Stand der Dinge in Sachen Übergriffe auf Ponys bei Preis der Besten-Sichtung in München
Vorfall Preis der Besten-Sichtung München – Verfahren eingestellt, Verband kämpft weiter
Symbolbild leere Pferdebox.
Foto: sportfotos-lafrentz.de Mitte Februar fand auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem die Sichtung zum Preis der Besten Dressur der unterschiedlichen Altersgruppen statt. Die teilnehmenden Pferde und Ponys waren in der Zeit eingestallt. In der Nacht haben sich unbekannte Täter an mehreren Ponys zu schaffen gemacht. Wie ein Zeuge vor Ort später berichtete, wurden Mähnen und Schweife, teilweise auch Schöpfe abgeschnitten, Zungen festgebunden und einem Pony ein Vorderbein im Deckengurt fixiert. Glücklicherweise ist keines der Tiere nachhaltig zu Schaden gekommen.
Verfahren eingestellt
Der Bayerische Reit- und Fahrverband als Ausrichter und Gastgeber der Veranstaltung erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und übergab die Sache schließlich der Staatsanwaltschaft München I. Monatelang tat sich nichts. Heute kam nun auf Nachfrage von EQUI PAGES die Aussage, dass das Verfahren eingestellt wurde. Der Grund: Es konnte kein Täter ermittelt werden.
Reaktion des Bayerischen Reit- und Fahrverbands
Thomas Schreder, Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbands, erklärte daraufhin, für ihn und den Verband sei die Sache damit keineswegs erledigt. „Für uns ist der Vorfall längst nicht vom Tisch!“, betonte Schreder.
Dabei gehe es dem Verband nicht nur darum, den Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Das Ganze hat auch finanzielle Konsequenzen für den Verband. Schließlich muss der Sicherheitsaufwand bei Veranstaltungen nun erheblich erhöht werden. Schreder:
„Für die Bayerischen Meisterschaften ab dem 9. Juli haben wir einen Sicherheitsservice engagiert. Außerdem haben wir ein Kamerasystem installiert, das in DSGVO-zulässigem Rahmen die Stallungen überwacht. Das sind erhebliche Mehrkosten, vor allem durch das Personal, das dadurch zusätzlich eingesetzt werden muss.“
Der Bayerische Reit- und Fahrverband hat daher selbst einen Rechtsbeistand beauftragt, der die Sache weiterverfolgt.