Zweimal Platz zwei für Jessica von Bredow-Werndl und Kismet bei Weltcup Mariakalnok

Gelungener Weltcup-Einstand von Jessica von Bredow-Werndl und Kismet

Dressur
Ehrenrunde in Mariakalnok mit den Siegerinnen Sandra Sysojeva/Maxima Bella in der Mitte, rechts daneben Jessica von Bredow-Werndl/Kismet und links Diana Porsche/Imhotep. Foto: Dressurzentrum Mariakalnok/Lukasz Kowalski Ehrenrunde in Mariakalnok mit den Siegerinnen Sandra Sysojeva/Maxima Bella in der Mitte, rechts daneben Jessica von Bredow-Werndl/Kismet und links Diana Porsche/Imhotep. Foto: Dressurzentrum Mariakalnok/Lukasz Kowalski
Kein bisschen weniger interessant als die Entscheidungen auf dem Viereck in Mannheim war die Weltcup-Station in Mariakalnok, Ungarn.

Das Weltcup-Finale in Fort Worth ist gerade 14 Tage her, da ist hat Sandra Sysojeva ihre erst zehnjährige Millennium-Tochter Maxima Bella in Mariakalnok schon wieder auf Punktejagd geschickt. Das hat geklappt. Bei der Station der Westeuropa-Liga gewann die Piaffe-Passage-Spezialistin sowohl den Grand Prix (76,457) als auch die Weltcup-Kür (82,560).


Wirklich überraschend war das nicht. Die beiden waren mit Abstand das erfahrenste Paar auf der Starterliste. In den zwei Jahren, die die Stute nun vom Alter her Grand Prix gehen darf, hat sie 53 Starts absolviert, war bei zwei Weltcup-Finals am Start, den Olympischen Spielen in Paris und den Europameisterschaften in Crozet.


Zweimal Platz zwei für Kismet


Sehr viel weniger Meilen auf dem Tacho haben die beiden einst von Charlotte Dujardin in den Sport gebrachten Pferde Kismet und Imhotep, die beide ebenfalls in Mariakalnok am Start waren, Kismet mit Jessica von Bredow-Werndl und Imhotep mit Diana Porsche, die eigentlich Österreicherin ist, aber inzwischen für Ungarn reitet, also quasi ein Heimspiel hatte.


Jessica von Bredow-Werndl und Kismet zeigten in Mariakalnok, dass sie auf dem Weg sind, ein eingespieltes Team zu werden – auch wenn ihnen heute in der Kür die Einerwechsel zum Verhängnis wurden und sich ein verstolperter Wechsel bei den Zick-Zack-Traversalen einschlich. Aber die beiden sind ein sehr elegantes Paar und die Stute besticht mit ihrer Leichtfüßigkeit. Zu den Highlights ihrer Kür zählten der starke Trab, die Traversalverschiebungen, teilweise die Piaffen, die Pirouetten und die Zweierwechsel. Zeitweise wünschte man sie sich etwas ehrlicher von hinten nach vorne über den Rücken zur Hand hin arbeitend. In den Verstärkungen gelingt das schon sicher und dann wird auch deutlich, was da noch alles möglich ist. Doch beispielsweise im starken Schritt rollte Kismet sich eher ein, als der nachgebenden Hand zu folgen. Dabei blieb sie aber sicher im Takt, auch in der Versammlung. Im Grand Prix wurden es 72,304 Prozent und Platz zwei hinter Maxima Bella. In der heutigen Kür schielten sie mit 79,270 Prozent schon in Richtung Ü80-Club. Auch das war der zweite Platz.


Weltcup-Premiere von Imhotep mit neuer Reiterin


Ein gutes Jahr haben sich Diana Porsche und Imhotep Zeit gelassen, um sich kennenzulernen (wobei Porsche in der Zeit auch Mutter geworden ist). Nun haben sie die ersten Starts hinter sich, waren zweimal siegreich in Motesice und gaben in Mariakalnok ihren Weltcup-Einstand, den sie mit zweimal Platz vier beendeten (71,370 bzw. 74,280 Prozent). Der Fuchs neigte schon immer zu absoluter Aufrichtung, das wird auch unter seiner neuen Reiterin deutlich. Aber die kraftvolle Piaffe-Passage-Tour des nun 13-jährigen KWPN-Wallachs v. Everdale bringt Punkte.


Platz drei bleibt in der Familie


Vor einigen Wochen berichteten wir über den Unfall der Französin Camille Judet Cheret. Bereits letztes Wochenende in Gössendorf war sie zum ersten Mal wieder im Start und in Mariakalnok ging es dieses Wochenende weiter. Im Grand Prix musste sie mit ihrem Johnson-Sohn Herelja Higgins noch mit Platz fünf Vorlieb nehmen (70,870). Hier war es ihr Partner Corentin Pottier auf dem zuverlässigen Totilas-Sohn Gotilas du Feuillard, der mit 72,109 Prozent die Top drei komplettierte. In der Kür tauschten die beiden Plätze. Camille ritt ihren 14-jährigen Wallach mit 74,320 Prozent auf Rang drei. Corentin wurde mit 74,270 Prozent ganz knapp geschlagener Fünfter hinter Porsche und Imhotep.


Alle Ergebnisse aus Mariakalnok finden Sie hier.


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