Moritz Treffinger und Morricone gewinnen Piaff-Förderpreis Auftakt in Mannheim

Moritz Treffinger und Morricone – Probleme beim Zählen, trotzdem der Hit in Mannheim

Dressur
Moritz Treffinger und Morricone, Sieger der Piaff-Förderpreis Station in Mannheim. Foto: Sportfotos-lafrentz.de Moritz Treffinger und Morricone, Sieger der Piaff-Förderpreis Station in Mannheim. Foto: Sportfotos-lafrentz.de
Moritz Treffinger hat das Piaff-Förderpreis Finale 2025 gewonnen, ist U25 Europameister und war beim Weltcup-Finale dabei. In Mannheim zeigte er erneut, warum.

Um das gleich vorweg zu nehmen, an seinen mathematischen Fähigkeiten liegt es nicht. Denn Treffinger ritt heute in der entscheidenden Piaff Förderpreis Qualifikation von Mannheim statt der geforderten 15 17 Einerwechsel. Kein Problem für seinen vierbeinigen Partner unter dem Sattel. Treffinger schüttelte über sich selbst den Kopf: „Wir waren noch nicht auf so vielen gemeinsamen Turnieren. Mannheim war erst unser zweites CDI, aber es macht solchen Spaß, ihn zu reiten. Weil er sich selbst präsentieren möchte, weil er außerdem wunderschön ist und ein Riesenego hat, das er voll für den Reiter einsetzt.“ Und was der besonders gut kann, ist elegant zu Pferde zu sitzen und gefühlvoll und dezent einzuwirken.


Belohnt wurde der Auftritt der beiden heute mit 71,128 Prozent. Das genügte, um das Siegerpaar der Sichtung, Lucie-Anouk Baumgürtel und First Vienna, auf Rang zwei zu verweisen (70,359).


Knapp geschlagene Dritte waren mit 70,308 Prozent die Siegerinnen der Einlaufprüfung, Rose Oatley und die von Charlotte Dujardin übernommene Alive and Kicking. In der Trabtour lagen sie noch vorn. Aber im Galopp verpatzten sie zwei doppelt zählende Lektionen, die Linkspirouette und die Einerwechsel. Die Platzziffern für die beiden lauteten 1, 10, 5, 2, 4.


Treffingers zweites Eisen


Bemerkenswert ist bei Moritz Treffinger auch, mit wie vielen Pferden er inzwischen auf S***-Niveau unterwegs ist. Wie er zum Gestüt Bonhomme gekommen ist, hatte er uns bei einer Homestory daheim in Werder erzählt. Hier hat er alle Chancen bekommen, aber er wusste sie auch zu nutzen, nicht nur mit den bereits fertig ausgebildeten Pferden, sondern beispielsweise auch mit der zehnjährigen Oldenburger Stute Florida Keys v. Fiderdance aus Bonhomme’scher Eigenproduktion. Diese Stute hat Treffinger selbst bis Grand Prix ausgebildet und ritt sie bei ihrem ersten Auftritt vor großer Kulisse auf Rang 14 (66,014).


Resümee des Bundestrainers


Befragt nach seinen Eindrücken, erklärte Nacwuchsbundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen: „Moritz Treffinger konnte seinen Ritt zelebrieren. Lucie-Anouk Baumgürtel und Rose Oatley, die Platz drei belegte, sind zwei Reiterinnen, die den Sport lieben und sich immer wieder neu beweisen wollen. Sie haben starke Nerven, sind sehr routiniert in ihrer Vorbereitung und können abliefern. Das haben sie heute einmal mehr unter Beweis gestellt“, lobte er die drei Top-Paare und stellte fest: „Ich fahre zufrieden nach Hause, weil wir hier in Mannheim sehr gute Bedingungen hatten, sehr viele gute Paare gesehen haben und weil sich einmal mehr gezeigt hat, dass sich unsere Nachwuchsarbeit bewährt.“


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