Richard Vogel gewinnt mit Nachwuchspferd Auftaktspringen des CSIO5* Spruce Meadows
Das geht ja gut los – Auftaktsieg für Richard Vogel in Spruce Meadows, Platz zwei für Deußer
Richard Vogel mit Chember in Spruce Meadows.
Foto: Spruce Meadows Masters Das Eröffnungsspringen des Masters-Wochenendes von Spruce Meadows (CSIO5*) war ein 1,50 Meter-Zeitspringen, in dem der Weltranglisten-Erste Richard Vogel den achtjährigen Holsteiner Wallach Chember vorstellte, einen Sohn des einstigen Siegerhengstes Charleston, den Vogel seit Mitte des Jahres reitet.
Der Braune steht offiziell noch im Besitz seines Züchters, Lutz Dechau. Er war 2024 Finalist beim Bundeschampionat der sechsjährigen Springpferde, damals noch mit Marieke Reimers.
Seit 2025 gehört er zum Team VW Equestrian, ging erst ein Turnier mit Sophie Hinners, dann eine Handvoll Prüfungen unter David Will, ehe Chember nach Mexiko reiste, um dort im Frühjahr 2026 von dem Mexikaner Federico Fernandez geritten zu werden.
Erst zum TSCHIO Aachen im Mai kamen beide, Pferd und Reiter, zurück nach Deutschland, starteten in der ersten Qualifikation der Youngster Tour, dann aber nicht mehr. In La Baule saß erstmals Richard Vogel im Sattel und stellte Chember prompt in den ersten 1,50 Meter-Springen vor – mit jedesmal vier Strafpunkten. In Dublin blieb Chember zum ersten Mal fehlerfrei und war platziert. Gestern gab es nun den ersten Sieg.
Sieger und Platzierte
Als 14. Paar der Prüfung übernahmen Vogel und Chember mit einer fehlerfreien 62,83 Sekunden-Runde die Führung, die sie bis zum Schluss nicht hergaben. Fast zwei Sekunden langsamer war das Paar auf Rang zwei, Martin Fuchs (SUI) mit dem zehnjährigen For Pleasure-Sohn Falcon de Toultia Z (64,58). Rang drei sicherte sich Sameh El Dayan für Ägypten im Sattel der 16-jährigen irischen Stute Aimez Moi v. Je T’Aime Flamenco (64,79).
Ebenfalls unter die Top Ten schafften es mit einer fehlerfreien Runde in der neuntbesten Zeit Jörne Sprehe und Hickstead White. Strafpunktfrei blieben auch André Thieme und DSP Chakaria, die sich allerdings etwas mehr Zeit ließen.
Zeit-, aber keine Hindernisfehler
Daniel Deußer stellte einen Neuzugang vor, den zwölfjährigen belgischen Wallach Inoui Du Seigneur v. Jenson van’t Meulenhof. Unter Rik Hemeryck war der Wallach schon Weltcup-Springen gegangen. Daniel Deußer saß voriges Wochenende in Brüssel erstmals in seinem Sattel, noch ohne Platzierung. Die wurde es auch diesmal nicht, aber hindernisfehlerfrei waren die beiden. Die vier Strafpunkte, die für sie zu Buche schlugen, erhielten sie für die Zeitüberschreitung.
Ebenso erging es Deußers frisch gebackener Mannschaftsweltmeisterkollegin Sophie Hinners mit ihrem EM-Partner My Prins. Acht Zeitstrafpunkte wurden es sogar für Christian Kukuk und Checker, die die Runde ebenfalls nutzen, um auf langen Wegen das richtige Gefühl für die vor ihnen liegenden Aufgaben zu bekommen.
Deußer Zweiter und Siebter im Tageshighlight
Nachmittags ging es dann schon mehr zur Sache in Spruce Meadows: Ein 1,55 Meter-Springen mit Stechen stand auf dem Programm. Daniel Deußer hatte hier gleich zwei Pferde gesattelt, WM-Partner Otello de Guldenboom und die quirlige Fuchsstute Pepita van’t Meulenhof.
Allzu schwierig hatte Parcourschef Leopoldo Palacios es den Teilnehmern aber noch nicht gemacht. 21 Paare erreichten das Stechen, also fast die Hälfte der 55 Starter. Daniel Deußer gehörte mit beiden Pferden dazu, war mit beiden ein zweites Mal null und mit Pepita zudem Zweitschnellster hinter dem Iren Daniel Coyle auf dem Hannoveraner Casallco-Sohn Calippo und vor McLain Ward (USA) im Sattel seines WM-Partners High Star Hero.
Otello wurde Siebter. Aus Deutschland hatte außerdem zum einen Sophie Hinners mit WM-Pferd Singclair die zweite Runde erreicht, kassierte hier aber einen Abwurf. Zwei wurden es im Stechen für Jörne Sprehe und Hot Easy. Mit ihrem zweiten Eisen im Feuer, Badenia-Sieger Toys, hatte sie einen Abwurf in Runde eins.
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