Dressur: Auf WM-Kurs – Werth, Wandres, Netz, Rothenberger und Schürmann zum Nationenpreis nach Hagen
WM-Team nimmt Formen an: Werth, Wandres, Rothenberger und Schürmann reiten im Nationenpreis in Hagen
Vom Podium ins Nationenpreis-Team von Hagen: Frederic Wandres, Isabell Werth und Charlott-Maria Schürmann. Foto: sportfotos-lafrentz.de Am 1. Juli Wochenende findet der diesjährige Nationenpreis von Deutschland in Hagen am Teutoburger Wald statt, wichtig für die Nominierung des WM-Team. Die erprobte Veranstaltungsstätte der Familie Kasselmann richtet das CDIO aus. Es ist ein CDIO4*-Turnier bei dem Grand Prix, Kür und Grand Prix Special – in dieser Reihenfolge – auf dem Programm stehen. Hagen ist Standort, weil Aachen, wo traditionsgemäß der Nationenpreis stattfindet, in diesem Jahr Schauplatz der Weltmeisterschaften ist.
Das Team für Hagen
Nach dem Grand Prix Special bei den deutschen Meisterschaften in Balve hat der Dressurausschuss folgendes Quartett für den Nationenpreis in Hagen benannt. Häufig ist das Nationenpreis-Team auch die Equipe, die zum anstehenden Championat fährt. Nominiert wurden:
- Isabell Werth mit Wendy, 1. Reserve Viva Gold OLD
- Frederic Wandres mit Bluetooth OLD
- Charlott-Maria Schürmann mit Dantes Pearl OLD
- Sanneke Rothenberger mit Farrington
Viele Ausfälle vor DM Balve
Die Deutschen Meisterschaften im Balve, offiziell erste Sichtung für alle, die auf einen Platz im deutschen WM- Dressurteam hoffen, standen was die Ausfallquote anbelangt nicht unter dem besten Stern. Zunächst hatte im Vorfeld Ingrid Klimke ihren Vayron abgemeldet: Der große Vitalis-Sohn laboriert noch an einem Problem, dass er sich vor dem Hamburger Dressur Derby zugezogen hat. Dann erwischte es Katharina Hemmer, Klimkes Mannschaftskollegin beim Sieg auf der Europameisterschaft 2025 im französischen Crozet. Sie musste ihren Denoix PCH aufgrund eines dicken Beines am Tag der Anreise von der Startliste der Meisterschaften streichen lassen. Beide Pferde haben in der CDI4*-Tour in Hagen Gelegenheit, sich für die Mannschaftsnominierung zu empfehlen. Beide waren Mitglied der Gold-Equipe der vergangenen Europameisterschaften.
Fieber durchkreuzt WM-Hoffnungen
Aber auch in Balve dezimierte sich das Feld potenzieller WM-Kandidatinnen und Kandidaten weiter: Quick Decision, das Pferd von Benjamin Werndl, hatte plötzlich Fieber. Aus Sicherheitsgründen wurden die benachbart stehenden Pferde gemeinsam mit dem Quarterhall-Sohn in einen Quarantänestall gebracht. Somit endete der erste gemeinsamer DM-Auftritt von Jessica von Bredow-Werndl und Times Kismet anders als gedacht. Nämlich mit keinem Start im Grand Prix Special. Auch Lisa Müllers Mondrian kam in Quarantäne und ging keine weitere Prüfung in Balve. Mittlerweile hat ein Schnelltest ergeben, dass alle drei Pferde weder an Herpes noch an Influenza oder Druse erkrankt sind. Starten können sie dennoch nicht.
Drei Grand Prixs in Hagen
In Hagen wird es neben der Nationenpreis-Tour noch zwei weitere Startmöglichkeiten geben, eine CDI 4* und Ein CDI3* Tour. Deutschland hat 15 Startplätze im CDI4*. Der Dressurausschuss hat das Recht, über diese Startplätze zu verfügen.
Longlist wird nach Nationenpreis in Hagen aufgestellt
Eine Longlist für die WM in Aachen muss bis zum 6. Juni, dem Montag nach dem Nationenpreis in Hagen, erstellt werden. Auf dieser Liste dürfen acht Reiterpaare genannt werden. Der wirkliche Schlusstermin für die offizielle Nennung des deutschen WM Teams Dressur ist der 27. Juli, der Tag der so genannten Definite Entries. Dann muss die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) vier Reiterinnen/Reiter/Pferd-Kombinationen für die WM in Aachen nominieren.