Hendrik Lochthowe und Iowa Gold – S-siegreich im ersten Anlauf

Der Bundestrainer macht’s vor: Siegereicher erster Turnierstart 2026 für Hendrik Lochthowe

Dressur
Hendrik Lochthowe und Iowa Gold. Foto: Hengststation Hoffrogge Hendrik Lochthowe und Iowa Gold. Foto: Hengststation Hoffrogge
Der Co-Bundestrainer der deutschen Dressurreiter, Hendrik Lochthowe, ist in Dorsten zum ersten Mal seit langem wieder selbst Turnier geritten und stellte mit Iowa Gold einen neuen Partner vor – erfolgreich.

Hendrik Lochthowe nutzte die Nähe zum Turnierplatz in Dorsten, um seit langem mal wieder in weiße Reithosen und Frack zu schlüpfen und selbst Turnier zu reiten, statt am Vierecksrand zu stehen und zu coachen. Zwei Pferde hatte er für die Dressurprüfung Klasse S* auf Kandare genannt, darunter eines, mit dem er noch nie auf dem Turnier war: den neunjährigen Oldenburger Hengst Iowa Gold von der Station Hoffrogge in Dorsten.


Iowa Gold ist turniermäßig ein ziemlich unbeschriebenes Blatt. Der Sohn des Asgard’s Ibiza ist ein Weihegold-Urenkel über Weihnira v. De Niro und Weihcine v. Fürst Heinrich. Weihegold ist also die dritte Mutter und ihre Besitzerin Christine Arns-Krogmann hat mit Iowa Gold ein weiteres Aushängeschild ihrer „Weihe-Dynastie“ gezüchtet.


Dorsten war der vierte Turnierstart im Leben des Rappen. Er ging jeweils eine Dressurpferdeprüfung Klasse A und L und hat beide gewonnen. Letztes Jahr folgte dann der erste Start in Klasse M*, ohne Dressurpferde-Bonus. Den beendete er auf Rang drei, bislang sein „schlechtestes“ Ergebnis. Bei all diesen Gelegenheiten saß Beatrice Hoffrogge im Sattel. Nun saß erstmals Hendrik Lochthowe auf Iowas Rücken und ritt ihn in seiner ersten S-Dressur direkt zum Sieg mit 70,983 Prozent.


S***-Sieg für Hoffrogge mit Zukunftshoffnung


Mal von der Tatsache abgesehen, dass Iowa Gold bei ihnen stationiert ist, verbindet Beatrice Hoffrogge auch die Abstammung mit dem Hengst. Seine Uroma Weihegold war es, die Hoffrogge – damals noch Buchwald – auf einen Schlag bekannt machte, als die beiden erst den Nürnberger Burg-Pokal und dann auch das Louidor-Preis Finale gewannen. Nach den ersten Grand Prix-Einsätzen übernahm dann Hoffrogges damalige Chefin Isabell Werth die Zügel der Stute. Seit sie sich auf der Anlage ihrer eingeheirateten Familie selbstständig gemacht hat, war Hoffrogge primär mit jungen Pferden erfolgreich. Bis jetzt. Denn Iowa Gold mag sie vorerst abgegeben haben, aber dafür hat sie seit diesem Jahr wieder ein „selbst gemachtes“ Grand Prix-Pferd unter dem Sattel: Dancelli.


Den nun elfjährigen Dante Weltino-Sohn (ein ausführliches Portrait über diesen Hengst finden Sie hier) hat Hoffrogge bereits dreijährig unter den Sattel bekommen und von der Pike auf ausgebildet. Als sie EQUI PAGES im Januar von ihrem Neuzugang Lodovico berichtete, hatte Dancelli seinen ersten S***-Start noch vor sich. Inzwischen hat er längst bewiesen, was er kann. Zuletzt waren die beiden Anfang Mai in Mettmann am Start, waren dort Dritte in der Intermédiaire II mit 72,810 Prozent und gewannen die zweite S***-Prüfung der Ausschreibung haushoch mit 75,40 Prozent.


 


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