Max Paschertz gewinnt U21-Grand Prix der Future Champions und weitere News aus Hagen

Paschertz mit „Wow-Effekt“ zum Abschluss der Future Champions und mehr

Dressur
Endlich! Sieg mit "Wow-Effekt" für Max Paschertz und Cathilde H im Großen Preis der Jungen Reiter bei den Future Champions.
Foto: Rüchel Endlich! Sieg mit "Wow-Effekt" für Max Paschertz und Cathilde H im Großen Preis der Jungen Reiter bei den Future Champions. Foto: Rüchel
Am Freitag im Nationenpreis zweimal Streichergebnis, heute der König: Max Paschertz hat es bei den Future Champions allen gezeigt. Das und mehr vom Abschlusstag in Hagen.

Springen


Der Große Preis der Jungen Reiter war der krönende Abschluss im Springstadion. Er hätte aus deutscher Sicht kaum besser laufen können. 65 Paare wagten sich an einen anspruchsvollen Parcours. Fürs Stechen qualifizierten sich nur fünf. Als erster musste bzw. durfte Max Paschertz mit Foodfox‘ Cathilde H in den verkürzten Parcours einreiten. Am Freitag im Nationenpreis waren die beiden ebenfalls erstes Paar gewesen, konnten mit sechs und zwölf Strafpunkten die in sie gesetzten Hoffnungen jedoch nicht ganz erfüllen. Das war heute ganz anders.


Mit einer fehlerfreien Runde in 38,78 Sekunden setzten sie eine Benchmark, an der sich die Konkurrenz die Zähne ausbiss. Zwar kamen Max‘ Landsmann Ben Heckmann und seine Inge ihnen in ebenfalls fehlerfreien 38,85 Sekunden gefährlich nahe, aber mehr eben auch nicht. Und der Rest auch nicht. Damit stand der Sieg von Max Paschertz vor Ben Heckmann fest. Rang drei ging an den Iren Tim Brennan mit Diadema Della Caccia in 39,86 Sekunden.


Das war heute ein sehr sehr wichtiger Sieg für Paschertz. „Ich freue mich riesig. Die letzten Tage und Wochen hatte ich immer wieder Pech und es lief irgendwie nicht so richtig. Ich habe schon zu meiner Mutter gesagt, wir brauchen jetzt einmal so einen Wow-Effekt. Dass das heute so passiert, darüber freue ich mich riesig.“


Wem er das auch zu verdanken hat, weiß er: „Ich habe ein tolles Pferd an meiner Seite und ein super Team hinter mir. Mein Trainer Patrick Döller ist hier und unterstützt mich gerade in solchen Momenten, wenn der Druck besonders hoch ist.“


Cathilde und er sind ein eingespieltes Team. Er bekam die Cascadello-Tochter sechsjährig, jetzt ist sie neun. Nicht nur für die Dressur-, auch für die Springreiter ist Hagen eine wichtige Station auf dem Weg zu den diesjährigen Nachwuchseuropameisterschaften. Für Max Paschertz wären es nach 2023 mit Sem Semper bei den Junioren seine zweiten Kontinentalen Spiele. Damals wurde es Rang sechs mit der Mannschaft.


Iren unschlagbar bei den Children und Ponys


Bei den Jüngsten, den Children und den Ponyreitern, waren die Iren das Maß der Dinge mit Siegen in beiden Altersklassen. Im Grand Prix der Children schafften es elf von 79 Paaren ins Stechen. Hier bestätigte die Irin Lucia Keane mit Elia den guten Eindruck, den sie beim Nationenpreis gemacht hatte, wo ihr Team Rang zwei belegte. In sehlerfreien 40,69 Sekunden sprangen die beiden zum den Sieg.


Zweite wurde die Britin Tabby Morgan-Evans mit Catoki (0/43,31 Sekunden) vor dem Niederländer Wim Vos auf Copacabana M (0/43,34 Sekunden). Bestes deutsches Paar waren Joelle Sprehe, die Tochter von Jörne Sprehe, mit Con Gold, die mit einer weiteren fehlerfreien Runde und 45,20 Sekunden Platz fünf belegte.


Im Großen Preis der Ponys war der 13 Jahre junge Jack Dore mit K-Little Hero in 41,22 Sekunden der Schnellste im Stechen und damit Sieger. Platz zwei ging nach Schweden dank Viggo Bergstrand auf Corbeagh Legend (42,29). Dem Niederländer Wim Vos gelang das Kunststück, auch bei den Ponys Dritter zu werden, hier mit Lady Crown in 42,32 Sekunden.


Von den deutschen Ponyreitern hatte keiner etwas mit der Entscheidung im Stechen zu tun. Sie alle hatten schon im Umlauf zu viele Fehler für eine Schleife kassiert.


Dressur


Die CDIOY Kür der Jungen Reiter fand ohne deutsche Beteiligung statt. Damit war der Weg frei für das schwedische Duo Tove Slåtteby und Ebony E, die sich  73,940 Prozent den Sieg sicherten vor der Niederländerin Esmee Boers mit Rockstar (73,635) und der US-Amerikanerin Kat Fuqua mit Bon Ami (72,985).


Ein alter Bekannter führte die Ehrenrunde der CDIP Pony-Kür an: Cosmo Callidus NRW, einst dreifacher Europameister mit Lilly Collin und nun unter seiner neuen dänischen Reiterin Steffanie Victoria Horsted Dyrlund siegreich mit 76,805 Prozent. Platz zwei ging an Rheinländerin Victoria Winkelmann mit Peach (76,165), gefolgt von Filippa Jæger Jensen für Dänemark auf HJK Catani (75,840).


In der Pony-Kür der Nationenpreisreiter führte einmal mehr kein Weg vorbei an Europameisterin Leni-Sophie Gosmann und ihrem Erfolgspony Diamantini EA WE. 76,785 Prozent markierten ein neues Personal Best für die Weltranglistenerste.


Rang zwei ging an ihre Mannschaftskollegin und die Quasi-Gastgeberin des Turniers, Lilly Kasselmann mit Nasdaq FH. Die beiden erhielten 74,880 Prozent. Über Platz drei (74,050) freute sich die Niederländerin Florence Wind mit Golden Star G.


„Tochter von“


Ungeschlagen bei ihrem Future Champions Debüt, Emilija Rucinskaite (BEL) und Nice Guy STW. Foto: Rüchel
Ungeschlagen bei ihrem Future Champions Debüt, Emilija Rucinskaite (BEL) und Nice Guy STW. Foto: Rüchel

Bei den Children hatte wie schon in den vorherigen Prüfungen die Belgierin Emilija Rucinskaite die Nase vorn. Sie ist zwölf Jahre jung und war zum ersten Mal bei den Future Champions dabei. Starke 80,769 Prozent, 89,5 für die reiterliche Leistung und 72,037 als technische Wertnote für die Aufgabe vergaben die Richter für die Vorstellung im Sattel des Just-Wimphof-Sohnes Nice Guy STW. Mit zehn Jahren bekam Emilija den auch erst achtjährigen Wallach unter den Sattel. Bei seiner Ausbildung kann sie auf die Unterstützung ihrer Mutter bauen, der Polin Sandra Sysojeva, die mit ihrem Piaffier- und Passagiermaschinchen Maxima Bella gefühlt fast jedes Wochenende irgendwo eine Erfolgsmeldung hat.


Knapp geschlagene Zweite wurde mit 79,445 Prozent erneut Lilly Kasselmann, diesmal auf  Vodka Soda, ihrem EM-Gold- und Bronze-Partner von 2025. Rang drei (78,852) sicherten sich Antonia Hansmeyer und Gentle van Wittenstein V.


Die weitere Children-Einzelwertung wurde zur Beute von Cecilie Marie Hohl mit Saluna W OLD (78,672 Prozent) vor Jasper Rasche auf Limoncelli (75,246 Prozent) und Larissa Bruckschen mit Little Fame (73,310 Prozent).


Alle Ergebnisse aus Hagen gibt es hier.


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