Wissen über Anti-Doping-Bestimmungen im Pferdesport: FEI unterstützt Pflegerinnen und Pfleger, die bei International Grooms Association (IGA) organisiert sind

FEI und IGA entwickeln Anti-Doping-Kurs für Pflegerinnen und Pfleger

Die International Grooms Association und die FEI wollen Pferdepflegerinnen und Pfleger in Sachen Anti-Doping-Maßnahmen schulen. Foto: IGA Die International Grooms Association und die FEI wollen Pferdepflegerinnen und Pfleger in Sachen Anti-Doping-Maßnahmen schulen. Foto: IGA
Die International Grooms Association (IGA) und der Weltreiterverband FEI haben erstmals einen speziell auf Pflegerinnen und Pfleger zugeschnittenen Anti-Doping-Lehrgang entwickelt. Der Onlinekurs „International Groom Clean“ (IGC) soll das Stallpersonal im internationalen Turniersport gezielt auf die Anforderungen des FEI-Programms „Clean Sport“ vorbereiten und damit eine Lücke in der bisherigen Ausbildung schließen.

Auslöser für das neue Angebot waren die Ergebnisse einer IGA-Befragung unter Pflegerinnen und Pflegern im Spitzensport. Demnach hatten rund 80 Prozent der Befragten bislang keine formale Anti-Doping-Ausbildung erhalten. Selbst unter denjenigen, die bereits geschult worden waren, herrschte vielfach Unsicherheit über die geltenden Vorschriften und den praktischen Umgang mit den FEI-Regularien.


Kaum jemand wusste über Anti-Doping-Maßnahmen Bescheid


Hinzu kommt, dass es in der Vergangenheit bereits zu Anti-Doping-Verstößen bei FEI-Pferden gekommen ist. Dabei auch solche, die auf unbeabsichtigte Kontaminationen durch Stallpersonal zurückgeführt wurden. Die IGA sieht deshalb einen konkreten Bedarf an einer Ausbildung. Sie richtet sich nicht an Tierärzte oder Reiter, sondern gezielt an diejenigen, die Pferde täglich versorgen. Pflegerinnen und Pfleger, die mit Futtermitteln, Medikamenten, Pflegeprodukten oder Ausrüstung umgehen.


Der Kurs wurde gemeinsam mit der FEI entwickelt und inhaltlich vom Weltreiterverband freigegeben. Vermittelt werden die Grundlagen des FEI-Programms „Clean Sport“, mögliche Verunreinigungsquellen sowie die Verantwortung von Pflegerinnen und Pflegern im Stallalltag und auf Turnieren. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein offizielles Zertifikat.


Sean Vard, Pfleger von Martin Fuchs (SUI). Foto: sportfotos-lafrentz.de
Sean Vard, Pfleger von Martin Fuchs (SUI). Foto: sportfotos-lafrentz.de

„Der internationale Pferdesport ist auf die Professionalität und das Fachwissen der Pflegerinnen und Pfleger angewiesen“, sagt FEI-Sportdirektorin Áine Power. Mit dem neuen Angebot wolle man dazu beitragen, das Wissen über die Anti-Doping-Bestimmungen auf allen Ebenen zu verbessern.


Teilnehmen können alle Mitglieder der IGA, die mit FEI-Pferden arbeiten oder künftig auf diesem Niveau tätig sein möchten. Der Lehrgang wird über den FEI Campus zunächst in englischer Sprache angeboten, Übersetzungen ins Deutsche, Französische und Spanische sollen in Kürze folgen.


Um möglichst viele Teilnehmende zu erreichen, übernimmt die FEI die Jahresmitgliedschaft in der IGA in Höhe von 15 Euro, sofern der Kurs innerhalb von 14 Tagen nach dem Beitritt erfolgreich abgeschlossen wird.


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