Trakehner Frühjahrskörung 2026: Nicole Uphoff mit Trainingstipps, Stephan Dubsky mit Springspaß vom Feinsten
Trakehner Frühjahrskörung 2026: ein Überflieger, Nicole Uphoff und ein „gekörter“
Stephan Dubsky (IRL) und der über 1,60 m erfolgreiche Cestuy la de L’Esques AA begeisterten mit Leichtigkeit über respektable Abmessungen. Foto: Jutta Bauernschmitt Bei der Trakehner Frühjahrskörung konnten interessierte Züchterinnen und Züchter mehr sehen als Hengste, die „nur“ in der Bahn im flotten Trab und Galopp unterwegs waren. Das Event in Münster-Handorf, die Hengstschau alias „Frühjahrsmeeting“, wurde unter anderem um die Möglichkeit ergänzt, die Hengste der abendlichen Schau zuvor auch auf „hartem Boden“ zu begutachten. Eine wichtige Information, kann sich doch so jeder Zuchtinteressierte ein Bild von Stellung und Fußung des potenziellen Vaters des für 2027 erhofften Fohlens machen. Und wie er „lostrabt“, ist er einmal jenseits des perfekt federnden Sand-Parketts unterwegs.
Innovation
Die Idee soll möglicherweise fortgesetzt werden, so ein erstes Fazit der Veranstalter. Abends waren gut 30 Hengste kommentiert von Zuchtleiter Neel-Heinrich Schoof, Auktionator Hendrik Schulze Rückkamp und Moderator Erhard Schulte zu sehen. Gekört wurde am Folgetag. Von den acht vorgestellten Junghengsten erhielt einer den erhofften „Daumen hoch“: der vierjährige Nachttempel v. Tempelhof-Interconti, Züchterin Dr. Elke Söchtig, Wolfhagen. Der drahtige Braune hatte bereits eine mit 7,42 absolvierte Kurz-Veranlagungsprüfung in Verden absolviert und konnte auch schon auf erste Turnierstarts verweisen.
Schau und Show bei der Trakehner Frühjahrskörung 2026
Die Hengstschau war facettenreich – genau hinschauen musste das Publikum als Olympiasiegerin Nicole Uphoff eine Trainingseinheit des Prämienhengstes Donauschwarm v. Millennium unter seinem Besitzer Christoph Möller kommentierte. Das Paar reitet regelmäßig bei Uphoff. Der Fünfjährige, Prämienhengst 2023 und 2025 Reservesieger der Hengstleistungsprüfung Stadl Paura, wurde ohne Sporen präsentiert. „Der ist sensibel. Der braucht die nicht“, erläuterte die Dressurreiterin.
Der Schau- bzw. Showeffekt kam auch nicht zu kurz: Stangen und Geländehindernisse ließen die Qualitäten des Vielseitigkeitspferdes Trakehner Abstammung aufleuchten: Der fünfjährige Dreiviertelblüter und amtierende Trakehner Geländepferdechampion, Ataman, ein Sohn des Vollblutarabers Pagur ox, wurde von Andreas Ostholt vorgestellt. Felix Etzel präsentierte den Vollbluthengst Waugh xx und CCI4*-Sieger TSF Polartanz. Die Quintessenz von Show und Spitzensport lieferte der im Parcours bis 1,60 m erfolgreiche Cestuy la de L’Esques AA mit Stephan Dubsky.