Chacfire und Nadeshda Holsteiner Champions der fünf- und sechsjährigen Springpferde
Noch zwei wetterfeste Champions und ein Comeback-King bei den Holsteiner Pferdetagen
Kleiner Eichen-Snack aus de, eigenen Siegerkranz für den Champion der Fünfjährigen, Chacfire, unter Tjade Carstensen.
Foto: Janne Bugtrup Als sturmfest hat sich zum Abschluss der Holsteiner Pferdetage der schicke Fuchshengst Chacfire v. Chacfly-Levisto erwiesen. Wo die Performance der Konkurrenz unter den windigen Bedingungen litt, zog Chacfire unbeirrt seine Runden mit Tjade Carstensen im Sattel, sprang leichtfüßig, flüssig und mit deutlichem Zug zum Sprung mit einer 9,0 und einer 8,8 zum Titel des Holsteiner Landeschampions bei den fünfjährigen Springpferden.
„Chacfire hat sich heute ideal gezeigt. Mit sehr guten Reflexen ausgestattet, springt er immer von der oberen Stange weg und bleibt dabei locker“, so die Beschreibung der Richter.
Die Silbermedaille ging an Donatella v. Don VHP Z-Canvaro aus der Zucht von Matthias Ketelsen und mit Karina Leichle im Sattel. Hubert Uphus‘ Richterurteil: „Ein Pferd, das absolut gleichmäßig vorgestellt wurde, über einen guten Druckpunkt verfügt und dabei ideal basculiert.“ In Wertnoten ausgedrückt hieß das 8,8 und 8,6 in den beiden Umläufen.
Ein Name, der schon olympisches Gold gewonnen hat, holte in Holstein Bronze: Explosion RL v. Eldorado v/d Zeshoek-Contender. Das RL steht für Rasmus Lüneburg, der auch selbst im Sattel saß. Gezogen wurde der gekörte Hengst allerdings von Rasmus‘ Eltern Karin und Jan Lüneburg präsentierte den gekörten Hengst aus der Zucht seiner Eltern Karin und Jan. Er war Zweitbester des ersten Umlaufs mit 8,8 und erhielt in Runde zwei eine 8,4.
Die widrigen Wetterbedingungen mögen auch der Grund dafür gewesen sein, dass der Holsteiner Verbandshengst Kantato v. Keaton nachdem er bereits zwei Drittel des Parcours souverän absolviert hatte, plötzlich vor dem Steilsprung der Station Maas J. Hell scheute und auch von einem Arne van Heel im Sattel nicht davon zu überzeugen war, dass Calidos Konterfei auf den Fangständern harmlos ist. Er schied aus.
Nadeshda, die Schnelle
Bei den Sechsjährigen wurde im ersten Umlauf eine Wertnote vergeben. Die zwölf Paare mit der höchsten Bewertung (8,2 und besser) traten in der Spezialspringpferdeprüfung Klasse M** ein zweites Mal im Stechen gegen die Uhr an.
Die von Christian Schröder gezogene Nadeshda von der Söhr v. Cornet’s Quaprice-Diamant de Semilly und Jonte Hansen hatten sich mit einer 8,5 im ersten Umlauf für die Entscheidung empfohlen. Hier zeigte sich, dass Nadeshda nicht nur schön, sondern auch schnell kann: fehlerfrei, 40,10 Sekunden, das schaffte keiner besser, das war der Titel der Landeschampionesse.
Titelverteidigerin Brilliant Nessaja v. Brantzau-Quiran aus der Zucht von Johanna Wagner war von Jesse Luther für eine 8,3 durch den ersten Umlauf geritten worden. Hier war sie mit fehlerfreien 40,63 Sekunden die zweitschnellste – Silber.
Keaton-Casalito lautet die Abstammung des Bronzemedaillengewinners Kimo. Konrad Sinn ist hier der Züchter, der Stall Bengtsson der Besitzer und Rolf-Göran Bengtsson saß höchstselbst im Sattel des Braunen, der mit einer 8,5 aus Runde eins ins Stechen eingezogen war. Auch er ließ alle Stangen liegen, die Zeit: 40,99 Sekunden.
Million Dollar erfüllt alle Erwartungen
Elmshorn war das erste reguläre Turnier des Nationenpreissiegers Million Dollar seit seiner Notoperation aufgrund eines Leistenbruchs 2022. Erfreulich war nicht nur, dass der Hengst überhaupt wieder im Sport zu sehen war, sondern auch wie er sich zeigte. Bereits am Freitag war er fehlerfrei und platziert in einer 1,40 Meter-Prüfung. Am Samstag setzte er im Großen Preis noch einen drauf und wurde Fünfter.
„Er war immer im Training und will den Sport. Im besten Alter von 14 Jahren haben sich die Verantwortlichen des Holsteiner Verbandes entschieden zu zeigen, dass er nach wie vor topfit ist“, kündigte der Sprecher an, und Million Dollar zeigte recht eindrucksvoll, dass der Sprecher nicht übertrieb. Der Plot Blue-Sohn sprang mit viel Energie und vermögend wie eh und je. Das Ziel sei es, dass Million Dollar neben Keaton HV das Zweitpferd für Arne van Heel für den großen Sport wird, erklärte der Kommentator am Samstag.