Derbysiegerin-Enkel Clarimero ist Bundeschampion der siebenjährigen Springpferde

Zucht
Clarimo v. Clearway, hier unter Rolf Göran Bengtsson, ist der Vater des Bundeschampions der Siebenjährigen 2026, Clarimero. Foto. sportfotos-lafrentz.de Clarimo v. Clearway, hier unter Rolf Göran Bengtsson, ist der Vater des Bundeschampions der Siebenjährigen 2026, Clarimero. Foto. sportfotos-lafrentz.de
Es war im Wesentlichen ein Duell zwischen den Zuchtverbänden Holstein und Springpferdezuchtverband Oldenburg International. Am Ende ging der Sieg im Bundeschampionat der siebenjährigen Springpferde an den Holsteiner Clarimero. Er ist Vertreter einer berühmten Dynastie.

Wer sich in Holstein auskennt, der wird beim „Stamm 3615“ wissend nicken. Wer sich für Springpferdezucht und -sport interessiert, der weiß, wenn von Zera v. Cero und Fein Cera v. Landadel die Rede ist, dann sind die Siegerin im Deutschen Spring-Derby und die „Weltmeisterin der Pferde“ von Jerez 2002 und Mannschaftsolympiasiegerin von Athen 2004 gemeint. Und dahinter steht der seit Generationen bei der Familie Thormählen in Kollmar unweit von Elmshorn gepflegte Stamm, der schon viele international erfolgreiche Springpferde hervorgebracht hat.


Clarimero: Bundeschampion aus berühmtem Stamm


Dabei sieht es so aus, als gäbe es einen nächsten, der sich der Familientradition verpflichtet fühlt: Clarimero v. Clarimo-Catoki (Z.: Bettina Friemel). Unter Alexander Schill aus dem baden-württembergischen Ichenheim galoppierte der Schimmel in Warendorf zum Titel der siebenjährigen Springpferde. 39,4 Sekunden brauchte das Paar und war damit schneller als die bis dahin gültige Bestmarke von 39,84 Sekunden. Die hatte Mannschaftsweltmeisterin Sophie Hinners im Sattel des OS-Wallachs Ubiko v. Uriko-Quality (Z.: Ingo Klassen) zum Auftakt des Stechens gesetzt.


Auch die Bronzemedaille ging an den Springpferdezuchtverband Oldenburg-International: Mit Marvin Jüngel war in diesem Fall ein zweibeiniger Derbysieger im Sattel aktiv. Er ritt den gekörten Dr. Don, einen Sohn von Harrie Smolders‘ Erfolgshengst Don VHP Z (Z.: ZG E. u. L Scholl). Die beiden waren die Zweitschnellsten, hatten aber einen Abwurf.


Statistik


Sieben Pferde waren ins Stechen gekommen, 32 Pferde waren gestartet. Am stärksten war der Springpferdezuchtverband Oldenburg-International vertreten (11). Acht Holsteiner, sieben Westfalen sowie vier Hannoveraner und jeweils ein Pferd aus dem DSP und dem Rheinland komplettierten das Starterfeld.


Drei Pferde unter den Top Ten gingen auf den Franzosen Hors la Loi zurück, dessen Linie über die Niederlande und den Hengst Untouchable den Anfangsbuchstaben U nach Holstein und Westfalen gebracht hat.


Ergebnisse


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