Martin Fuchs gewinnt EQUITA MASTERS von Lyon
Lyon: Erster CSI5*, erster Sieg für Martin Fuchs und seinen Neuzugang mit WM-Erfahrung
Fave d'Authuit, Martin Fuchs' Neuer, hier noch mit seiner vorherigen Reiterin Erynn Ballard beim tsCHIO Aachen im Mai 2026
Foto: Archiv sportfotos-lafrentz.de Ein 1,60 Meter-Springen mit zwei Umläufen, an dessen Ende auf den Sieger gut 26.000 Euro warteten – das war die Aufgabe der EQUITA MASTERS Abend beim Weltcup-Turnier in Lyon. 21 Paare machten sich ans Werk, nur drei schafften den ersten Umlauf ohne Abwurf. Die elf besten waren startberechtigt im zweiten Umlauf. Eine zweite Nullrunde glückte keinem.
Sieg für Fuchs und seinen Neuen
Am besten wurden noch Martin Fuchs und sein besonderer Neuzugang fertig mit den Anforderungen, die Santiago Varela sich ausgedacht hatte. Fuchs’ neues Pferd ist wie sein einstiger Erfolgsparther Clooney ein Schimmel v. Cornet Obolensky, allerdings nicht aus westfälischer, sondern aus französischer Zucht. Der Name des elfjährigen Wallachs: Fave d’Authuit. Wem das bekannt vorkommt – im August sprang Fave d’Authuit bei der WM in Aachen, damals noch unter dem Sattel der Kanadierin Erynn Ballard. Die beiden endeten unter “ferner liefen”, aber die Auftritte blieben dennoch nicht unbemerkt. Seit Ende August gehört Fave d’Authuit Martin Fuchs. Lyon ist ihr erstes Fünf-Sterne-Turnier. Der heutige Tag dürfte Fuchs optimistisch für die Zukunft stimmen. In Runde eins gehörten sie zu den drei Nullrunden. Im zweiten Umlauf blieb es bei einem Zeitfehler. Das schaffte keiner besser und so war ihnen der Sieg sicher.
Leprevost mit 5*-Debütant
Eine wichtige Platzierung war der zweite Platz für Frankreichs Penélope Leprevost. Die Mannschaftsolympiasiegerin von 2016 stellt den neun Jahre jungen Selle Français-Hengst Hileklaire Un Prince erstmals in Lyon bei einem CSI5* vor. Sie hat ihn seit 2024 unter dem Sattel und ihn über die Youngster Tour an den großen Sport herangeführt. Das heute war wohl seine bislang größte Herausforderung und er hat sie mit Bravour gemeistert – kein Abwurf, nur drei Zeitfehler, einer im ersten, zwei im zweiten Umlauf.
Auch erst neunjährig, aber schon erfahrener auf großem Parkett ist der Zangersheider Hengst Clooney Van Spalbeek Z, der unter dem Iren Mark McAuley geht. Auch die beiden hatten drei Zeitfehler, allerdings konzentriert auf den zweiten Umlauf. Im ersten gehörten sie zu den Nullern. Dass sie in Runde zwei langsamer waren als Leprevost, bedeutete trotz Fehlergleichheit Rang drei.
Deußer einziger Deutscher
Der einzige deutsche Reiter, der sich die EQUITA MASTERS vorgenommen hatte, war Daniel Deußer. Und auch er ritt ein Pferd, mit dem er erst seit kurzem ein Team bildet: den 13-jährigen belgischen Wallach Navarro van het Eelshof. Der war bis vor kurzem noch mit Rik Hemeryck im Sattel für Belgien im Einsatz. Zusammen waren sie beispielsweise siegreich in einem Rahmenspringen in Stuttgart 2025. Mit Daniel Deußer hat der Wallach drei Turniere bestritten und sprang in kleineren Prüfungen. In Valkenswaard waren sie einmal siegreich über 1,45 Meter. Heute hatten sie im ersten Umlauf einen Abwurf, waren aber schnell genug für die Top elf und kamen hier fehlerfrei ins Ziel – Platz sechs im ersten 1,60 Meter-Springen.
Zwischen Deußer und die Top drei schoben sich Julien Epaillard und Fini l’Amour (4/0) – seit September mit dem Franzosen im Turniereinsatz – sowie Steve Guerdat mit Lancelotta (4/0).
Alle Ergebnisse finden Sie hier.
