine Züchterin Ahnung vom Springsport hat, kommt auch bei ihm durch.


Mit zwölf Starts sehr dosiert eingesetzt seit seinem ersten CCI im Jahr 2022, hat der Schimmel sich im Parcours nicht einen (!) Hindernisfehler geleistet. Und das von CCI2*- bis CCI4*-L Niveau. Siebenjährig nahmen Fiona Kashel und Monbeg Cazador an den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde teil. Achtjährig hatten sie ihren ersten Auftritt beim CCI4*-S für acht- und neunjährige Nachwuchspferde in Blenheim, einer wichtigen Standortbestimmung. 2024 belegten sie Rang 13, 2025 Rang fünf.


Ihr letzter Start war der CCIO4*-L in Boekelo, wo sie im Gelände nur 0,4 Zeitfehler hatten. Allerdings löste unterwegs ein MIM aus, so dass sie mit elf zusätzlichen Strafpunkten bedacht wurden. Das ändert aber nichts am Talent von Monbeg Cazador.


Fiona Kassel auf Social Media: “Gestern war ein trauriger, aber aufregender Tag, an dem wie Monbeg Cazador aka “Perfect Penguin” verabschiedet haben. Es war ein absolutes Vergnügen, ihn zu reiten und auszubilden und ich bin überglücklich, dass er für Michael Jung erworben wurde, um mit ihm die nächsten Championate zu bestreiten. Er hat alles, was es braucht, um auf höchstem Niveau zu siegen, und ich kann es nicht erwarten, die beiden zusammen zu erleben. Ich wünsche ihnen allen Erfolg und alles Glück für die Zukunft.”


Team Jung und andere erfolgreich in Kronenberg


Möglicherweise trafen der Transporter mit Monbeg Cazador und Michael Jung gleichzeitig in Horb ein, der eine aus England, Team Jung aus den Niederlanden, wo das Pferdesportzentrum Peelbergen am Wochenende Schauplatz eines bis CCI4*-S ausgeschriebenen Vielseitigkeitswochenendes war.


Michael Jung gewann den CCI1*-Intro auf dem zehnjährigen polnischen Wallach Safran. Jungs erster Stalljockey Sven Lux ritt die elfjährige KWPN-Stute Kim la Sina (v. Carrera VDL) in der zweiten Abteilung des CCI2*-S mit Dressurergebnis zum Sieg.


Im CCI3*-S wurde Weltmeister Jung mit dem achtjährigen Hannoveraner Diacontinus-Sohn Perseverance Sheer Magig nach sechs Zeitstrafpunkten im Gelände Zwölfter. Der Sieg ging hier an Lara de Liedekerke-Meier auf dem Hannoveraner Herald-Sohn FRH Helios. Bestes deutsches Paar waren Libussa Lübbeke und ihre Zukunftshoffnung Daroca de Rioja FRH, ebenfalls hannoversch eingetragen, ebenfalls von Diacontinus abstammend und erst siebenjährig. Nach der Dressur und Springen lagen die beiden in Führung. Im Gelände kamen 6,4 Zeitstrafpunkte hinzu, was letztlich Rang fünf war.


Der eingangs bereits erwähnte Dzoker von Michael Jung war in der Prüfung ebenfalls am Start. Mit seiner neuen Reiterin Catharina Dannemann belegte er einen tollen zehnten Platz hinter Kaya Thomsen mit Caruso JH und Arne Bergendahl im Sattel von Cliemann und vor dem EM-Paar Isabella von Roeder und Bob sowie Dzokers Ausbilder Michael Jung.


Der CCI4*-S wurde zur Beute des bei Maxime Livio in Frankreich trainierenden Thailänders Korntawat Samran auf Feliz Am’or. Die beiden schafften es, das 2024er Luhmühlen-Siegerpaar Lara de Liedekerke-Meier und Hooney d’Arville hinter sich zu lassen. Mit Kiarado d’Arville hatte Belgiens Nummer eins im Busch ein zweites Eisen im Feuer, das sie auf Rang vier ritt, verdrängt nur von ihrer Landsfrau Senne Vervaecke im Sattel von Google van Alsingen.


 


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