Ehepaar Price dominiert CCI5*-L von Pau nach Gelände
Vorjahressieger Tim Price und Jarillo erneut in Führung nach Cross in Pau
Wer kann, der kann: Tim Price und Jarillo – auf dem Foto unterwegs in Aachen – führen nach 2025 das Feld erneut an beim CCI5*-L in Pau.
Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de Für ihren Auftritt im Viereck hatten die Vorjahressieger Tim Price und Jarillo 25,7 Minuspunkte erhalten und waren damit zweitbestes Paar. Noch vor ihnen rangierten Emily King und ihr erfahrener Valmy Biats, die Zweitplatzierten von Luhmühlen. Doch dass das heutige Gelände die Karten neu mischen würde, hatten die Reiter schon gestern gegenüber den Kollegen von Horse & Hound prophezeit. Jedes Hindernis sei ein “Headscratcher”, also eines, bei dem man sich nachdenklich am Kopf kratzt, wie diese Frage wohl am besten zu beantworten sei. Von den 49 Paaren, die sich heute aufmachten, um das Rätsel zu lösen, blieben 16 die Antwort schuldig. Neun schieden aus, alle wegen Stürzen, nicht nur an den Sprüngen, sondern auch dazwischen, sieben gaben auf. Zu letzteren gehörten auch Emily King und Valmy Biats, die bis Hindernis 24 (von 31) kamen, wo die Britin dann die Hand hob. In der Zeit schaffte es niemand ins Ziel.
Die Rangierung nach dem Cross
Tim Price und der zwölfjährige Dantos-Sohn Jarillo waren vorletztes Paar. Nachdem King ausgeschieden war, war der Weg für die beiden frei und sie ließen nichts anbrennen. Mit einem Ritt ohne Hindernis- und nur 5,2 Zeitfehlern eroberten sie die Führung. 30,9 Minuspunkte haben sie vor dem morgigen Springen auf dem Konto.
Keinen Springfehler dahinter hat sich die Britin Bubby Upton im Sattel ihres elfjährigen Its Cooley Time mit 32,9 Minuspunkten in die Verfolgerposition manövriert. Uptons irischer Schimmel hatte 29,3 Minuspunkte von den Richtern auf dem Viereck erhalten. Das war Platz acht. Heute im Gelände waren sie in ihrem Element, lieferten mit nur 3,6 Zeitfehlern die zweitschnellste Runde im Cross und arbeiteten sich so auf Platz zwei vor mit 32,9 Minuspunkten.
Eine ähnliche Aufholjagd gelang Jonelle Price mit Senor Crocodillo. Der zwölfjährige Holsteiner Connor-Sohn war mit 29,8 Minuspunkten auf dem Konto ins Gelände gestartet und kam mit 34,6 ins Ziel, ein Satz von Rang elf auf drei.
Die schnellste Runde im Gelände gelang dem Weltlranglisten-Ersten Tim Price und Happy Boy, seinem 14-jährigen KWPN-Wallach v. Indoctro. Mit nur 3,2 Zeitfehlern katapultierten die beiden sich von Platz 16 nach der Dressur (32,7) auf Platz vier (35,9) vor dem morgigen Springen.
Komplettiert werden die Top fünf durch den britischen Meister im Sattel, Mannschaftsweltmeister Tom McEwen auf dem neun Jahre jungen Holsteiner Wallach Quintus v. Quibery. Die beiden hatten in der Dressur des ersten Fünf-Sterne-Events für den Wallach stark vorgelegt: Platz vier mit 28,6 Minuspunkten. Heute ging es McEwen sicherlich auch darum, dem Braunen in seinem ersten 5*-Cross Vertrauen zu geben. So kamen die beiden ohne Hindernis-, aber mit acht Zeitfehlern ins Ziel und büßten einen Platz ein.
Tod eines Pferdes
Unter den Paaren, die das Gelände in Pau nicht beendet haben, waren auch Luc Chateau und der zwölfjährige Ego des Cabanes. Der Wallach trat unglücklich gegen das Hindernis 9B. Dabei hat er sich laut Reitturniere.de unter Berufung auf eine Mitteilung der Veranstalter eine schwere Verletzung zugezogen. Der Reiter sei sofort abgestiegen. Die Verletzung hat sich als so gravierend herausgestellt, dass Ego des Cabanes eingeschläfert werden musste.
Deutsche Starter sind dieses Jahr in Pau nicht am Start. Alle Ergebnisse finden Sie hier.