Grand Prix in Bordeaux

Australiens Simone Pearce mit neuem Pferd zurück im Geschäft

Dressur
Simone Pearce mit Will Marq in Stuttgart. Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de Simone Pearce mit Will Marq in Stuttgart. Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de
Nachdem Simone Pearce erst das Gestüt Sprehe und dann auch Bonhomme verlassen hatte, um sich in der Nähe ihres Lebensgefährten Martin Fuchs selbstständig zu machen, war es ruhiger geworden um die Australierin. Im Herbst vergangenen Jahres präsentierte sie dann ein vielversprechendes neues Pferd, mit dem sie heute auch im Grand Prix von Bordeaux am Start war – und siegte.

Nach einigen Wochen Zwangspause aufgrund einer Handverletzung nach einem Reitunfall kann Simone Pearce wieder loslegen. Ihr neuer Star im Stall ist ein zehnjähriger Wallach mit Namen Will Marq. Der Braune ist ein spanisches Sportpferd, also kein PRE, sondern ein CDE. Seine Abstammung ist allerdings kein bisschen spanisch. Der Vater Rio Marq ist ein Hannoveraner Hengst v. Rosario-Dream of Glory, die Mutter eine bayerische Stute v. Lanciano-Raueck. Allerdings hat Will spanische Züchter und inzwischen einen Schweizer Besitzer. Er gehört nämlich Pearces Lebensgefährten Martin Fuchs.


Seine ersten Ausbildungsjahre verbrachte Will noch in spanischem Beritt, nahm mit Antonio Segui Sintes 2022 an den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde teil. Allerdings endete das Paar unter „ferner liefen“. Im Januar 2025 erwarb Fuchs ihn dann und im gleichen Jahre stellte Pearce ihn bei mehreren regionalen Turnieren erfolgreich auf S***-Niveau vor. Ihr internationales Debüt gaben die beiden vergangenes Jahr in Neustadt/Dosse, wo sie im Grand Prix jedoch aufgaben. Der zweite Versuch war der CDI3* in Troisdorf. Da wurden sie mit 69,413 Prozent bereits Dritte – übrigens hinter den späteren Mechelen-Siegern Justin Verboomen und Djembe de Hus, die nächste Woche in Neumünster am Start sein werden. In Stuttgart waren sie Sechste mit 69,140 Prozent. Heute konnten sie erstmals die 70 Prozent knacken und sich über ihren ersten CDI-Sieg freuen.


Siegerin und Platzierte des ersten Grand Prix in Bordeaux


Mit 71,130 Prozent setzten sich Simone Pearce und Will Marq gegen die für den Cadre Noir startende Pauline Basquin auf ihrem nun 16-jährigen Sandro Hit-Sohn Sertorius de Rima Z durch. Mit einem Endergebnis von 71,065 Prozent war die Entscheidung knapp. Drei Richter hatten die Französin auf Rang eins: Hans-Christian Matthiesen (70,109), Henning Lehrmann (72,174) und Raphael Saleh (72,391). Ausschlaggebend war, dass Matthiesen der Siegerin nur 68,913 Prozent gegeben hatte.


Pearce präsentierte ihren Wallach mit ansprechendem Seitenbild, allerdings im Trab wenig durch den Körper arbeitend. Punkten konnten die beiden vor allem in der Galopptour.


Pauline Basquin und Sertorius de Rima waren DIE Entdeckung der EM 2023 in Riesenbeck, ein sehr harmonisches Paar und der Sandro Hit-Sohn mit einer ausgesprochen ausdrucksvollen Passage gesegnet. Die zeigte er auch heute. Überhaupt machte er einen frischen Eindruck. Nur saß Basquin heute nicht so elegant und geschmeidig im Sattel, wie man es von ihr schon gesehen hat. Auch war die Anlehnung recht fest und Fehler in beiden Wechseltouren kamen das Olympiapaar teuer zu stehen.


Immerhin reichte ihr Ergebnis, um den dreifachen Olympiareiter João Victor Marcari Oliva im Sattel des westfälischen Franzikus-Sohnes Feel Good VO auf Abstand zu halten. Der Brasilianer und der 14-jährige Wallach kennen sich gut. 2023 holten sie Silber bei den Pan-Amerikanischen Spielen. In der vergangenen Saison überließ der in Portugal und für Montavoni Horses reitende João Feel Good der Portugiesin Marta Fernandes für die U25-EM in Kronberg. Im Herbst übernahm er wieder die Zügel. Heute kamen sie auf 70,522 Prozent.


Deutsche Paare sind in Bordeaux nicht am Start.


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


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