Newsletter Editorial 10. August 2026: Promi-Richten in Verden oder was die WM Junger Dressurpferde mit Lewis Hamilton zu tun hat
Nachlese WM Junge Dressurpferde: Promi Judging oder Lewis Hamilton und ein Auto mit drei Reifen
Der Newsletter auf EQUI PAGES. Immer aktuell. Immer montags. Immer wissen, was Sache ist. Foto: sportfotos-lafrentz.de Jeden Montag macht sich Jan Tönjes im EQUI PAGES-Newsletter seine Gedanken über aktuelle Geschehnisse und kommentiert diese. Hier das Editorial vom 10. August 2026.
Lust auf ein kleines Spiel? Man stelle sich vor – ein wunderschönes Auto, hochpoliert, Ledersitze, Klimaanlage, alles, was das Herz begehrt. Nur beim Losfahren stellt man fest: Geht nicht, ein Reifen fehlt. Gerade als sie sich an Sachverständige wenden wollen, steigt ein Super-Autofahrer aus dem Auto, beispielsweise Lewis Hamilton. Sie wollen gerade der Sachverständigen-Truppe die Frage stellen, was sie von dem Auto mit diesem offensichtlichen Problem halten, da hören Sie das Grüppchen, das Lewis Hamilton mit glänzenden Augen hinterherstarrt, sagen: „Ein super Auto, nahezu perfekt“.
Der Gesamteindruck/ die Perspektive
Aber“, wollen Sie gerade einwenden, „das ist zwar schön und Lewis Hamilton hat gerade dringesessen, aber da fehlt doch etwas ganz Entscheidendes!“
Klingt komisch?
Genauso aber war es in Verden bei der Weltmeisterschaft der Jungen Pferde, bei der einmal mehr bei den Big Names nicht auf das Pferd (das, so sollte man meinen, ja Gegenstand der Beurteilung sein sollte bei der WM Junger Pferde), sondern auf den Namen der im Sattel Agierenden geschaut wurde. Die Konsequenz: elementare Schwächen in einer Grundgangart wurden zwar niedriger, aber immer noch viel zu hoch beurteilt. Und obendrein gab es dann trotz der Schwäche eine richtig hohe Note für „Perspektive“. Um beim Auto zu bleiben: Wenn der vierte Reifen mal da ist, dann läuft es doch, könnten die Sachverstänidgen argumentieren. Also eine grandiose Perspektive!
Was aber, wenn der Reifen einfach nicht im Lieferumfang enthalten ist? Welche Perspektive hat man dann? ADAC? Der hilft – aber nicht im Dressurviereck, wenn der Takt, die Grundlage der Skala der Ausbildung, einfach nicht da ist.
Promi Judging – im Jahr 2026 hoffte man, dass damit endlich mal Schluss ist. Ist es aber nicht. Man kann nur hoffen, dass das bei der Weltmeisterschaft in Aachen nicht der Fall sein wird. Es können spannende, enge Entscheidungen werden. Hoffentlich so, wie es sein soll: Unabhängig davon, wer im Sattel sitzt, wird das nach den Vorgaben der klassischen Dressurausbildung am besten präsentierte Pferd siegen.
Noch kann man davon träumen. Übermorgen wissen wir mehr, da werden die ersten Medaillen in Aachen vergeben, die Mannschaftsentscheidung der Dressur.
Das Special zur Weltmeisterschaft
Apropos: Während der WM, also in den kommenden zwei Wochen kommt unser EQUI PAGES Newsletter täglich morgens. Mit Updates, mit dem was am Tag ansteht und was am Vortag so alles geschehen ist. Wer jemanden kennt, der das noch nicht weiß, aber sicherlich Freude haben wird, morgens zu wissen, was sonst noch so alles geschehen ist: Hier ist der Link zur Newsletter-Anmeldung
Wer Fragen hat – wir sind vor Ort, gerne per Mail oder über die Sozialen Medien uns kontaktieren. Wir sind gespannt, was von besonderem Interesse ist!
Übrigens: Viele neue Biografien von Reitern und Pferden haben wir als Hintergrundinfo in den vergangenen Tagen noch verfasst. Einfach mal reinschauen – oder war jedem klar, dass Marcus Ehning ab Dienstag kommender Woche das siebte Mal bei einer Weltmeisterschaft am Start sein wird?
In diesem Sinne, beste Grüße und bis Morgen – denn der EQUI PAGES Newsletter kommt während der Weltmeisterschaften täglich aus Aachen. Morgens wissen, was ansteht!
Jan Tönjes
jan.toenjes@equi-pages.de
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Dieser Text wurde erstmals am 10. August 2026 veröffentlicht.
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