Xenophon Sonderehrenpreise für pferdegerechtes Abreiten in Bad Segeberg und Bartringen vergeben

Xenophon Sonderehrenpreise vergeben

Xenophon 14.10.2026
Mehrmals im Jahr vergibt Xenophon e.V. bei ausgewählten Turnierveranstaltungen Sonderehrenpreise für pferdegerechtes Abreiten. So auch jüngst in Bad Segeberg und Bartringen in Luxemburg.

Ende September bot das Landesturnier in Bad Segeberg, Schleswig-Holstein, Gelegenheit, eine Reiterin mit dem Xenophon Sonderehrenpreis für pferdegerechtes Abreiten auszuzeichnen: Sophie Ludewig. Sie stellte den siebenjährigen westfälischen Hengst El Dorado v. Escamillo-Floriscount (Z.: Frank Moormann, B.: Hans Peter Mohr) im Prix St. Georges vor. In der Platzierung der Prüfung waren sie „einen raus“. Aber dank der planvollen Prüfungsvorbereitung im Sinne des Pferdes konnte sich Sophie Ludewig über die Auszeichnung mit dem Xenophon Sonderehrenpreis für pferdegerechtes Abreiten freuen, eine hochwertige neue Abschwitzdecke mit Xenophon-Logo, die von der stellvertretenden Xenophon-Vorsitzenden Karin Lührs übergeben wurde, die auch mit über die Preisvergabe entschieden hat.


Dass sich pferdegerechtes Arbeite auch im Prüfungsviereck auszahlt, konnte man übrigens tags darauf in der Intermédiaire I sehen. Die gewannen die beiden nämlich mit über 71 Prozent.


Schönes Reiten in Luxemburg


In Luxemburg sorgte Xenophon-Vorstandsmitglied Dani Noesen dafür, dass bei den Landesmeisterschaften sowohl im Springen als auch in der Dressur besonders positiv auffallende Reiter entsprechend gewürdigt wurden. Zusammen mit Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Kutting sowie den Landestrainern Markus Wenz (Springen) und Sascha Schulz (Dressur) wählte sie zwei sehr würdige Preisträger aus.


Das war im Springen Julie Thull, die ihre Stute Kansai du Gibet nicht nur ruhig und durchdacht abritt, sondern dabei auch durch sehr einfühlsames Reiten auffiel. „Julie Thull zeigte beispielhaft, dass eine gute Prüfung nicht erst mit dem Einreiten in den Parcours beginnt, sondern bereits auf dem Abreiteplatz“, so Dani Noesen.


In der Dressur hatte Téo Rouyr einiges zu tun, denn er stellte gleich zwei Pferde vor: Chester Noble M und D’Ultimo M. Dennoch nahm auch er sich für jedes Pferd, die Zeit, die es brauchte, um es zu lösen und auf die Arbeit vorzubereiten. Wie Dani Noesen beschrieb:


„Bei beiden Pferden zeigte sich eine sorgfältige Vorbereitung. Rouyr baute sein Arbeitsprogramm mit viel Bedacht auf und berücksichtigte dabei die jeweiligen Bedürfnisse seiner Pferde. Besonders auffällig war seine feine Hilfengebung und die ruhige, konzentrierte Art, mit seinen Pferden zu arbeiten. Er fiel dabei – im besten Sinne – durch nichts anderes auf als durch gutes Reiten. Und genau das ist der Gedanke, den Xenophon mit dem Sonderehrenpreis vermitteln möchte.“


Über den Xenophon-Sonderehrenpreis


Muss gutes Reiten ausgezeichnet werden? Sollte es keine Selbstverständlichkeit sein? Das sind die Fragen, die Kritiker von Sonderehrenpreisen stellen. Xenophon ist der Meinung, doch, man sollte besonders gutes Reiten auszeichnen. Denn die Realität zeigt, es ist keine Selbstverständlichkeit. Umgekehrt verdienen Reiter, die ihre Pferde besonders gut vorbereiten immer Aufmerksamkeit, auch wenn sie in der Prüfung dann vielleicht doch keine Schleife bekommen, weil das Pferd beispielsweise noch zu aufgeregt ist. Sie sollen mit dem Xenophon-Sonderehrenpreis in den Fokus gerückt werden.


Wie Dani Noesen es auf den Punkt bringt: „Der Xenophon-Sonderehrenpreis soll bewusst positive Beispiele hervorheben und damit sichtbar machen, wie pferdegerechter Sport aussehen kann. Denn gerade auf dem Abreiteplatz zeigt sich die Beziehung zwischen Pferd und Reiter unmittelbar. Hier geht es nicht nur um Technik und Leistung, sondern auch um Vertrauen, Gefühl und gegenseitigen Respekt.“


In diesem Sinne herzlichen Glückwunsch an die drei Preisträger aus Bad Segeberg und Bartringen!


 


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