Daniel Bachmann Andersen und Flash Gordon holen Grand Prix Kür nach Dänemark

Grand Prix Kür der Newcomer bei den Horses & Dreams 2026

Dressur
Daniel Bachmann Andersen und der Oldenburger Flash Gordon, Zweite im CDI4* Grand Prix bei Horses and Dreams 2026, Sieger in der Kür. Foto: sportfotos-lafrentz.de Daniel Bachmann Andersen und der Oldenburger Flash Gordon, Zweite im CDI4* Grand Prix bei Horses and Dreams 2026, Sieger in der Kür. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Die Grand Prix Kür von Hagen 2026 ging an Daniel Bachmann Andersen und Flash Gordon, eines der Paare, die man für die Zukunft auf dem Zettel haben muss.

Seit Anfang 2025 stellt Daniel Bachmann Andersen den nun zwölfjährigen Oldenburger Flash Gordon auf dem Turnier vor. Der Fiderbach-Sohn war von Mathis Goerens bis Grand Prix ausgebildet und erfolgreich auf nationaler Ebene vorgestellt worden. Im Dezember gab er sein CDI Debüt mit Daniel Bachmann Andersen in Aarhus und es war schnell klar, dass das ein Paar mit Potenzial ist.


Das demonstrierten sie auch heute in der Kür von Hagen. Der Fuchs kann alles – piaffieren und passagieren wie ein Metronom, Pirouetten auf kleinstem Kreis springen, aber auch mit beeindruckender Schwungentfaltung lostraben und galoppieren. Okay, der Schritt ist nicht der ergiebigste. Aber ansonsten bringt Flash Gordon alles mit, was ein Grand Prix Pferd braucht. Was man allerdings vermisste, war ein offenes Genick. Der Wallach blieb zwar stabil in der Anlehnung, aber eben zu eng hinter der Senkrechten. Wenn Bachmann Andersen das schafft, dürften in Zukunft auch deutlich mehr drin sein als 79,615 Prozent, die es heute gab. Das reichte diesmal zum Sieg.


Aufgeregter Denoix


Dass sie Grand Prix und Special können, haben Katharina Hemmer und Denoix hinlänglich bewiesen, nicht zuletzt in der Qualifikationsprüfung für den heutigen Abend. Das heute war allerdings erst die vierte Kür ihrer gemeinsamen Karriere, und die letzte liegt ein gutes halbes Jahr zurück in Crozet bei der EM. Die Atmosphäre am Dressurviereck von Hagen war heute elektrisch aufgeladen und Denoix ließ sich anstecken. (Er war nicht der einzige. Moritz Treffingers sonst so zuverlässiger Cadeau Noir hatte etwas am Einritt erspäht, das ihm große Angst machte, so dass er sich heute so gar nicht auf seinen Job konzentrieren konnte.)


Denoix begann seine Kür zu einem Medley von A-Ha mit einer tollen Trabtour, aber blieb immer etwas eng im Hals. Im Schritt wurde die Spannung deutlich. Im starken Schritt kam der 14-jährige Destano-Sohn nicht zum entspannten Schreiten, im versammelten Schritt erschrak er einmal sichtlich, blieb aber bei seiner Reiterin, die ihn immer wieder beruhigend streichelte.


In der Galopptour schlichen sich dann allerdings einige aus der Aufregung heraus geborene Patzer ein, die teuer waren. Schlussendlich wurden es 77,710 Prozent und Rang zwei.


Klimke erstklassig, Farrington Ferrari


Bereits in der ersten Hälfte der Prüfung waren Ingrid Klimke und ihre zierliche Fürstenball-Tochter First Class an der Reihe gewesen und hatten das Publikum in Hagen mit einer Vorstellung reellen Reitens erfreut, die 76,950 Prozent erhielt. Ihre Glückwünsche für Rang drei konnte die Reitmeisterin allerdings nicht entgegennehmen, da sie bereits im Hauptstadion beschäftigt war, die dortigen Zuschauer bei der Show zu unterhalten.


So durften Semmieke Rothenberger und Farrington als Quasi-Dritte auf die Ehreunde gehen, obwohl sie mit 76,5109 Prozent Vierte geworden waren. Der 16-jährige Jazz-Sohn begann mit einer unglaublich taktsicheren und stabilen Piaffe-Passage-Tour. Um seine Aktivität braucht man sich ohnehin keine Sorgen zu machen. Allerdings vermisste man etwas die Losgelassenheit.


Publikumspreis für Harmonie an britische Newcomerinnen


Zum ersten Mal sind die Britin Sadie Smith und ihre wunderbare Dante Weltino-Tochter Swanmore Dantina in Hagen zu Gast und konnten sich schon mit ihrer Vorstellung im Grand Prix in die Herzen der Zuschauer tanzen. Das gelang ihnen auch heute mit der feinen Verbindung, die die beiden die ganze Prüfung über hatten und dem allgemeinen Ausdruck von Zufriedenheit, den die Stute macht. Allerdings hatten sie ein paar teure Fehler und in der Piaffe schien der elfjährigen Stute zum Schluss die Kraft auszugehen. Mit 76,380 Prozent wurden sie heute Fünfte.


Eine Paradedecke durfte Dantina bei der Ehrenrunde trotzdem tragen, denn die beiden haben den Publlikumspreis für Harmonie und Fairness bekommen.


Das Paar verbindet eine besondere Geschichte. Darüber hatten wir bereits nach dem Grand Prix mit der 36-jährigen Britin gesprochen. Mehr davon nächste Woche.


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