Cian O'Connor siegt im Championat von Hamburg, Holsteiner Verbandshengst Keaton Dritter

Championat von Hamburg mit Holsteiner Jubel und irischem Sieg

Springen
Cian O'Connor und Genghis Khan, Sieger im Championat von Hamburg. Foto: Sportfotos-lafrentz.de Cian O'Connor und Genghis Khan, Sieger im Championat von Hamburg. Foto: Sportfotos-lafrentz.de
Cian O'Connor sicherte sich das Championat von Hamburg. Den größten Jubel gab es allerdings für das Paar auf Rang drei.

Ein 1,55 Meter-Springen mit zwei Umläufen entschied über Sieg oder Niederlage im Championat von Hamburg. Die besten 16 Paare aus Runde eins qualifizierten sich für die Entscheidung. Drei Paare zogen allerdings zurück, darunter André Thieme und seine Null-Fehler-Garantin Chakaria, die ja wahrlich nichts mehr beweisen muss.


Dann ging es los. Die erste Nullrunde lieferten William Whitaker (GBR) und die elfjährige OS-Stute Millfield Quick Step v. Quiwi Dream in 46,79 Sekunden. Doch Mario Stevens und sein Erfolgspartner Starissa FRH konnten das schon ein Paar später unterbieten und kamen nach 46,66 Sekunden ins Ziel.


Holsteiner Verbandshengst liefert ab


Das letzte Mal, dass ein Holsteiner Verbandshengst in Hamburg gewonnen hat, war zu Casalls Zeiten. Doch nun hat Elmshorn wieder Vertreter in der großen Tour, heute im Championat den zehn Jahre jungen Kannan-Sohn Keaton mit Arne van Heel, der zwar aus den Niederlanden kommt, aber schon lange in Deutschland beheimatet ist.


Es wurde ganz still in Klein Flottbek, als die beiden die Siegerrunde in Angriff nahmen. Arne van Heel gab alles und Keaton auch. Hindernis für Hindernis wurde deutlicher, dass sie genauso gut unterwegs waren wie die bislang führenden Stevens/Starissa. Als sie fehlerfrei ins Ziel schossen und die Uhr stoppte, war klar: Sie waren sogar noch einen Wimpernschlag besser gewesen, genauer gesagt eine Hundertstelsekunde besser. Neue Führung, Riesenjubel. Für die Hamburger hätte das Springen damit enden können.


Sieger und Platzierte


Doch es kamen noch zwei Paare, die schneller waren. Das waren erst das Schweizer Olympiapaar Edouard Schmitz und Gamin van’t Naastveldhof ub 45,47 Sekunden, und dann Irlands Cian O’Connor auf Genghis Khan, einem ebenfalls erst zehnjährigen Selle Français-Wallach, der wie Keaton von Kannan abstammt, der damit zwei Pferde unter den Top drei stellte. Bei O’Connor und Genghis Khan stoppte die Uhr nach fehlerfreien 45,20 Sekunden.


Damit stand fest: Sieg für O’Connor vor Schmitz und Van Heel, Platz vier für Stevens und Starissa als bestes deutsches Paar. Jeweils einen Abwurf in der Siegerrunde hatten Jens Wawrauschek und Mava S (Platz 10) und Tom Schewe mit Congress Blue PS (Rang 12).


Heute Hamburg, morgen Weide


Cian O’Connor verriet später, dass er Genghis Khan eigentlich nur vertretungsweise für seinen Schüler Tom Wachman reitet, der gestern ein Springen hier in Hamburg gewinnen konnte. Ausgebildet wurde Genghis Khan von Emeric George. Er galt als große Zukunftshoffnung des französischen Springsports, ehe er vor einem Jahr dann an die Truppe von Coolmore Showjumping verkauft wurde. Auch wenn er Wachmans Pferd ist – auf Turnieren wurde er bislang in erster Linie von O’Connor vorgestellt. Vor Hamburg zuletzt in Mexiko, wo sie je Zweite in einer 1,45- und einer 1,50 Meter-Prüfung wurden.


Das heute war der allerdings erste und letzte Auftritt des Wallachs in Hamburg, berichtete O’Connor später: „Heute Abend geht er zurück in seinen Heimatstall nach Belgien, morgen darf er erst einmal auf die Weide.“


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


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