Dr. Frederic Bünger folgt auf Dr. Hinni Lührs-Behnke als Präsident des Hannoveraner Verbandes
Dr. Frederic Bünger ist neuer Präsident des Hannoveraners Verbandes
Dr. Frederic Bünger (li.) wurde im April 2026 zum neuen Präsidenten des Hannoveraner Verbandes gewählt. Sein Vorgänger Dr. Hinni Lührs-Behnke (Mitte), der nicht wieder antrat, wurde mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Foto: Hannoveraner Verband, Fellner Dr. Frederic Bünger, Tierarzt mit Chiropraktik-Ausbildung, Träger des goldenen Reitabzeichens für Erfolge in Klasse S – in Dressur und Springen! – und Pferdezucht in der Familien-DNA fest verankert, ist neuer Präsident des Hannoveraner Verbandes. Aufgewachsen in der Lüneburger Heide als Sohn des Hengstaufzüchters Klaus Bünger ist er von Kindesbeinen nicht nur mit Pferden, sondern auch mit dem Hannoveraner Verband groß geworden. Sein Vater Klaus züchtete unter anderem Anky van Grunsvens (NED) Dressur-Olympiasieger Salinero und war in vielen ehrenamtlichen Positionen für den Hannoveraner Verband tätig. Ein prominenter Hengst, der bei Familie Bünger zur Welt gekommen ist, trägt Frederic Büngers Namen in sich: Der Celler Landbeschäler Don Frederico, Vater von Isabell Werths EM-Pferd Don Johnson.
Mittlerweile lebt Dr. Frederic Bünger, der als Student deutscher Meister der Studentenreiter war, südlich von Hildesheim, wo er seine Praxis in Harbarnsen betreibt. Der jüngste Zuchterfolg der Familie Bünger ist der Hengst Lindenberg, der 2024 unter Jakob Schenk das Bundeschampionat gewonnen hat. In seiner aktiven Karriere als Reiter hat Bünger allein 90 Platzierungen in Dressurprüfungen Klasse S bis Grand Prix errungen. Im Springen sind es immerhin 26 S-Erfolge, darunter drei Siege.
Dr. Hinni Lührs-Behnke stand nicht mehr zur Verfügung
Der bisherige Präsident, Dr. Hinni Lührs-Behnke, war nicht erneut zur Wahl angetreten. Für seine langjährige engagierte Arbeit wurde er mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Auch im Aufsichtsrat gab es Veränderungen: Henning Schmidt verzichtete auf eine erneute Kandidatur, sodass Stefan Kallaß neu in das Gremium gewählt wurde. Den Vorsitz übernimmt künftig Hendrik Hüsker aus Syke.
Neues Vorstandsteam
Das Präsidium erhält Verstärkung durch Dr. Michael Lühs aus Wagenfeld, der fortan den Bereich Züchterbindung verantwortet. Er folgt damit auf Helmut Bäßmann und betont, dass die Pferde auch bei der Gremienarbeit stets im Mittelpunkt stehen sollten. Die frei gewordene Position im Zuchtausschuss Dressur, die Dr. Frederic Bünger bislang innehatte, übernimmt Nils zur Lage aus Bersenbrück. Der 27-Jährige möchte insbesondere die Interessen und Ideen der jüngeren Generation in die Verbandsarbeit einbringen.
In einer ersten Videobotschaft wendete sich der frisch gewählte Präsident an die Züchter und machte auf die Veränderungen im Stutenschau-System des Hannoveraner Verbandes aufmerksam. Außerdem appellierte er an Züchterinnen und Züchter, ihre guten Pferde über den Auktionsstandort Verden zu vermarkten. Dabei stellte er weitere Neuerungen für Aussteller von Auktionspferden in Aussicht, die die Kosten möglichst gering halten sollen. Wie die anderen deutschen Pferdezuchtverbände kämpft auch der Hannoveraner Verband mit sinkenden Zahlen beim Stutenbestand und den geborenen Fohlen (eine Übersicht dazu finden Sie hier).
Beschlossen wurde auch, dass zukünftig auch Pferde anderer Populationen auf den Reitpferde-Auktionen des Hannoveraner Verbandes versteigert werden. Vorreiter waren hier die Körungen, zu denen der Hannoveraner Verband, der lange eine rigide Zuchtpolitik verfolgt hatte und nur Hannoveraner und Rheinländer Hengste zur Körung zugelassen hatte, schon seit ein paar Jahren potenzielle Vatertiere zulässt, die nicht in Hannover registriert sind.