Nationenpreis Fahren Rastede: Deutsches Team wird Vierter und zeigt Schwächen im Marathon

Nationenpreis Fahren in Rastede: Anna Sandmann beste Deutsche, Team GER Vierter

Beste Deutsche beim Nationenpreis der Vierspänner in Rastede war Anna Sandmann. Foto: LoK Beste Deutsche beim Nationenpreis der Vierspänner in Rastede war Anna Sandmann. Foto: LoK
Nicht ganz auf dem Podium landeten die deutschen Fahrerinnen und Fahrer beim Nationenpreis, der 2026 in Rastede statt in Aachen ausgetragen wurde. Am besten lief es aus deutscher Sicht für Anna Sandmann. Fazit des Bundestrainers vor der WM: Marathon muss besser werden.

Mit Rang vier hat das deutsche Team den Nationenpreis der Vierspänner beim Oldenburger Landesturnier in Rastede beendet. Mareike Meier sowie Anna und Christoph Sandmann kamen auf insgesamt 280,57 Strafpunkte. Der Sieg ging an Belgien (271,60) vor Australien (272,12) und den Niederlanden (278,10). Der Nationenpreis wurde in diesem Jahr wegen der Weltmeisterschaft im August von Aachen nach Rastede verlegt.


Marathon lief nicht optimal


Bundestrainer Karl-Heinz Geiger zog ein gemischtes Fazit: „Wir hätten natürlich gern auf dem Treppchen gestanden, aber die Ergebnisse aus dem Gelände haben das verhindert. Die Dressur lief ausgesprochen gut, das Kegelfahren war auch okay, aber der Marathon war nicht optimal, da müssen wir in Aachen bei der Weltmeisterschaft besser sein.“ Gleichzeitig freute er sich über den vierten Platz von Anna Sandmann in der Einzelwertung.


Anna Sandmann Gesamtzweite vorm Kegelfahren


Die Emsländerin bestätigte ihre starke Form. Nach ihrem Sieg in der Dressur mit 37,39 Strafpunkten lag das deutsche Team zunächst in Führung. Auch im Marathon war sie als Neunte beste deutsche Fahrerin und ging als Gesamtzweite in das abschließende Kegelfahren. Mit einem Abwurf und 8,34 Strafpunkten fiel sie zwar noch auf Rang vier der Gesamtwertung zurück, zeigte sich aber zufrieden: „Hätte mir das vorher jemand gesagt, dass ich hier in der Spitzengruppe fahre – ich hätt’s genommen.“


Zu viele Extrarunden


Ihr Vater Christoph Sandmann verlor im Marathon durch zwei ungeplante Volten wertvolle Zeit und belegte am Ende Rang elf der Gesamtwertung. Mareike Meier wurde 14., nachdem sie im Gelände ebenfalls Zeit eingebüßt hatte. „Schon im ersten Hindernis zwei Strafpunkte für einen gefallenen Ball, dann einmal eine Einfahrt nicht erwischt, daraus folgend eine zeitraubende Korrektur – kurz, es war wirklich nicht unser bester Marathon“, sagte sie.


Im Kegelfahren blieben Meier und Christoph Sandmann ohne Abwurf, sammelten jedoch Strafpunkte für Zeitüberschreitungen. Anna Sandmann konnte ihre Podiumschance trotz eines Ballfehlers nicht ganz nutzen.


WM-Favoriten in Rastede auf dem Podium


Den Sieg in der kombinierten Wertung sicherte sich der Belgier Dries Degrieck vor Titelverteidiger Boyd Exell (Australien) und Chester Weber (USA). Insgesamt gingen 31 Fahrer an den Start. Bester deutscher Einzelfahrer wurde René Poensgen auf Rang 16 vor Georg von Stein (17.) und Michael Brauchle (20.).


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