Weltrangliste Dressur Verboomen zurück an Spitze, 10 Deutsche unter Top 50, Charlott-Maria Schürmann springt auf Rang 18
Verboomen wieder Nummer eins der Weltrangliste, Werth Vierte, Schürmann Rang 18
Zonik Plus und Justin Verboomen (BEL). Foto: FEI/Leanjo de Koster Führungswechsel an der Spitze der Weltrangliste in der Dressur: Der Belgier Justin Verboomen hat mit Zonik Plus wieder die Topposition in der FEI-Dressur-Weltrangliste übernommen. Nach dem Nations-Cup-Sieg mit dem belgischen Team in Lier – auf heimischem Boden – hat das Paar die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour von Rang eins verdrängt. 2.026 Punkte stehen für Verboomen zu Buche, 2.018 für die Dänin. Charlotte Fry (GBR) bleibt Dritte mit 1.971 Punkten.
Die Pferderangliste spiegelt die Athletenwertung punktgenau wider: Zonik Plus vor Mount St John Freestyle und Glamourdale. Isabell Werth – in der Athletenwertung unverändert Vierte – schießt mit dem zehnjährigen Viva Gold OLD außerdem von Rang 111 auf Rang sechs. Drei internationale Turniere, sechs Prüfungen, fünf Siege – Mission accomplished! Und damit ein Back Up für die WM in Aachen, sollte Top-Pferd Wendy ausfallen, wie sie im Interview gegenüber EQUI PAGES schon gesagt hat.
Zehn Deutsche unter Top 50, aber nur Werth in Top 10
Von zehn Deutschen, die es in die Top 50 der Weltrangliste geschafft haben, sind neun an Position 30 oder besser rangiert. Allerdings schafft es lediglich Isabell Werth unter die Top 10. Raphael Netz (13.), Jessica von Bredow-Werndl (14.), Katharina Hemmer (17.) sind in ihren Positionen relativ unverändert.
Riesensprung für Charlott-Maria Schürmann
20 Positionen hat Charlott-Maria Schürmann gutmachen können. Ein gewaltiger Sprung in die Weltspitze, den sie der Siegesserie mit Dante’s Pearl OLD (übrigens 19 der Pferdewertung und damit viertbestes Pferd hinter Wendy. Viva Gold und Times Kismet) zu verdanken hat. Ingrid Klimke (20.), Frederic Wandres (23.), Benjamin Werndl (26.) und Moritz Treffinger (30.) hier geht’s zur Homestory) sowie Svenja Kämper-Meyer (43.) komplettieren die zwei Handvoll deutscher Reiterinnen und Reiter in der Top 50.
Justin Verboomen: Turnierpause bis zur WM
Jsutin Verboomen und Zonik Plus hatten die Rangliste seit den Dressur-Europameisterschaften in Crozet (FRA) im August 2025 dominiert – historisches Doppelgold, erstmals für Belgien. Ende März hatte dann die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour die Führung übernommen. Der Grund: eine geplante Wettkampfpause für den damals noch jungen Hengst zu Saisonbeginn.
Jetzt, nach lediglich drei Turnieren und einer makellosen Bilanz in dieser Saison, ist das Paar zurück in der Pole Position. Zonik bekommt nun erneut eine Pause. Die Vorbereitung auf die WM in Aachen soll ruhig verlaufen. Kein Druck!
Natürlich ist es wunderbar, wieder Weltranglistenerster zu sein. Es ist eine großartige Anerkennung für die geleistete Arbeit – aber es ist nicht mein Hauptziel. Für mich ist das Wichtigste, dass mein Pferd sich wohlfühlt, in seiner Arbeit glücklich bleibt und weiterlernen möchte.
Justin Verboomen
Ohne Ehrgeiz ist der Weltranglistenersten aber nicht: „Zonik hat noch enormes Potenzial. Ich spüre, dass wir noch nicht alles gezeigt haben, wozu er fähig ist. Ich hoffe, dass wir gemeinsam weiter aufbauen können, Schritt für Schritt, und in der Zukunft noch bessere Dinge zeigen werden.“
Teamwork statt Einzelkämpfer
Verboomen betont die Bedeutung seines Umfelds – insbesondere seiner Schwester Clarisse, die als Pflegerin an seiner Seite ist: „Ein Platz als Weltranglistenerster wird nie allein erreicht. Ich habe das Glück, sehr gut umgeben zu sein. Meine Schwester spielt eine wesentliche Rolle mit Zonik, und all das trägt zu unseren Ergebnissen bei.“