Hannoveraner Hengst Bon

Burg-Pokal Finalist Bon Courage FRH gewinnt erste S***-Prüfung

Dressur
Bon Courage FRH mit Thomas Schulze im Burg-Pokal Finale 2025.
Foto: sportfotos-lafrentz.de Bon Courage FRH mit Thomas Schulze im Burg-Pokal Finale 2025. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Der bildschöne Hannoveraner Hengst Bon Courage FRH macht nicht nur als Vererber auf sich aufmerksam, sondern auch mit seiner Eigenleistung – nun auch in Klasse S***.

Man könnte ein bisschen neidisch auf Thomas Schulze sein. Wer würde nicht gerne morgens in den Stall gehen und von einem so schönen Pferd wie dem zehnjährigen Hannoveraner Hengst Bon Courage v. Bon Coeur a. d. Anada v. Vivaldi-Rohdiamant-Ex Libris  begrüßt werden? Und dann ist er auch noch erfolgreich.


Der von Dr. Christine Feichtinger gezogene Dunkelfuchs war 2018 Prämienhengst der Hannoveraner Körung. Als Dreijähriger gewann er Silber beim Bundeschampionat, damals noch unter Jessica Lynn Thomas. Ein Jahr später schaffte er es erneut zum Bundeschampionat, aber nicht ins Finale, immer noch mit der gebürtigen Schwedin im Sattel. Fünfjährig ging er mit ihr nur eine Prüfung. Danach war es lange still um ihn, bis er 2024 dann achtjährig unter Thomas Schulze in Klasse S wieder auftauchte und auf Anhieb Siege und vordere Platzierungen in Serie holte.


Letztes Jahr qualifizierte er sich für das Finale des Nürnberger Burg-Pokals. Und nun ist er in Klasse S*** angekommen, wie er am vergangenen Wochenende in der Intermédiaire A von Wietmarschen demonstrierte. Es war eine Premiere für Pferd und Reiter, die sie mit Bravour gemeistert haben: Sieg mit 73,380 Prozent, Platz eins von allen Richtern. Das Nachsehen hatte Friederike Tebbel mit ihrem nicht minder talentierten San Amour-Sohn Serious, ebenfalls zehnjährig (70,090).


Nachzucht auf Bundeschampionats- und WM-Kurs


Erst vor kurzem hatte sich mit dem 2023er Oldenburger Siegerhengst Bon Esprit vom Gut Schönweide ein Bon Courage-Sohn fürs Bundeschampionat qualifiziert. Letztes Jahr war der ebenfalls gekörte Dänische Warmbluthengst Atterupgaards Bernachi Finalist bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde und zählte zu den auffälligsten Erscheinungen. Er ist auch dieses Jahr für Verden nominiert. Insgesamt kann Bon Courage auf 13 gekörte Nachkommen verweisen, wobei die ältesten nun sechsjährig sind. Zu jenen gehört auch der gekörte DSP Best Rubin aus der Erfolgszucht von Dr. Frank Klakow, der 2025 mit Carina Scholz beim Bundeschampionat im Einsatz war.


Für dieses Jahr ist bei den fünfjährigen Dressurpferden Bon Jovi aus der Zucht von Dr. Max Stechele (Reiter: Martin Stechele) fürs DSP für Warendorf qualifiziert. Bei den Sechsjährigen stehen nach derzeitigem Stand fünf seiner Nachkommen auf der Liste der Qualifizierten:


Best Rubin ist mit Carina Scholz erneut dabei. Mit 8,04 empfahlen sie sich in Bielefeld-Holtkamp. Balanea, Hann. aus der Zucht von Fritz-Harald Strodthoff-Schneider, löste das Ticket mit ihrer Besitzerin Maja Puschmann in Moritzburg (8,08). Lena Hassmann ritt Bon Benito, Hann. aus der Zucht von Wilfried Putz, mit 8,1 in Oer-Erkenschwick nach Warendorf. Der von Regina Tiedemann gezogene Hannoveraner Bon Cru erzielte unter Regina Mühlmann in Saarlouis mit 8,2 ganz locker die erforderliche Mindestleistung von 8,0. Ein glattes „Gut“ gab es für die Vorstellung des Oldenburgers Born to Dance (Z.: Carsten Nordbruch) unter Jula Zeller in Schwanewede.


Apropos Bundeschampionat und Bolero-B …


… Auch Wietmarschen war Standort einer Qualifikation fürs Bundeschampionat, für die fünfjährigen Dressurpferde und für Ponys. Drei Pferde qualifizierten sich für einen Auftritt in Warendorf, zwei davon wie Bon Courage auf den großen Bolero zurückgehend.


Der Sieger ist ein alter Bekannter. Boccaccio v. Bonds-Dancier (Z.: Hans-Jürgen Hollmann) gewann dreijährig unter seiner Besitzerin Danica Duen Silber bei den Reitpferden in Warendorf für den Hannoveraner Verband und empfahl sich dieses Jahr mit einer 8,34 für seinen ersten Auftritt im Dressurviereck am Wäldchen des DOKR. Trab, Galopp und Gesamteindruck erhielten eine 8,4, der Schritt 8,2, die Durchlässigkeit 8,3.


Platz zwei ging an die Westfalen-Stute Blitzlichtgewitter v. Bon Vivaldi-Apache (Z.: ZG Wehr/Schulze), die ebenfalls von Thomas Schulze vorgestellt wurde. Ihre 8,24 ergab sich aus 8,4 für den Trab, 7,6 für den Schritt, 8,5 für den Galopp, 8,2 für die Durchlässigkeit und 8,5 für den Gesamteindruck.


Last but not least sollten sich auch Lisa Marie Koch und die Hannoveraner Stute Fontainebleau v. Friedrich der Große-Fürsten-Look für das Wochenende vom 25. bis 30. August nichts vornehmen. Die Rappstute aus der Zucht der ZG Reemt/Bogena steht im Besitz der US-amerikanischen Diamante Farms, hinter denen sich der gebürtige Deutsche Kevin Kohmann verbirgt, der mit dem von Christoph Koschel ausgebildeten Dünensee die USA bei den letzten drei Weltcup-Finals vertreten hat. Fontainebleau erhielt von den Richtern je 8,2 für Trab, Galopp und Gesamteindruck sowie 8,5 im Schritt und 8,0 in der Durchlässigkeit. Endnote: 8,22.


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