Sichtungen zum Reitpferde-Bundeschampionat – so halten es die Verbände

Bundeschampionatssichtungen – neue Wege beschreiten oder an Bewährtem festhalten?

Zucht
Beim Trakehner Bundesturnier wird dieses Jahr noch an Bewährtem festgehalten.
Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de Beim Trakehner Bundesturnier wird dieses Jahr noch an Bewährtem festgehalten. Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de
Die Reitpferde fürs Bundeschampionat qualifizieren sich nicht über Mindestnoten, sondern werden von den Verbänden ausgewählt. Bislang folgten die Sichtungen stets der Warendorfer Ausschreibung. Aber wie ist es dieses Jahr, wo auf der Burandtwiese einiges anders wird?

Vor wenigen Tagen hat die FN noch einmal eine Mitteilung veröffentlicht, in der letzte Detailfragen zum Ablauf der Reitpferde- und -ponyprüfungen beim Bundeschampionat geklärt wurden. Darin ist man auch auf die Sichtungen eingegangen, denn für die Reitpferdeprüfungen werden die Teilnehmer von den Verbänden benannt. Hier heißt es:


„Die Reitpferde- und Reitponyprüfungen auf den Landes- bzw. Zuchtverbandschampionaten, welche teilweise als Sichtungsprüfungen für das Al Shira‘aa Bundeschampionat dienen, werden aufgrund der erneuten Anpassung verbandsabhängig in unterschiedlichen Varianten durchgeführt.“


Wir haben uns gefragt, wie die Sichtungen denn nun bei den einzelnen Verbänden ablaufen und sind die Ausschreibungen durchgegangen.



  • Das Landeschampionat des Holsteiner Verbandes hat bereits Anfang Juni stattgefunden. Der bisherige Ablauf bei den Reitpferdeprüfungen wurde beibehalten inklusive Musterung.

  • Vom 30. Juni bis 5. Juli werden als nächstes die Champions beim Oldenburger Verband gekürt, erstmals in Höven und nicht wie sonst in Rastede. Hier gehen die Dreijährigen wie in Warendorf nur eine Prüfung. Die Vierjährigen können sich in einer Reitpferdeprüfung und einer Dressurpferdeprüfung Klasse A für das Finale qualifizieren, wo die Dressurpferdeprüfung Klasse A 4/1 geritten wird.

  • Das Trakehner Bundesturnier steht vom 16. bis 19. Juli in Münster-Handorf im Turnierkalender. Die Trakehner halten am bisherigen Procedere fest – zwei Prüfungen für die Dreijährigen, Finale der Vierjährigen im Rahmen einer Reitpferdeprüfung plus Beurteilung der Pferde durch zwei Fremdreiter, die je eine Note vergeben. Die Wertnoten für Typ und Qualität des Körperbaus werden jeweils aus der Qualifikationsprüfung übernommen.

  • Die DSP-Championate des Deutschen Sportpferdes finden vom 23. bis 26. Juli in Darmstadt/Kranichstein statt. Die Sichtungen erfolgen analog zum neuen Format beim Bundeschampionat mit der Entscheidung im Rahmen einer Dressurpferdeprüfung Klasse A mit fliegendem Start.

  • Die Westfalen-Woche des Westfälischen Pferdestammbuchs ist für die Tage vom 28. Juli bis 2. August terminiert. Hier gehen die Dreijährigen weiterhin zwei Prüfungen. Bei den Vierjährigen wird die Finalqualifikation im Rahmen einer Reitpferdeprüfung ausgetragen, das Finale dann aber als Dressurpferdeprüfung Klasse A.

  • Beim Hannoveraner Verband finden die Reitpferdechampionate parallel zur WM junger Dressurpferde vom 4. bis 9. August statt. Hier wird das Championat so ausgetragen wie beim Bundeschampionat vorgesehen.


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