Online-Umfrage soll klären, wie sich die "neue" GOT auf die Pferdehaltung auswirkt
Umfrage: Erfahrungen von Tierhaltern mit der GOT
Symbolfoto: sportfotos-lafrentz.de Wie wirkt sich die derzeit gültige GOT auf die Tierhaltung in Deutschland aus? Das ist die Frage, die durch die Online-Umfrage beantwortet werden soll. Auf Drängen der Verbände hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) die Umfrage ins Leben gerufen. Sie bietet Tier- und damit auch den besonders betroffenen Pferdehaltern die Chance, ihre Erfahrungen, Nöte und Ängste aufgrund der GOT zu äußern und damit hoffentlich zu einer neuerlichen Anpassung der GOT beizutragen. Hier ist also Ihre Stimme gefragt!
Noch bis zum 26. Juli kann man an der Online-Umfrage teilnehmen. Sie nimmt etwa 10 Minuten Zeit in Anspruch, aber die ist gut investiert. Die Chance, hier Feedback aus Sicht der Betroffenen zu geben, sollte unbedingt genutzt werden, denn eine rege Beteiligung ist entscheidend, um auch Nicht-Tier- und -Pferdehaltern ein realistisches Bild von den Folgen der GOT Novelle zu vermitteln und letztlich etwas zu bewegen. Die Tierärzte wurden bereits in einer anderen Umfrage nach ihren Erfahrungen befragt.
Die Teilnahme ist anonym. Die Ergebnisse werden zusammengefasst und ausgewertet. Das Ergebnis der Auswertung kann die Basis für Anpassungen in der Zukunft sein.
FN plant weitere Gespräche
„Auskömmlich für den Tierarzt und leistbar für den Tierhalter – das ist unser erklärtes Ziel“, formuliert Dr. Klaus Miesner, Vorstand Zucht der FN und ergänzt: „Dass die ursprünglich nicht geplante Befragung stattfindet, werten wir als einen ersten Erfolg auf dem Weg zur Gestaltung fairer Tierarztkosten.“
Außerdem will die FN sich direkt an den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer wenden. Ein Gespräch ist für Juli geplant. „Dort werden wir auch die generelle Frage der Notwendigkeit der GOT stellen. Deutschland ist in Europa das einzige Land, in dem die Kosten für tierärztliche Leistungen verbindlich geregelt sind. In den EU-Nachbarländern wird es durch den freien Markt geregelt – und das funktioniert für alle Beteiligten gut“, so Miesner.