Belgischer Sieg im CDIO4* Grand Prix Special von Lier dank Wim Verwimp und Jedai de Massa

Wim Verwimp und „Pi-Pa-Spezialist“ Jedai de Massa gewinnen Special in Lier

Dressur
Wim Verwimp und Jedai de Massa beim CHIO Aachen 2025. Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de Wim Verwimp und Jedai de Massa beim CHIO Aachen 2025. Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de
Was für ein Wochenende für den belgischen Dressursport beim Nationenpreisturnier von Lier. Spannend bis zum Schluss war der Grand Prix Special der CDIO4* Tour. Am Ende wurde es ein Heimsieg für Wim Verwimp und Jedai de Massa.

Es sah nach einer kleinen Sensation aus im Grand Prix Special von Lier. Bis zum letzten Reiter führte Maria Caetano für Portugal auf Hit Plus, ihrem 14-jährigen Bretton Woods-Sohn, der aus derselben Zuchtstätte stammt wie der Doppeleuropameister Zonik Plus. Der Ritt der beiden war besonders in der Trabtour von den tollen Bewegungsmöglichkeiten des hochbeinigen Dunkelbraunen geprägt, wenngleich die Anlehnung phasenweise sehr fest war. Zwar waren Caetano und der portugiesische Sportpferde-Wallach schon siegreich in Grand Prix Special, aber jeweils bei CDI3* Turnieren auf der iberischen Halbinsel, also ohne nennenswerte Konkurrenz. Das war heute ganz anders und mit 73,042 Prozent konnten die beiden sich zudem über ein Personal Best freuen.


Heimsieg auch im Special


Doch das letzte Paar waren Wim Verwimp und der zwölfjährige Jedai de Massa, ebenfalls ein portugiesisches Sportpferd, bei dem KWPN-Blut über Vater Don Juan de Hus mit Lusitano-Blut auf der Mutterseite gemischt wurde. Der Plan, die Bewegungsmöglichkeiten des „normalen“ Warmbluts mit dem Piaffe-Passage-Talent der Lusitanos zu verbinden, ging bei Jedai de Massa ziemlich gut auf. Piaffieren und Passagieren kann dieser Wallach jedenfalls wie in Metronom und damit punktete er heute auch – besonders auf der letzten Linie – aber auch in den Pirouetten und sicheren Wechseltouren. Ein Aber war auch hier die Anlehnung, wenn auch aus anderen Gründen als bei Hit Plus. Bei Jedai de Massa fiel das häufig offene und „klappernde“ Maul auf. Am Ende war es knapp, aber mit 73,107 Prozent blieb der Sieg in Belgien – wie zuvor schon im Nationenpreis.


Maria Caetano und Hit Plus wurden Zweite. Rang drei ging an das britische Duo Susan Pape und Harmony’s Giulilanta. Für letztere wurden es 72,468 Prozent, mit denen sie sich gegen den schwedischen Newcomer Navarro unter Therese Nilshagen durchsetzten (72,319).


Die deutschen Ergebnisse


Bestes deutsches Paar waren mit exakt 70 Prozent Tobias Nabben und Forster, bei denen sich Fehler in den Zweierwechseln eingeschlichen hatten. Sonst wäre auch mehr drin gewesen als heute Platz neun der 18 Paare im Special.


Evelyn Eger und Global Power galoppierten aus der Passage zunächst falsch an, korrigierten das aber schnell. Ein weiterer kleiner Schnitzer passierte beim Übergang aus dem versammelten Galopp in den versammelten Trab, der über Schritt gezeigt wurde. Auch heute waren die Piaffen (und der versammelte Schritt vor der ersten) der Schwachpunkt einer eigentlich schönen Prüfung mit Highlights in den Übergängen zwischen Passagen und starkem Trab sowie den Serienwechseln und den Pirouetten. 69,128 Prozent wurden es für die beiden, Rang zwölf.


Thomas Wagner und Escolar’s Emil passierte ein Lapsus im starken Trab. Mit 68,830 Prozent hatten sie heute die Prüfung eröffnet und beendeten sie auf Platz 14.


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