Lisa Wernitznig und Superb gewinnen Grand Prix Special beim CDI Achleiten

Lisa Wernitznig und Superb einen Schritt weiter gen WM

Dressur
Lisa Wernitznig, hier auf Majestic Taonga.
Foto: sportfotos-lafrentz.de Lisa Wernitznig, hier auf Majestic Taonga. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Der CDI Achleiten, Heimat der ehemaligen Präsidentin des Österreichischen Pferdesportverbands, Elisabeth Max-Theurer, war einmal ein Schaulaufen der Championatskandidaten – auch welchen, die aus Deutschland angereist sind.

Vor gut vier Wochen hatte Isabell Werths aus Österreich stammende Stallreiterin Lisa Wernitznig mit der 14-jährigen Hannoveraner Stute Superb die interne Sichtung des Österreichischen Pferdesportverbands OEPS bestritten und sich dort mit dem besten Ergebnis der drei Teilnehmer – 71 Prozent im Grand Prix – für die WM in Aachen empfohlen. Allerdings fehlte den beiden noch etwas ganz entscheidendes: die internationale Qualifikation. Die haben sie seit diesem Wochenende in der Tasche.


Sieg im Special


Um für die Weltmeisterschaft in Aachen infrage zu kommen, müssen alle Teilnehmer neben den landesinternen Qualifikationskriterien die FEI Anforderungen erfüllen. Und die lauten in der Dressur: mindestens zwei Ergebnisse von 66 Prozent und besser in Grand Prix und/oder Special bei zwei verschiedenen CDIs. Die hat Lisa Wertnitznig nun in der Tasche.


In Lier war sie Sechste im Grand Prix mit 68,826 Prozent und Dritte im Special mit 68,830 Prozent. Dieses Wochenende konnten sie noch ein Schippchen drauflegen: Platz vier im Grand Prix mit 69,152 Prozent und Sieg im Special mit 71,107 Prozent.


Die Mannschaftsmedaillen werden bei der WM nach dem Grand Prix vergeben. In Achleiten traten fünf der neun Teilnehmer des Grand Prix für Österreich an. Wernitznig und Superb waren das drittbeste hinter Sieger Florian Bacher auf Da Vinci (70,913) und Peter Gmoser mit Dante’s Daiquiri (70,609). Zwischen die Vertreter der Gastgeber konnte sich nur Laura Strobel im Sattel von Valparaiso drängen (70,109). Wobei Achleiten auch für sie gewissermaßen ein Heimspiel ist, schließlich ist sie Bereiterin im Gestüt Vorwerk, das ebenfalls Achleiten-Hausherrin Max-Theurer gehört.


Noch ein neues österreichisches Paar


Auf dem Papier sieht es also recht gut aus für Wernitznig mit der WM-Qualifikation. Allerdings war auch in der Drei-Sterne-Tour ein Paar am Start, das Qualifikationsergebnisse braucht: Stefan Lehfellner mit dem Halb-Lusitano L’Espoir, dem Pferd seiner Lebensgefährtin Victoria Max-Theurer, die ihrem Partner den elfjährigen Wallach überlassen hat, weil sie ein Kind erwartet. Dieses Wochenende war Turnierpremiere für die beiden, und die ließ sich recht gut an.


Den Grand Prix der Drei-Sterne-Tour gewannen sie mit 69,913 Prozent vor einem alten Bekannten, Ann-Kathrin Lindners einstigem U25-Europameister FBW Sunfire. Der nun 17-jährige San Amour-Sohn geht mittlerweile unter Florian Bacher für Österreich und erzielte 67,695 Prozent. Auch für die beiden war dieses Wochenende eine gemeinsame Premiere. Nach Platz zwei im Grand Prix folgte Rang drei im Special mit 66,042 Prozent.


Auch hier waren es Lehfellner und L’Espoir, die die Kollegen hinter sich ließen. 70,766 Prozent lautete die Bewertung. Damit hat das Paar das erste der beiden Qualifikationsergebnisse also in der Tasche. Für das zweite haben sie noch bis zum 6. Juli Zeit. Das ist der Tag der Nominierungen.


Bekanntes Pferd unter neuem Reiter Nummer drei in diesem Aufgebot war der Oldenburger Wallach Mist of Titanium mit der Australierin Alanna Richards im Sattel. Emma Kanerva hatte den Millennium-Sohn einst ausgebildet. Seit diesem Jahr stellt die 34-jährige Australierin ihn nun vor. Für die beiden als Paar und Richards als Reiterin war Achleiten das zweite internationale Turnier, das sie als Dritte des Grand Prix (66,022) und Vierte des Special (65,213) abschlossen.


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


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