Viva Gold auch im Grand Prix Special von Mannheim überlegen

Viva Gold trotz Patzern nicht zu schlagen im Special von Mannheim

Dressur
Isabell Werth und Viva Gold in Mannheim. Foto: Sportfotos-lafrentz.de Isabell Werth und Viva Gold in Mannheim. Foto: Sportfotos-lafrentz.de
Wie der Grand Prix ging auch der Grand Prix Special von Mannheim an Isabell Werth und Viva Gold – obwohl sie auch heute nicht fehlerfrei durch die Galopptour kamen. Dahinter reihten sich weitere Louisdor-Preis Platzierte und Sieger ein.

Mannheim war der zweite Grand Prix Special in der noch jungen Karriere von Isabell Werths zehnjährigem Oldenburger Hengstes Viva Gold, Sieger des Louisdor-Preis Finales 2025. Bislang ist er ungeschlagen und blieb es auch heute. „Genauso wie im Grand Prix, in der Galopp-Tour noch etwas lässiger“ wolle sie heute reiten, hatte Isabell Werth nach ihrem gestrigen Sieg erklärt. Das klappte zumindest zum Teil.


Erneut hatte der wunderschöne Vivaldi-Sohn und Weihegold-Enkel aus der Zucht von Christine Arns-Krogmann tolle Momente, vor allem in den Passagen aber auch in der Schritttour – sieht man hier mal von dem etwas unnatürlich exaltiert fußenden Vorderbein ab. Dem gegenüber standen Probleme in der Galopptour, wo der Hengst zunehmend eng wurde und hinter die Senkrechte kam. Auf der Diagonalen mit den Einerwechseln setzte er in der Mitte einmal aus und auch die Einerwechsel zwischen den Pirouetten (die gut gelangen, insbesondere die nach links) klappten nicht fehlerfrei. Die Trabverstärkungen wünschte man sich mehr durch den Körper und weniger eilig. In die erste Piaffe aus dem versammelten Schritt kam Viva Gold nicht sofort in den Takt, die zweite gelang besser, auch wenn der Hengst hier mit dem Vorderbein noch rückständig bleibt und wegkippt.


Unter dem Strich kam das Paar auf 76,319 Prozent. Das ist deutlich weniger als sie bei ihrem ersten Special-Auftritt in Herning erhalten hatten, wo sie schon an der 80 Prozent-Marke kratzten, aber es reichte heute locker für den Sieg.


Platz zwei für Escolar’s Emil


Schon in Frankfurt wurden Thomas Wagner und Escolar’s Emil zweite hinter Viva Gold und Werth und dort landeten sie auch heute. Wie beim Siegerpaar waren die Richter sich einig in ihrer Platzverteilung. Der mächtige Escolar-Sohn ging eine fehlerfreie Prüfung mit Highlights insbesondere in der Trabtour. Allerdings fußte er insbesondere in der zweiten Piaffe nicht geschlossen genug unter den Körper. In der Galopptour glänzte er in den Einerwechseln und ganz dem Erbe seines Vaters folgend in der Verstärkung. Und Escolar’s Emil kann seine Riesenübersetzung auch durch den Körper zurückführen, wie er in den Pirouetten zu zeigen vermag. Alles in allem eine schöne Prüfung, bei der in den Piaffen noch Luft nach oben ist. In Punkten ausgedrückt: 71,234 Prozent.


Louisdor-Preis Sieger Nummer zwei auf Rang drei


Neben Viva Gold war auch der Louisdor-Preis Sieger 2024 in Mannheim am Start, der Sezuan-Sohn Sheldon Cooper mit Carina Harnisch. Seit jeher gefällt dieses Pferd durch die reelle Grundausbildung, die sich wie in roter Faden durch seine Auftritte zieht. Dass sie heute mit 69,660 Prozent unter dem „ziemlich gut“ blieben, lag an zwei Patzern in der Galopptour in den Einerwechseln und der – doppelt zählenden – Rechtspirouette. Im Gesamteindruck erhielt das sympathische Paar viermal 7,5 und einmal 8,0. Damit lag Dr. Evi Eisenhardt hier in ihrer Bewertung höher als beim Siegerpaar, dem sie eine 7,5 gegeben hatte.


Eine schöne Vorstellung war beispielsweise auch die von Dorothee Schneiders Schülerin Anna-Louisa Fuchs auf dem zehnjährigen Duvetico, die mit 68,128 Prozent bewertet wurde, was Rang fünf bedeutete hinter dem österreichischen Duo Felicita Simoncic und Four Legends (68,766).


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


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