Hallox, ein Westfale von Hickstead Blue aus einer Cornet Fever-Mutter kam bei Norbert Heubrock zur Welt. Unter Sina Brügger setzte sich der Dunkelschimmel mit dem mehr als souveränen Abstand von einer ganzen(!) Wertnote an die Spitze des Feldes. Zwölf Pferde hatten sich für das Finale qualifiziert, sieben beendeten die Prüfung nur. Für Hallox zog das Richterkollegium in den Kategorien Galoppade, Springen (Multiplikator 2) und Rittigkeit eine 9,0. Für den Gesamteindruck sogar eine 9,5. Das machte unterm Strich 9,1 Punkte und den Titel.
„Stabiler Körper“
In der Begründung hieß es, Hallox sei ein „sehr interessantes Vielseitigkeitspferd, immer in stabiler Körperhaltung“. Dass der Wallach mehrfach recht dicht an die Sprünge auf der Geländestrecke gekommen war, floss ebenfalls in die Note ein. Es war, „zwei-, dreimal in der Distanz etwas eng“ geworden, „aber das hat das Pferd aus seinem stabilen Körper heraus gut gelöst“.
Clarimo-Festival
Mit einer 8,1 auf Rang zwei landete die bei Max Herrmann Johannsen gezogene Luci, eine Tochter des Clarimo aus einer Lord Z-Mutter. Der Holsteiner Clarimo feierte mit seinen Nachkommen ein gutes Bundeschampionat. Er stellte den
Bundeschampion der siebenjährigen Springpferde, Clarimero sowie bei den fünfjährigen Vielseitigkeitspferden den von
Julia Krajewski vorgestellten Carbolin, der es auch aufs Podium geschafft hatte. Luci wurde von Carlota Jade Korang Seitz vorgestellt. Die Noten: 8/8,5/7,5/8,0 und damit eben die Endnote von 8,1. Ein Zehntel dahinter rangierte der bei Monika und Carsten Tech gezogene Equitech’s Diacello, ein Hannoveraner von Diamant de Plasir aus einer Rabino-Mutter. Jandrik, Markus Tech hatte den Wallach ins Finale geritten. Das Paar erhielt in allen Kategorien eine 8,0, ein rundherum „gutes“ Ergebnis, was ihm die Bronzemedaille bescherte.
Die Conthargos-Tochter Cinzia C, die bei der Zuchtgemeinschaft Hertwig zur Welt gekommen und beim Springpferdezuchtverband Oldenburg International registriert ist, wurde von Pietro Grandis in Warendorf vorgestellt. Bei ihr ergab sich ein ähnliches Notenbild wie bei Diacello. Nur im Springen gab es keine Acht, sondern lediglich die 7,5, sodass die Stute auf Platz vier mit einer 7,8 landete. Und das gleichauf mit dem Holsteiner Wallach Djogi, einem Sohn des Diego de Semilly aus einer Corrado-Mutter aus der Zucht von Jan Poggendorf. Eric Bramefelt, ein Schwede, der für den RuFV Großenwiehe startet, saß im Sattel.
Robiné nach Videobeweis raus
Nicht so gut lief es für eines der Top-Favoritenpaare. Jérôme Robiné und die Hannoveranerstute Die Elli, im letzten Jahr bereits auf dem Treppchen beim Bundeschampionat, zeigten eine überzeugende Runde. Rythmisches Galoppieren, gute Reflexe am Sprung, ein Pferd, das immer mitdenkt. Nur im Wasser dachte die Stute: Warum soll ich ein Hindernis springen, das mir in den Weg geräumt wird, wenn ich links dran vorbeispringen kann? Zunächst hatten die Richter noch diskutiert, beziehungsweise die „Missed Flag“, die eigentlich ziemlich offensichtlich war, nicht als solche erkannt. Das Pferd sprang aber deutlich zu weit links. Nur ein geringer Teil der rechten Körperhälfte überwand überhaupt das Hindernis, so dass die Diacontinus-Escudo-Tochter nach Abschluss der Runde ausscheiden musste. Bis dahin gab es immerhin drei Neunen, für die Galoppade, die Rittigkeit und den Gesamteindruck.