Neuer Modus bei Weltmeisterschaft junger Springpferde: Optimum Zeit und niedrigere Hindernisse für fünf- und sechsjährige Springpferde

Es wird niedriger bei der WM junger Springpferde

Show Jumping
Christian Ahlmann 2025 in Lanaken im Rahmen der WM junger Springpferde mit Untouched, der mittlerweile schon in Aachen gegen seinen Vater United Touch S angetreten ist. Foto: sportfotos-lafrentz.de Christian Ahlmann 2025 in Lanaken im Rahmen der WM junger Springpferde mit Untouched, der mittlerweile schon in Aachen gegen seinen Vater United Touch S angetreten ist. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Die Weltmeisterschaft junger Springpferde wird alljährlich im belgischen Gestüt Zangersheide in Lanaken durchgeführt. In diesem Jahr müssen die Fünf- und Sechsjährigen dort nicht mehr so hoch springen wie bislang. Das ist eine weitere Änderung des Reglements in diesem Jahr.

Wer bei der Weltmeisterschaft der Jungen Springpferde erfolgreich sein will, der muss nicht mehr so schnell sein wie in den Vorjahren. Anfang Mai war bekanntgegeben worden, dass fortan nicht mehr die schnellste Zeit den Ausschlag geben soll. Vielmehr gilt es nun mit den Fünfjährigen, so dicht wie möglich an eine definierte Optimalzeit heranzukommen. Damit soll verhindert werden, dass die fünfjährigen Pferde übermäßig im Rennen gegen die Uhr strapaziert werden.


Judy Ann Melchior, Gastgeberin der WM und Lebensgefährtin von Christian Ahlmann, bevorzugt Bemühungen fürs Pferdewohl, mahnt aber auch an, dass der Wettkampfcharakter nicht verschwinden dürfe. Es ginge darum, extrem schnelles Ritte zu vermeiden.


Bitte tiefer fliegen


Nun wurde eine weitere Veränderung des Modus veröffentlicht von der Weltzuchtverbands-Vereinigung (World Breeding Federation for Sport Horses, WBFSH) und der FEI: In der Altersklasse der Fünfjährigen sind die Hindernisse in den Qualifikationsspringen nun nur noch 1,20 Meter hoch statt bislang 1,25 Meter.


In zwei Qualifikationen geht es nicht gegen die Uhr. Im ersten Umlauf des Finals stehen 1,25 Meter hohe Sprünge (früher 1,30 Meter). Alle Nullfehlerritte starten im zweiten Umlauf, wieder über 1,25 Meter, in dem es gilt, die „Optimum Time“ zu treffen.


Auch die Sechsjährigen müssen niedriger springen


Die Sechsjährigen starten über 1,30 Meter (früher 1,35 Meter) in einem Zwei-Phasen-Springen auf Zeit. In der zweiten Qualifikation geht es wie eh und je über einen 1,35 Meter-Kurs gegen die Uhr.


Weltmeister wird, wer im Finale über 1,35 Meter (früher 1,40 Meter) im Umlauf das Stechen erreicht. Dort entscheiden Fehler und Zeit über den Titel.


Die Entscheidung bei den Siebenjährigen fällt nach demselben Schema, nur das, wie bisher auch, Hindernisse von 1,40 Meter Höhe zu überwinden sind.


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