Die Nennungen für die League of Nations Etappe in St. Tropez
League of Nations in St. Tropez – das deutsche Team und die Konkurrenz
Featurebild FEI League of Nations. Foto: FEI Nach Spruce Meadows ist vor St. Tropez. In Kanada hat das deutsche Team eindrucksvoll gezeigt, dass es nicht umsonst Weltmeister geworden ist. In der Gesamtwertung der FEI League of Nations führt Deutschland ebenfalls mit 230 Punkten vor Großbritannien (225), Irland (205), Frankreich und der Schweiz (je 190), Brasilien (180), USA (175), Belgien (165), Italien (160) und den Niederlanden (155).
Nur die besten acht dieser zehn Teams treten beim Finale in Barcelona an. Deutschland hat den Startplatz beim Traditionsevent am ersten Oktoberwochenende demnach praktisch in der Tasche.
Die deutschen Paare
Trotzdem schickt Otto Becker ein Team mit mit zwei aktuellen und einer ehemaligen Mannschaftsweltmeisterin nach Frankreich: Marcus Ehning und Richard Vogel, frisch aus dem Team von Aachen und Janne Friederike Meyer-Zimmermann, die zur Mannschaft gehörte, die vor 16 Jahren in Kentucky das letzte WM-Mannschaftsgold vor dem in diesem Jahr gewonnen hatte. Nummer vier im Bunde ist Maximilian Weishaupt, der in diesem Jahr an mehreren Global Champions League-Erfolgen des Teams Riesenbeck International beteiligt war. Alle vier Reiter haben je zwei Pferde für die große Tour genannt.
Bei Marcus Ehning sind das Priam du Roset und Weltmeister Coolio. Letzterer dürfte die erste Wahl sein mit der Form, die er in Aachen präsentiert hat. Der 15-jährige Schweizer Plot Blue-Sohn Priam du Roset war dieses Jahr unter anderem beim Nationenpreis in Hickstead im Einsatz, allerdings gab Ehning im ersten Umlauf auf und zog ihn dann zurück. Sein letztes Springen war in der Woche vor Aachen der Große Preis von Opglabbeek, wo der Wallach einen Abwurf hatte.
Auf der Liste von Janne Friederike Meyer-Zimmermann stehen Van Tastic und Cellagon Cascais. Van Tastic ist ein erst neunjähriger Mecklenburger v. Van Halen Z (Z.: M. Solesvik), den Janne selbst ausgebildet hat, und der Ende August in Gijon einen starken vierten Platz im Großen Preis belegte. Es war sein erster Grand Prix über 1,60 Meter, was zeigt, wie viel Talent er hat, aber auch, dass er noch unerfahren ist. Der sächsische DSP-Hengst Cascais v. Colestus (Z.: D. Grubitzsch) geht ebenfalls seit Youngster-Zeiten unter Janne. Er war dieses Jahr in Doha mehrfach gute platziert über 1,60 Meter, außerdem u.a. Sechster im Großen Preis von Hamburg und Dritter im Großen Preis von Cannes. Einen Nationenpreis ist allerdings auch er noch nicht gesprungen.
Nachdem United Touch S und Cloudio in Spruce Meadows erfolgreich waren, setzt Richard Vogel in St. Tropez auf den jüngst in Brüssel siegreichen Weltcup-Finalisten Gangster Montdesir, oder alternativ steht auch noch der erst neunjährige Holsteiner Hengst Cardentos v. Cardento auf seiner Liste. Den hat er Anfang des Jahres erstmals vorgestellt. Ausgebildet wurde Cardentos von Marten Witt. Die Familie Witt ist sowohl Züchter als auch noch Besitzer des Schimmels. Er hat mit Vogel Große Preise über 1,45 und Zeitspringen über 1,50 Meter gewonnen, ist bislang aber noch keine 1,60 Meter-Prüfung gegangen.
Maximilian Weishaupt hat zum einen den ehemaligen Holsteiner Verbandshengst Zuccero HV genannt, der ja schon olympische Erfahrungen mit Rolf-Göran Bengtsson für Schweden gesammelt hatte, als er 2025 zu Weishaupt kam. Die beiden fanden schnell einen Draht zueinander, waren Bereits im Juli 2025 Vierte im Global Tour Grand Prix von Monte Carlo und verließen dieses Jahr keinen Turnierplatz ohne Schleife, dafür mit mehreren Global Champions League Siegen. Einen Nationenpreis ist Zuccero allerdings bislang noch nicht gegangen mit Weishaupt. Weishaupts Alternative ist seine langjährige Nummer eins, die 15-jährige bayerische DSP-Stute Omerta Incipit, mit der er letztes Jahr zum League of Nations-Team in Abu Dhabi gehörte.
Die Konkurrenz
Die neun weiteren Nationen in der League of Nations setzen in St. Tropez auf folgende Paare.
Belgien
- Niels Bruynseels mit Origi vd Vosberg und Oaky Flandria
- Jérôme Guery mit Quito de Mariposa und Kiliman Sitte
- Abdel Said mit Wathnan Zasou Vom Claashof und Wathnan Bonne Amie
- Jos Verlooy mit Parise Van Den Dael und Nixon van’t Meulenhof
Brasilien
- João Victor Castro Aguiar Gomes de Lima mit Giulia Hoy und Cashpaid J&F
- Stephan de Freitas Barcha mit Dinozo Imperio Egipcio und Chevaux Primavera Imperio Egipcio
- Pedro Junqueira Muylaert mit Gemme Villers und Captain Ciwano
- Marlon Modolo Zanotelli mit High Hopes du Fleuve und Charly Heart
Frankreich
- Simon Delestre mit Golden Boy DK und Gatsby du Billard
- Julien Epaillard mit Le Coultre de Muze und Donatello d’Auge
- Antoine Ermann mit Foxpit Grim und Floyd des Pres
- Nina Mallevaey mit Destine To Be
Großbritannien
- Scott Brash mit Hello Folie und Hello Chadora Lady
- Oliver Fletcher (23!, eines der aufstrebendsten Talente des Landes) mit Hello William und Cassanova One BVL Z
- Tim Gredley mit Vuitton of Picobello T und Medoc de Toxandria
- Matthew Sampson mit Un Secreto Z und Latte Macchiato
Irland
- Shane Breen mit Scarteen und CSF Thomascourt Zena
- Trevor Breen mit Kannoon Blue und Highland President
- Mark McAuley mit Rossi vd Heffinck und Clooney Van Spalbeek Z
- Billy Twomey mit Jumping Jack van de Kalevallei und Ace of Hearts Z
Italien
- Piergiorgio Bucci mit Pallieter vd N. Ranch und Casalia DG
- Emanuele Camilli mit Charlie La Loi Z und Chacareno PS
- Giampiero Garofalo mit Querido van’t Ruytershof
- Emanuele Gaudiano mit Chalou’s Love PS und Chabrello PS
Niederlande
- Roelof Bril mit Iberico
- Sanne Thijssen mit Farah Z und Cupcake Z
- Maikel van der Vleuten mit Quastor vd Heffinck und Jesther
- Bas Moerings mit Kivinia und Ipsthar
Schweiz
- Martin Fuchs mit Lorde und Falcon du Toultia Z
- Alain Jufer mit No Touch MM und Chaccoo de L’Escant MM
- Barbara Schnieper mit Toronto Raptor und Canice
- Janika Sprunger mit Orelie und Aganix’s Rose Of Light
USA
- Laura Kraut mit Tres Bien Z und Dorado
- Mckayala Langmeier mit Riesling van de Gaathoeve und Isidore de Chaussee
- Paris Sellon mit Chad Blue PS und Aconzina PS
- Kirsten Vanderveen mit Starbucks und Bull Run’s Jireh
Die Starter- und Ergebnislisten aus St. Tropez werden zu gegebener Zeit hier einsehbar sein.