Die Sieger des Freispringfinales in Westfalen

Darco dominiert westfälisches Freispringfinale

Zucht
Oakland TF, Sieger der vierjährigen Reitpferde beim westfälischen Freispringfinale 2026. Foto: Facebook.com/westfalenpferde.de Oakland TF, Sieger der vierjährigen Reitpferde beim westfälischen Freispringfinale 2026. Foto: Facebook.com/westfalenpferde.de
In Münster-Handorf kamen die besten drei- und vierjährigen Ponys und Reitpferde für Westfalens Freispringfinale 2026 zusammen. Die Champions gingen beide auf Darco zurück.

Bei acht Qualifikationsterminen in ganz Westfalen konnten sich drei- und vierjährige Reitpferde und -ponys für das Freispringfinale 2026 empfehlen. Voraussetzung war eine Wertnote von 8,0 und besser bei den Pferden sowie 7,5 und besser bei den Ponys. So kamen vergangenen Samstag rund 50 junge Springtalente zusammen, um von den Richtern Carsten Lenz und Carl Hanley begutachtet, bewertet und kommentiert zu werden.


Dreijährige Reitpferde


16 dreijährige Reitpferde hatten bei den Qualifikationen die Mindestnote erreicht und stellten sich in Münster-Handorf der Jury. Beste von allen war mit einer Gesamtnote (Vermögen/Manier) von 9,0 die von Herbert Laukötter in Rheda-Wiedenbrück gezogene und ausgestellte Olana v. Ogano-Casino Grande. Hier steht der Holsteiner Mutterstamm 1571 hinter, aus dem einige ganze Reihe gekörter Söhne hervorgingen, darunter in jüngerer Zeit die Brüder Chavaros I und II. Der Vater ist über Ogano Sitte ein Darco-Enkel.


Die Zweit- und Drittplatzierten folgten auf dem Fuße. Mit 8,9 ging Rang zwei an DaSilva ST v. Diro-Colambo, gezogen von Frank Steiling, der zusammen mit seiner Frau Kathrin Uthmann-Steiling auch Aussteller war. Der prämierte Vater ist mit Calvin Böckmann international erfolgreich. Aus dem Stutenstamm ging unter anderem der Moritzburger Landbeschäler Fürst Wettin hervor.


Ein sehr erfolgreiches Wochenende hatte mit drei Top drei-Platzierungen die Zuchtstätte Heinrich und Philipp Sterthoff in Hamm. Bei den Dreijährigen stellten sie eine noch namenlose Don VHP Z-Tochter aus, die mit dem drittbesten Ergebnis von 8,8 bewertet wurde. Die Braune ist zwar in Westfalen registriert, hat aber Zangersheider Eltern mit bunt gemischten Vorfahren. Hinter dem Diamant de Semilly-Sohn Don VHP Z, einst bestes Pferd von Harrie Smolders, geht es im Pedigree weiter mit Cornet Obolensky-Stakkato-Gloster. Die Gloster-Stute ist die Mutter von Ingrid Klimkes Vayron, der ja auch von Familie Sterthoff gezogen wurde.


Vierjährige Reitpferde


Ebenfalls aus einem sporterfolgreichen Mutterstamm kommt der 8,8-Sieger bei den Vierjährigen mit Namen Oakland TF. Das „TF“ steht für Team Fallenberg, genauer gesagt für Ines und Rainer Fallenberg aus Ennigerloh, die hier Züchter und Aussteller sind. Oakland TF ist ein direkter Ogano Sitte-Sohn und damit Darco-Enkel. Auf der Mutterseite geht es weiter mit Zinedine-Cornet Obolensky-Bormio xx. Die Cornet Obolensky-Stute mit Namen Cosmashiva brachte den gekörten und bis 1,55 Meter erfolgreichen Catoki’s Cornet. Die Bormio xx-Tochter Blueprint ist auch die Mutter von Chakira TF NRW v. Congress, die sich mit Sönke Fallenberg unter anderem beim Finale von Deutschlands U25 Springpokal 2023 auf Platz zwei in Szene setzen konnte.


Dahinter reihten sich zwei vierjährige ebenfalls noch nicht offiziell getaufte Stuten der Familie Sterthoff ein. Das war zum einen mit 8,7 eine Cornet Obolensky-Diarado-Baloubet du Rouet-Libero H-Tochter, die einen westfälischen Mutterstamm vertritt, der in der Vergangenheit vor allem in den Niederlanden gepflegt wurde und hier zahlreiche S-Spring-, aber auch Dressurpferde brachte.


Rang drei ging mit 8,6 an eine Tochter des For Treasure, die eine Halbschwester zu der bei den Dreijährigen drittplatzierten Don VHP Z-Tochter ist, also ebenfalls eine Vertreterin der „Vayron-Familie“.


Reitponys


Nicht nur bei den Großen gab es starke Auftritte. Ganze 14 dreijährige Reitponys hatten es nach Münster geschafft. Am besten in Szene zu setzen wusste sich am Tag X Vina v. Viva Vidal, gezogen auf dem Gut Betzen in Dörentrup und ausgestellt von Sophia Barth in Dörentrup. Sie erhielt eine starke 8,9. Die Mutter ist eine Großpferdestute v. Rock Forever-Con Sherry-Kaiserwind-Paradiesvogel. Die Paradiesvogel-Mutter ist zugleich die Mutter des bis Grand Prix ausgebildeten Prämienhengstes Quatergold v. Quaterback.


Das Feld der vierjährigen Reitponys war deutlich überschaubarer mit drei Kandidaten, von denen Duplo White ND mit 7,85 seine beiden Konkurrenten auszustechen vermochte. „ND“ steht für Züchterin und Ausstellerin Nicole Dummer in Rietberg. Duplo White ND ist ein Sohn des Double Cream aus einer New Star-Mutter.


 


Ähnliche Beiträge

Hannoveraner Freispring-Frauen-Power in der Niedersachsenhalle
Hannoveraner Freispring-Frauen-Power in der Niedersachsenhalle Zum Artikel
Vier Neue für Holstein bei Frühjahrskörung
Vier Neue für Holstein bei Frühjahrskörung Zum Artikel
Neues Zuhause für Matthias Alexander Raths Foundation
Neues Zuhause für Matthias Alexander Raths Foundation Zum Artikel
WP Wehrmann Publishing