Fünf Fragen an die dänische WM-Reiterin Nadja Aaboe Sloth
Blitz Interview mit Dänemarks Nadja Aaboe Sloth
Nadja Aaboe Sloth und Favour Gersdorf
Foto: sportfotos-lafrentz.de 2024 war Nadja Aaboe Sloth Reservistin für Olympia, 2025 ritt sie ihr erstes Championat bei der EM in Crozet und gewann Bronze. Neben ihrem eigenen Sport gibt sie Unterricht. So, wie sie einst selbst mit dem Reiten begonnen hat.
Wie bist du zum Reiten gekommen?
Eine Freundin hat mich als Kind mit in eine Reitschule genommen. Da habe ich gemerkt, wie sehr ich das Zusammensein mit den Pferden genieße und mit den Menschen, die dazu gehören. Mein erstes Pony habe ich mit neun bekommen. Ich habe eigentlich mit Springen angefangen – allerdings nicht hoch. Als ich dann ein größeres Pony bekam, ging es los mit der Dressur.
Wie bist du mit Favour Gersdorf zusammengekommen?
Ich habe ihn als Zweijährigen entdeckt – ich fand ihn so schön! Und frech. Er war Hengst, er war zwei und er war wild, wirklich, wirklich wild. (lacht) Und ich war schwanger und ich habe gesagt: Den, den will ich! Ich konnte ihn nicht Schritt führen, weil er so wild war. Aber ich wollte ihn unbedingt. Ich hätte allerdings nie gedacht, dass ich eines Tages mit ihm Turniere wie das hier reiten würde. Ich ritt damals auf M-Niveau. Wir haben uns alles zusammen erarbeitet. Vor sechs Jahren bin ich meine erste M/A Prüfung (entspricht S* in Deutschland, Anm. d. Red.) in Dänemark geritten, vor fünf Jahren meinen ersten Grand Prix.
Wer hat dir bei der Ausbildung geholfen?
Heute trainiere ich mit Daniel Bachmann Andersen und seit zweieinhalb Jahren mit Rune Willum. Vor Rune Willum habe ich mit Leif Soerensen gearbeitet. Er hat mir alles beigebracht – ein super Trainer!
Erzähl bitte, wie ist Favour?
Er ist heute wirklich mein bester Freund. Er gibt immer alles. Er ist auf dem Turnier genau wie zuhause, ist lieb und nur manchmal ein bisschen frech und ein bisschen hengstig. (lacht)
Hast du ein Pferd, das nach Favour kommt?
Ja, ich habe noch eine Schwester zu Favour, eine Vollschwester, in die ich große Hoffnungen setze. Sie ist achtjährig. Grand Prix dürfen die Pferde in Dänemark erst neunjährig gehen. Aber demnächst steht ihre erste Intermédiaire II an.
Anmerkung der Redaktion: Die Rede ist von Bonita Gersdorf. Man merke sich den Namen.


