Louisdor-Preis 2026: Isabell Werth Qualifikationssieg auf Anakenenhof mit Back for Good aberkannt

Werth und Back for Good nicht qualifiziert für Louisdor-Preis

Dressur
Isabell Werth und Back for Good auf dem Anakenenhof in Pinneberg. Foto: Instagram Isabell Werth und Back for Good auf dem Anakenenhof in Pinneberg. Foto: Instagram
Eigentlich hatten sich Isabell Werth und Back for Good für das Finale im Louisdor-Preis qualifiziert. Nun sind sind sie aber im Nachhinein disqualifiziert worden. Damit kann sich neben Frederic Wandres auch Bernadette Brune sicher auf das Finale in Frankfurt freuen.

Es sah nach einer weiteren dieser Isabell Werth-Geschichten aus: Plötzlich und unerwartet kommt die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten mit einem Pferd, das die wenigsten kennen und keiner auf dem Zettel hat, um die Ecke und qualifiziert sich „eben mal“ für das Finale im Louisdor-Preis. So geschehen mit dem Brandenburger Wallach Back for Good auf dem Anakenenhof in Pinneberg bei Hamburg vor drei Wochen. Sowohl die Einlaufprüfung als auch die eigentliche Qualifikation hatte das Paar mit hohen Bewertungen der Jury gewonnen.


Verstoß gegen die Ausschreibung


Nun hat sich aber herausgestellt: Der Fuchs hätte gar nicht an den Start gehen dürfen. Hintergrund ist der Umstand, dass Pferde, die in den Finalqualifikationen um den Louisdor-Preis konkurrieren, S-platziert sein müssen. Dieses Kriterium erfüllte der große Brandenburger nicht. Er war zwar zweimal in Dressurprüfungen der Klasse S an den Start gegangen, einmal im Jahr 2024 und einmal im Jahr 2025. Aber platziert war der Ben Benicio-Sohn nicht. Damit hätte er eigentlich gar nicht nach Pinneberg reisen dürfen.


Dieses Detail war offenkundig übersehen worden, sodass Werth den talentierten Fuchs aus dem Besitz der vielfachen österreichischen Staatsmeisterin Victoria Max-Theurer dort zum vermeintlichen Qualifikationssieg geritten hatte. Wie Pferdesport Deutschland gegenüber EQUI PAGES bestätigte, ist das Paar mittlerweile von beiden Prüfungen disqualifiziert worden. Im Internetportal FN-Erfolgsdaten standen die beiden allerdings am Vormittag des 21. September noch als Sieger beider Prüfungen verzeichnet. Das soll aber schnell korrigiert werden.


Bernadette Brune und Vaderland OLD sind in Frankfurt dabei


Für das Starterfeld in Frankfurt bedeutet das, dass Frederic Wandres und Veuve Cliquot sich als Sieger der Qualifikation auf dem Anakenenhof über das Ticket für die Frankfurter Festhalle am vierten Adventswochenende freuen können. Das konnten sie so und so, da sie als bislang Zweitplatzierte schon qualifiziert waren.


Noch größer dürfte aber die Freude sein bei Bernadette Brune, die die drittbeste Runde auf dem Anakenenhof gezeigt hatte und die nun mit ihrem Oldenburger Hengst Vaderland OLD sicher qualifiziert für das Louisdor Preis-Finale ist.


Noch eine Etappe


Die letzte Etappe des Louisdor-Preis findet vom 8. bis 11. Oktober in Guxhagen-Dörnhagen statt. Das Finale wird am vierten Adventswochenende, vom 16. bis 20. Dezember in der Frankfurter Festhalle stattfinden. Dann wohl ohne Isabell Werth, es sei denn der Nikolaus oder andere Instanzen halten noch eine Überraschung parat.


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