Grand Prix Comeback von Olympiasilbermedaillengewinnerin Sabine Schut-Kery
US-Olympiareiterin Sabine Schut-Kery hat wieder ein Ü70 Prozent-Grand Prix-Pferd
Jersey mit Kimberly Pap bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde 2021 in Verden. Foto: Archiv sportfotos-lafrentz.de Als die in Krefeld geborene und inzwischen in Kalifornien beheimatete Sabine Schut-Kery 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio für Furore sorgte, saß sie im Sattel eines Hannoveraners, Sanceo v. San Remo. Die beiden begeisterten mit ihren harmonischen Auftritten, waren drittbestes Paar im Grand Prix Special und hatten damit den Löwenanteil an der Silbermedaille der USA im Dressurviereck. Es war das letzte Turnier des Hengstes. Dabei war er aus europäischer Sicht ein Newcomer, denn er war nie ein Grand Prix-Turnier in der „alten Welt“ gegangen, immer nur in den USA. Seither wartete man gespannt, ob Sabine Schut-Kery noch einmal ein Pferd bekommen würde, mit dem sie ein ähnlich harmonisches Team abgibt.
Ein neuer Sanceo?
Bis Olympia ist es ein weiter Weg, aber immerhin hat Sabine Schut-Kery nun wieder ein Grand Prix-Pferd im Stall, wie der niederländische Zuchtverband KWPN berichtet. 2023 bekam sie den heute zwölfjährigen gekörten KWPN-Hengst Sonnenberg’s Jersey v. Vivaldi-Ferro unter den Sattel. Mit ihm war Schut-Kery am vergangenen zum zweiten Mal auf diesem Niveau turniermäßig im Einsatz und erzielte bei einem nationalen Turnier in Somis, Kalifornien, 70,978 und 73,261 Prozent.
Um für den US-Elitekader infrage zu kommen, müssen die Paare in den USA Ergebnisse von 74 Prozent und besser in Grand Prix und/oder Special vorweisen können. Für den Perspektivkader hätten sie sich schon empfohlen. Hier sind 71 Prozent und mehr gefragt.
Verkauft, gekört, WM, USA
Der Rapphengst Jersey stammt aus der Zucht von P. Wetzelaer in Herpen. Dreijährig wurde er bei der KWPN Select Sale Auktion für den Spitzenpreis von 160.000 Euro an das Stoeterij Turfhorst verkauft, anschließend erhielt er ein positives Körurteil. Seine Leistungsprüfung bestand er mit 82,5 Punkten.
Die Grundausbildung unter dem Sattel erhielt Jersey von Kimberly Pap. Mit ihr qualifizierte er sich 2021 für die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde, wo sie das kleine Finale gewannen und letztlich Platz 14 der 15 Finalisten belegten.
Zwei Jahre später wanderte Jersey in die USA aus und gelangte unter den Sattel von Sabine Schut-Kery. Noch im gleichen Jahr waren sie erfolgreichstes US-Paar auf Prix St. Georges Niveau mit durchschnittlich 73,6 Prozent. Ein Jahr später wurden die beiden Intermédiaire I-Champions des Landes und der Hengst zum „Pferd des Jahres“ des US-Dressurverbands gewählt. 2025 ging er die ersten Intermédiaire II-Prüfungen.