Lisa Wernitznig und Superb überzeugen bei WM-Sichtung in Österreich

Lisa Wernitznig mit Isabell Werths Superb zur WM?

Dressur
Basel war das letzte gemeinsame Turnier von Superb und Isabell Werth. Foto: Sportfotos-lafrentz.de Basel war das letzte gemeinsame Turnier von Superb und Isabell Werth. Foto: Sportfotos-lafrentz.de
Isabell Werths österreichische Stallreiterin Lisa Wenitznig hat die Stute Superb übernommen und schielt mit ihr in Richtung WM. Die Chancen scheinen ziemlich gut zu stehen – auch wenn ein entscheidendes Detail noch fehlt.

Bereits Ende der vergangenen Saison stellte Lisa Wernitzig erstmals die 14-jährige Hannoveraner Stute Superb vor. Ausgebildet wurde die Surprice-Tochter von Wernitznigs Chefin Isabell Werth, die mit ihr auch international am Start war. Doch hundertprozentig harmonieren wollte es mit den beiden zuletzt nicht mehr. Das letzte gemeinsame Turnier war Basel 2025, wo sie den Grand Prix mit 72,761 Prozent gewannen und zweite in der Kür wurden (74,680).


Lisa Wernitznig gab im Dezember in Wickrath ihr Intermédiaire II-Debüt mit der Stute, das mit 69,21 Prozent auf Rang drei endete. An gleicher Stelle gewannen sie im Februar den Kurz-Grand Prix (72,130), und in Hamminkeln stand dann erstmals ein Grand Prix de Dressage auf dem Programm. Ergebnis: Sieg mit 73,970 Prozent.


Sichtung in Österreich


Mit diesen Ergebnissen im Rücken reiste das Paar Anfang dieser Woche nach Österreich, um dort bei der „kommissionellen Nachsichtung“ des Österreichischen Pferdesportverbandes ihre Ansprüche auf eine Berücksichtigung für die WM-Auswahl von Wernitznigs Heimat geltend zu machen. Das gelang ihnen.


Drei Richter waren anwesend, darunter Elke Ebert. Sie gaben Wernitznig, die eigentlich aus Kärnten stammt, genau 71 Prozent, das beste Ergebnis unter den drei Teilnehmern.


Das ist im internen Rennen um die WM-Startplätze vielversprechend. Um für eine Nominierung infrage zu kommen, müssen die beiden sich allerdings auf internationalem Parkett qualifiziert haben und bislang waren sie noch nie bei einem CDI am Start. Bis zum 6. Juli, dem Tag der Nominierungen, müssen sie bei mindestens zwei internationalen Grand Prix-Turnieren (ab CDI3* und höher) Bewertungen von 66 Prozent und besser erhalten haben. Wann die beiden erstmals international in Erscheinung treten, ist laut dem österreichischen Portal eqwo.net noch offen.


Änderungen im Verband


In Österreich tut sich momentan viel. Vor wenigen Tagen endete eine Ära an der Spitze des Österreichischen Pferdesportverbandes. 24 Jahre war die Dressur-Olympiasiegerin Elisabeth Max-Theurer als Präsidentin im Amt. Nun wurde sie nicht wiedergewählt. Sie erhielt 60 Stimmen der 126 Delegierten aus allen Bundesländern. Ihr Konkurrent, der Politiker Herbert Gugganig aus der Steiermark, kam auf 66 Stimmen.


Damit ist Herbert Gugganig neuer OEPS-Präsident zusammen mit Johannes Mayrhofer (Leiter des Pferdesportzentrums Stadl Paura), Dr. Leopold Erasimus, Dr. Andrea Blaszczyk und Dr. Inge Margreiter.


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