Britt Roth gewinnt U25 Springpokal Finale in Aachen
Britt Roth im U25 Springpokal: Erste und letzte Chance genutzt
Britt Roth und Jeffrey
Foto: sportfotos-lafrentz.de Dass Britt Roth „brutal stark“ reitet, ist die Einschätzung der Konkurrenz. Es liegt allerdings auch auf der Hand. Die 24-Jährige und ihr selbst aufgezogener und ausgebildeter Comme il faut-Sohn Jeffrey sind dieses Jahr von Erfolg zu Erfolg gesprungen. Mal abgesehen von ihren Auftritten bei den U25 Springpokal Etappen hat Roth dieses Jahr Silber bei den Deutschen Meisterschaften der Springreiterinnen in Balve gewonnen und wurde jüngst in Riesenbeck Deutsche Meisterin der U25 Reiter.
Die Entscheidung
Neun Paare hatten das Stechen um Deutschlands U25 Springpokal erreicht. Britt und Jeffrey waren letztes Paar und demonstrierten einmal mehr, was für ein toll eingespieltes Team sie sind: Sieg mit über einer Sekunde Vorsprung.
„Das war ein perfekter krönender Abschluss für mein U25 Jahr. Jedes Wochenende hat das andere getoppt. Es hat heute noch mal richtig Spaß gemacht, im Stechen alles zu geben!“
Einer, der auch schon siegreich war in Deutschlands U25 Springpokal, wurde gestern Weltmeister – Richard Vogel. Der hat das Finale sogar dreimal gewonnen, 2018, 2019 und 2021. Britt sagt: „Ich hätte nichts dagegen noch einmal in das Stadion einzureiten …“
Ahlmann wieder Zweiter
Hannes Ahlmann kann einem ein bisschen leidtun – viermal war er in Aachens U25 Springpokal Finale am Start, nie hat es geklappt mit dem Sieg. Und auch dieses Jahr schrammte er knapp daran vorbei. In 42,38 Sekunden sprang er mit seinem neunjährigen Kannan-Sohn Madness auf Rang zwei – wieder einmal. Denn das Gefühl, Zweiter zu sein, kennt er. Das war er gerade erst im letzten Jahr.
Er trug es mit Fassung: „Ich bin trotzdem sehr stolz auf Madness und dass ich dreimal in Folge mit einem neunjährigen Pferd hier war.“ Außerdem ist er Realist. „Ich wusste ja, dass Britt brutal stark ist“, ordnete er ein. Und außerdem plant er fest, dass das nicht sein letzter Auftritt in der Soers war. „Mein Plan ist, im kommenden Jahr in Balve bei den Deutschen Meisterschaften an den Start zu gehen und dann hoffentlich eine Starterlaubnis bei den Senioren für Aachen zu bekommen.“
Das ist nicht größenwahnsinnig, sondern recht realistisch. Schließlich hat der Jungprofi aus Schleswig-Holstein schon bei diversen Weltcup-Etappen und anderen Fünf-Sterne-Turnieren ganz oben mitgemischt.
Comme il faut Nummer zwei
Dass Magnus Schmidt die Aachener Soers noch einmal vom Pferderücken aus erlebt, ist sogar relativ wahrscheinlich. Er ist erst 22 Jahre jung und hat noch drei Jahre im U25-Lager. Für den Auftritt im Rahmen der WM hatte er ebenfalls auf einen Comme il faut-Nachkommen gesetzt, den elfjährigen Brandenburger DSP-Wallach Carl Gustav. In 42,96 Sekunden wurden die beiden Dritte.
Magnus‘ Resümee des Tages: „Im ersten Umlauf hatten wir ein-, zweimal Glück. Da ist er mir die letzten Sprünge ein bisschen davongelaufen. Vor dem Stechen habe ich mit meinem Trainer dann ein bisschen was verändert und im Stechen hatte ich dann ein richtig gutes Gefühl.“ Was er verändert hat? „Wir haben nochmal dressurmäßig gearbeitet und an der Zäumung etwas verändert.“ Hat geholfen.
Vierte wurde Johanna Beckmann im Sattel ihrer Emerald-Tochter Emelie van de Mirania-Stam, gefolgt von den anderen Paaren im Stechen in Gestalt von Sönke Fallenberg mit Zanzibar Z, Clara Blau mit Paul, Sören Suppert mit Can Tici, Mick Haunhorst auf Lily-Rose Jt de la Limite Z und Marie Flick mit Ciro.