FN-Beirat Zucht stellt bei Jahrestagung Neuerungen vor

FN-Beirat Zucht: Neue Sprechergruppe, ZVO-Anpassungen und mehr

Zucht
Symbolfoto: sportfotos-lafrentz.de Symbolfoto: sportfotos-lafrentz.de
Im Rahmen der Jahrestagungen von Pferdesport Deutschland in Bad Dürkheim trat der FN-Beirat Zucht erstmals nach der Satzungsänderung vom Dezember zusammen.

Die Delegierten stimmten der Einrichtung einer neuen Sprechergruppe zu, die den bisherigen Vorstand Zucht ersetzt. Vizepräsident Carsten Grill begründete dies damit, dass er die gesamte Züchterschaft mit all ihren Rassen nicht alleine im Präsidium vertreten könne und deshalb eine breitere Unterstützung anstrebe.


Der neuen Sprechergruppe gehören neben Grill und Präsidiumsmitglied Dr. Norbert Camp sieben weitere Personen an: (in alphabetischer Reihenfolge) Ahmed Al Sammaraie (Rotenburg), Dr. Hinni Lührs-Behnke (Verden-Borstel), Raimon Joesten (Hemmingstedt-Lieth), Ralf Johanshon (Ostbevern), Hanno Köhncke (Badendorf) Gerd Sosath (Lemwerder), Antje Römer-Stauber (Kirchhain-Kleinseelheim).


Ihr Auftrag ist die beratende Unterstützung der beiden gewählten Zuchtvertreter im Präsidium.


Grill merkte zudem an, dass die interne Abstimmung innerhalb der Züchterschaft im Vergleich zum Sport noch Optimierungspotenzial habe. Dabei habe das 1:1 Stimmenverhältnis zwischen Sport und Zucht innerhalb der Mitgliederversammlung im Zuge der Satzungsänderung erhalten werden können.


ZVO-Anpassungen


Der Beirat beschloss mehrere Änderungen in der Zuchtverbandsordnung. Bei den Bundeschampionaten müssen drei- und vierjährige Reitpferde- und Ponyhengste künftig eine Mindestnote von 7,5 erreichen, um HLP-Punkte angerechnet zu bekommen.


Für Springhengste werden Clear-Round-Springen ab 1,20 Meter für Fünfjährige nun in die Bewertung einbezogen. Hintergrund: Dies ist die einzige Prüfungsform, die international für Fünfjährige noch ausgeschrieben wird. Bei Deutschen Reitponys können Turniersporterfolge künftig ebenfalls zur Erfüllung der Zehn-Punkte-Regel beitragen.


Die Veröffentlichung verpflichtender Gentest-Ergebnisse wird vom zentralen Verbandsauftritt in den Hengstverteilungsplan des jeweiligen Zuchtverbands verlagert.


Wichtig für Halter von Ponys und Kleinpferden: Bei Leistungsprüfungen werden Grundgangarten und Rittigkeit künftig nicht mehr in einer Dressuraufgabe abgefragt, sondern die Prüflinge können in Anlehnung an die Aufgabe frei vorgestellt werden.


Gesprächstermin bzgl. GOT


Eine positive Nachricht gibt es in Bezug auf die Forderung nach der Überarbeitung der aktuell gültigen Gebührenordnung für Tierärzte, GOT. Hier hatte sich nicht nur die FN, sondern auch die Vereinigung Deutscher Tierhalter (VDTH) an das Bundeslandwirtschaftsministerium gewandt und schriftlich Argumente vorgetragen sowie Forderungen formuliert. Dazu gab es eine Reaktion, wie Dr. Klaus Miesner berichtete. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer habe einen Termin in Aussicht gestellt, um sich über die Evaluierung der GOT auszutauschen.


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